Der Hundeflüsterer- auf SIXX

Diskutiere Der Hundeflüsterer- auf SIXX im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; ich habe mir nun auch noch die Originalfolge von dem schwarzen Schäferhund (wurde auf der vorherigen Seite diskutiert) angeschaut. Hier im Forum...
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #241
ich habe mir nun auch noch die Originalfolge von dem schwarzen Schäferhund (wurde auf der vorherigen Seite diskutiert) angeschaut. Hier im Forum wurde ein Link zu einem Ausschnitt und einer (einmal mehr) von irgend einem "Anti-Millan-Menschen" zusammengeschnittenen Version verlinkt. Eine Version, die den Teletakt sehr deutlich zeigt.
Ich sagte hier bereits, dass ich es da auch das erste Mal sah, dass er sowas verwendet, das er aber wohl seine Gründe haben wird.
In der Originalfolge (auf einer DVD bei einer Freundin geschaut) sah man den GANZEN Fall. Dieser schwarze Schäfer war ein sogenannter "Red Zone Fall". Ein Hund, der absolut unberechenbar ist und wirklich austicken kann. Ein wirklich gefährlicher Hund! Und dies auf eine Art, wo er selber nicht mehr weiss, wo er steht. Dieser Hund hatte vorher auch schon mehrfach gebissen, Leute verletzt!
Ja und dieser Hund wurde so kopflos, wenn er die Katze sah, dass er wirklich auf NICHTS mehr reagierte und um sich biss.
Was in der Originalsendung sehr schön zu sehen war: Nach einiger Zeit und Training lagen sowohl Hund, WIE AUCH KATZE (!) absolut entspannt beeinander. Auch die Katze war dort sehr entspannt in ihrer Boxe. Millan sprach einmal mehr von der Energie. Die Katze hat gemerkt, dass der Hund nun "gebändigt" ist und sie nicht mehr angreifen will. Ausserdem hat sie auch kapiert, dass sie in einer Boxe ist und der Hund nicht rankommt. Von dem Moment also, wo der Hund eine ruhige, gelassene Energie verströmte, hat auch die Katze sich beruhigt.
Natürlich, in der zusammengeschnittenen Version war dies nicht ersichtlich. Darum sage ich immer wieder, wenn Ihr Millan schaut, dann schaut bitte die Originalversionen! Denn selbst die sind zusammengeschnitten, aber immerhin so, wie Millan es auch wollte und da sind auch seine ganzen Erklärungen und die ganzen Hintergründe zum jeweiligen Fall drin. Ansonsten bekommt man wirklich sehr schnell ein schlechtes Bild.
Ich habe vor Jahren auch von Millan nur solche Folgen gesehen. Und hielt auch nicht viel von ihm. Seit ich nun die Originale kenne, und von denen in den letzten Monaten einige gesehen habe, habe ich wirklich ein anderes Bild.

Ncoh zum Vergleich Millan und Rütter. Millan selber sagt, dass er Hunde resozialisiert. Er sagt nicht, dass er Hunde für Tricks und auf bestimmte Sachen konditioniert. Ein riesen Unterschied. Einem Hund Sitz und Fuss beibringen, ist Konditionieren. Das macht er nicht. Und das sagt er ganz klar. In einem Hunderudel verlangt auch kein Hund vom anderen, dass er sich neben ihn, bei Fuss, hinsetzt. Dies sind menschliche Dinge, die in der Natur so nicht vorkommen. Dies sollte man sich auch immer vor Augen halten.

Was er macht ist hündische Kommunikation. Wie gehen Hunde miteinander um. Schon mal beobachtet, wie Hunde miteinander spielen? Wie sie sich umrempeln, anstossen, in den Nacken beissen?
Alles kein Problem, oder? Oder würdet Ihr sagen, die Tiere quälen sich, wenn sie zusammen toben? Nicht, oder? Selbst wenn der eine den anderen packt und ihn aus vollem Rennen umschmeisst?

Ok, dann aber dem Hund einen leichten Kick in die Flanke geben, das ist Tierquälerei? :roll: Ihm mal einen feinen Ruck mit der Leine zu geben, das ist Tierqälerei? Ihn mal auf die Seite legen, das ist Tierquälerei? Nachdem der Hund vorher noch mit einem anderen gespielt hatte und noch den ganzen Halsbereich vollgesabbert hat, weil der andere Hund ihn da laufend biss? Und jeder, der mit seinem Hund schon von "Hand zu Schnauze" gespielt hat weiss, dass Hundezähne auch im Spiel schmerzhaft sein können.

Und wem sein 30 kg Hund schon mal in die Beine gerannt ist (was ja sehr respektlos ist, nebenbei gesagt!) der weiss auch, dass es dem egal war. dem Menschen tun dann die Beine weh, der Hund schüttelt sich und rennt weiter. Und sowas ist dann schlimmer, als der leichte Kick, den Millan anwendet.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #242
Engelchen: Die Folge hab ich zufällig auch gesehen und weiß noch genau, dass er irgendwann sowas sagt wie... hier hatten wir heute 3 Problemfälle und alle 3 Hunde wurden nicht ausgeführt... oder irgend sowas. Vielleicht hat er das den Besitzern nicht so deutlich gesagt, die waren aber auch nicht seine Klienten. Seine Klientin war die Hundefriseurin.

Ich bin bei Milan aber an sich immer noch zwiegespalten, kenne mich aber mit der Resozialisierung von Hunden auch nicht aus. Und ausprobieren würde ich davon auch nur das allerwenigste :)
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #243
Und ausprobieren würde ich davon auch nur das allerwenigste :)
Soll man ja auch nicht, da wird ja nun bei jeder Folge draufhingewiesen;)

Und jeder von uns sollte froh sein das er keinen solchen Hund hat der auf diese Weise resozialisiert werden muss.
Weil wir es eben , so wie ich hoffe, mit unseren Hunden artgerecht umgehen und halten, sie nicht vermenschlichen.

Ich kann ich den Beiträgen von Gundel und kleiner Falke nur anschließen:clap:.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #244
Ich gucke jeden Tag den Millan und mir gefällt was ich sehe! Habe selber einen sehr schwierigen Hund und habe viiiel ausprobiert. Und das was der Millan erzählt ist einfach nur: "Sei stark, zeig ihm das du der Chef bist und wenn er es nicht macht, korrigierst du ihn" Punkt aus ende. Und wie korrigieren sich Hunde untereinander? Sie knurren und oder zwicken leicht. Die kauen bestimmt nicht irgendwo was ab und schmeißen das in die andere Richtung, so das ihr gegenüber abgelenkt ist. Der Millan schlägt nicht, er stupst (was für Hunde wie ein leichtes Zwicken untereinander ist) und er berührt die Seite mit dem Fuß. PS ich habe es mal mit meiner Mutter probiert, weil ich wissen wollte ob es weh tut oder nicht. Tut es nicht. Er tritt ja nicht mit der Spitze zu, sondern mit der Unterseite. Eine kurze Berührung.

Ich finde den Rütter an sich ganz ok, aber der macht zu viel Gewese. Auf Deutsch er bietet den Hunden zwar eine alternative zu ihrem Verhalten, aber sie begreifen einfach nicht wer der Chef ist und machen nur Kunststücke, wenn man das mal so sagen kann (wenn ich das mache krieg ich leckerli ect pp). Und was mich am allermeisten stört, ist das er bei einigen sagt das der Hund innerhalb von 90 Sekunden sein Futter gefressen haben soll. Hat der Mann mal was von einem Magendreher gehört? Das soll unter anderem eine Ursache dafür sein. Habe es selber am Anfang so gemacht wie er es immer predigt. Wisst ihr wie schwer es ist meinem Hund das wieder abzugewöhnen das er nicht mehr so schlingt??? Eine Sache der Unmöglichkeit...

Was mir bei Millan gefällt ist das er ein oder zweimal die Woche ordentliche Knochen an alle verteilt. Er verhätschelt sie nicht oder vermenschlicht sie. Er hat eine solche Ausstrahlung das es eine wahre Freude ist zuzusehen wie manche verstörte Hunde aufblühen und er den Besitzern Hoffnung schenkt und den Hunden ein schöneres Leben. Und er macht die Korrekturen ja nur wenn sie sich falsch benehmen, die lernen wie es richtig geht und dann lässt er sie ja damit in ruhe. Er behandelt sie so, wie es natürlich ist. Es sind Hunde und keine Kuscheltiere. Würden sie sprechen können, würden sie uns unter Garantie die Meinung geigen... Wenn ich hier so manches lese könnte man meinen er verwackelt jeden tag seine Hunde.

Mein Hund z.B. mag es überhaupt nicht zu kuscheln. Er liebt es aber über Felder mit mir zu rennen und zu toben und einfach nur Hund sein zu dürfen. Ich denke unser (menschlicher) Blick ist einfach verklärt. Welpen lösen bei den meisten Frauen Muttergefühle aus und es kommt ein langgezogenes "AAAAAAAAAAAAAWWWWWWWWWWW". Ich weiß wovon ich rede, hab gestern einen Welpen gesehen und bumm, selbe sch*iße. Man konnte meinen das der Hund sich denkt: "Wie ist die denn drauf", die wollen sowas nicht, die wollen rennen, toben, jagen, ins wasser rennen.

Was mich ärgert ist eine Bekannte, die ihren Hund (Pappilon-Mischling) total verzieht, lässt ihre Tochter mit dem Hund machen was sie will, wenn sie draußen sind, muss der hund bei ihr bleiben und darf nicht weg (über die wiese laufen zb.) einfach traurig. Solche Menschen wissen einfach nicht, das der kleine süße flauschiball neben ihnen ein hund ist, deswegen zeigen menschen wie millan den leute, "eh hallo. Denk mal nach was du tust und behandel ihn nicht wie ein plüschhasen. Der will das gar nicht..."

Aber eins ist sicher, man kann soviel schreiben wie man will, die Leute sehen nur das was sie sehen wollen. Entweder man mag ihn oder eben nicht. Ich meinerseits würde ihm ohne mit der Wimper zu zucken meinen Hund anvertrauen. Und ich geb nicht mal meiner Mutter gerne meinen Hund!!!

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hey mein 100. beitrag :clap:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #245
Hallo Freunde!
Ich schau mir, sooft ich kann, die Sendungen mit Cesar Millan an und ich lese auch gerade sein Buch "Tipps vom Hundeflüsterer". Ich finde es wichtig, ihm zuzuhören, was er sagt. Er erklärt immer wieder, warum er was macht. Er hört sich erst mal von den Hundehaltern oder denen, die mit dem betreffenden Hund zu tun haben, an, was sie für ein Problem mit dem Hund an. Dann schaut er sich an, was ihm der Hund zeigt, womit er Probleme hat und dann bemüht er sich, dem Hund mit seinem Problem zu helfen, dieses oder diese zu überwinden und hilft dann den Menschen, dem Hund zu helfen, Probleme zu beseitigen und miteinander ein ruhiges ausgeglichenes Leben zu führen. Ja er pocht darauf, daß der Mensch der Rudelführer sein muß und der Hund sich unterordnen muß. Dies sagt er aber auch deswegen, damit sich der Mensch seiner Verantwortung bewußt wird. Cesar sagt auch immer wieder, daß der Mensch als Rudelführer die Bedürfnisse seines Rudelmitglieds respektieren und erfüllen muß. Überhaupt hebt Cesar immer wieder die Wichtigkeit des Respekts voreinander hervor. Er sagt aber auch, daß man den Hund Hund bzw. Tier sein lassen muß und nicht aus ihm einen Menschen mit Fell zu machen versucht, was einerseits nicht gelingt, andererseits immer zu Problemen führt. Was er sagt, wird einem nicht immer gefallen, aber man sollte auf ihn hören. Er schreibt auch, daß er selbst großen Respekt vor den Tieren hat, daß sie ihm wertvolle Lehrmeister und auch großartige Assistenten sind. Ich hab nun schon einige Folgen seiner Show gesehen, dabei aber keine Brutalitäten erkennen können. Außerdem sagt er auch immer wieder dazu, daß gewisse Rehabilitationsmaßnahmen nur von professionellen Hundetrainern vorgenommen werden sollen, damit die Tiere nicht verletzt oder traumatisiert werden. Redet so ein Brutalinsky? Ich glaube nicht. In seinem Buch "Tipps vom Hundeflüsterer" schreibt er, daß er es auch nicht möchte, daß jene Hunde, die nicht resozialisiert werden können, getötet werden, sondern daß diese Tiere auf speziellen Gnadenhöfen gehalten werden, damit man von ihnen lernen kann, wie man anderen besser helfen kann. Also ich bin sehr beeindruckt von ihm und würde mir wünschen, daß man ihm besser zuhört. Vielleicht sollten wir überhaupt einander besser zuhören, dann würde auch unser Zusammenleben besser funktionieren

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja, was ich noch vergaß zu erwähnen. Cesar sagt auch immer wieder dazu, daß man Geduld braucht, vor allem wenn ein Fehlverhalten schon länger andauert. Geduld ist wichtig und ruhiges bestimmtes Auftreten. Mißhandlungen sind nicht nur schlecht, sie verstärken auch die Probleme. Allerdings sagt er auch, daß auch Zuwendung im falschen Moment schadet, weil sie dann, wenn Fehlverhalten vorliegt, den Hund im Fehlverhalten bestärkt. Erst dann, wenn er sich so verhält, wie es gut ist, soll er Zuwendung erhalten. Dann lernt er, was richtig ist. So würde er auch in einem natürlichen Rudel erzogen.

Danke wenigstens versteht einer, was ich meine :)
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #246
aber bringe ich den hunden mit gewalt bei, nicht mehr aggressiv zu sein? Da stimmt doch dann irgendetwas nicht mehr...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

hier ein paar seiner "kicks"

also entschuldige, aber dieses video kann man sowas von vergessen. Es ärgert mich, wenn man irgendetwas nett zusammenschneidet, dass es dann ganz arg böse aussieht.
Bei dem "kicken" handelt es sich weder um eine Bestrafung noch eine "Gewallttat". Es ist ein Impuls, den der den Hunden gibt um sie abzulenken, wenn das Anstupsen am Nacken nicht ausreicht. Also bei Hunden, die sich wirklich aggressiv in eine Situation versteifen, eine Bombe, die jeden Augenblick hochgehen kann.
Die andere Form, die in dem Video als "Kicken" bezeichnet wird, wenn er den Hund mit dem Fuß wegschiebt. Das ist eine völlig unschmerzhafte und normale Dominanzgeste. Man könnte es auch mit der Hand machen, aber man will sich ja nicht ständig bücken.

Also bitte ganze Folgen anschauen, wenn ihr Filmmaterial als Beweis nehmen wollt.

Aber eins ist sicher, man kann soviel schreiben wie man will, die Leute sehen nur das was sie sehen wollen.
*nick* dem kann ich nur zustimmen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #247
Millan geht bloß leider an jeden Hund mit der gleichen Methode ran. Bei ihm ist jeder Hund dominant und deshalb muss er bei jedem Hund das Alphatier raushängen lassen.

Besonders schön ist eine Folge mit einem Futter verteidigenden Hund, der ihn zum Schluss soagr gebissen hat. Denn Millan hat gesagt, der Hund hat kein Futter zu verteidigen und deshalb muss man ihm mit Körpersprache und "Berührungen" am Hals in seine Schranken weisen. So hat der den Hund von seinem vollen Napf weggedrängt, hat ihn stetig fixiert und war sich zum Schluss dann sicher, dass er den Hund völlig unter Kontrolle hat, da fuchtelt er mit den Armen vor ihm rum und der Hund packt ihn direkt.

Und da finde ich, setzt er einfach völlig falsch an. Futter verteidigen hat nichts mit Dominanz zu tun. Die rangniedrigsten Wölfe in einem Rudel dürfen ihr Futter verteidigen, das ist überlebenswichtig. Zum Glück haben die meisten domestizierten Haushunde soviel Vertrauen in uns, dass sie das Futter nicht mehr verteidigen, aber wenn man es doch mit so einem Exemplar zu tun hat, dann gilt es, dieses fehlende Vertrauen aufzubauen. Da spielt meist auch generell mangelnde Führung eine Rolle mit, aber Dominanz ist das nicht.

Ganz lustig war neulich auch eine Folge, wo er einer mobilen Hundefrisörin bei ihren Problemhunden geholfen hat. Diese drei Hunde wurden alle nicht ausgeführt von ihren Besitzern. Hat Millan sie darauf hingewiesen? Nein, im Gegenteil, einer der Besitzer sagte sogar noch, dass er seinen Hund nicht so oft ausführt, wie es eigentlich richtig wäre, und daraufhin haben alle einschließlich Millan, gelacht.

Wenn er schon Menschen belehren will, warum sagt er dann nicht, wie elementar wichtig es für einen Hund ist, diesen mehrmals täglich auszuführen? Es ist doch kein Wunder, warum die Hunde in Amerika mitunter so aggressiv sind, die sehen ja nicht viel von der Welt. DAS wäre doch mal ein Ansatz, etwas zu verbessern.

Statt dessen kickt und würgt und zerrt er an jedem Hund herum, egal, welches Problem vor liegt.

Dabei kann er es eigentlich besser, ich habe nämlich auch schon viele Folgen gesehen, die wirklich gut waren. Aber ein Großteil ist einfach nur tierschutzrelevant in meinen Augen...

Dankeschön das ist nämlich auch mein Empfinden, besonders dein letzter Satz.:clap:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #248
Was mich ein bißchen stört.

Was würdet ihr mit einem hochaggressiven Hund machen? Da hat man keine paar Wochen Zeit, um den Hund nach Erziehungsmethode xy umzuformen. Es gibt nunmal Hunde, die sind unberechenbar.

Wenn dann einer wie der Milan kommt, sie korrigieren kann und das schnellsmöglich, so dass der Hund wieder entspannter ist, die Halter etc. Wo liegt das Problem?

Seit ihr schon mal von einem Hund gestellt worden? Also ich kram da nicht mein Leckerchenbeutel raus oder versuch den Fehler zu finden. Es gibt Hunde, die machen das ständig mit ihren Besitzern.

Wo die Ursache liegt, darüber kann man spekulieren. Wichtig ist, dass der Hund wieder korrigiert wird.

Ich sehe das übrigens ähnlich, dass wir zu sehr in die Vermenschlichung geschlitten sind und vieles als normal an sehen. Wir doktorn teilwese mehr mit den Hunden rum, als bei der Erziehung unserer Kinder.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #249
Was würdet ihr mit einem hochaggressiven Hund machen? Da hat man keine paar Wochen Zeit, um den Hund nach Erziehungsmethode xy umzuformen. Es gibt nunmal Hunde, die sind unberechenbar.

Ich hatte mal iwo geschrieben, dass ich vor meinen Beiden jetzt, ja auch nicht grad nen einfachen Hund hatte. Der wollte auf alles drauf was sich bewegte und ich habe einen Trainer gefunden, der solche Probleme ohne aversive Methoden/Hilfsmittel löst.

Ausser natürlich ersten Maßnahmen wie "Sicherung" des Hundes hat uns richtig gut "Zeigen und Benennen" geholfen und das üben von Markersignalen mit Positiver Bestärkung. Ansonsten haben wir grade jemanden in der Huschu wo mit dem "Geschirrgriff" zusätlich gearbeitet wird. Also eine negative Verstärkung, die immer positiv belegt wird.

In meinen Augen gibt es halt schon so ein paar Dinge die man anders machen kann, aber ja das sind oftmals langwierige Trainingsmethoden und die erfordern nunmal Zeit und Geduld.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #250
Ja, Zeit und Geduld hat man aber nicht immer. Damit meine ich nicht das was man üblicher Weise darunter verstehe. Aber wenn ich einen Hund hätte, vor dem ich Angst hätte und diese nicht unbegründet ist, dann habe ich keine Zeit mehr. Vor allem geht Milan an Hunde, bei denen andere Methoden nichts genützt haben.

Es sind eben Extremfälle. Wie oft liest man davon, dass es verwerflich ist, wenn jemand seinen Hund abgegeben hat. Es ist halt die letzte Methode.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #251
Ja, Zeit und Geduld hat man aber nicht immer. Damit meine ich nicht das was man üblicher Weise darunter verstehe. Aber wenn ich einen Hund hätte, vor dem ich Angst hätte und diese nicht unbegründet ist, dann habe ich keine Zeit mehr. Vor allem geht Milan an Hunde, bei denen andere Methoden nichts genützt haben.

Es sind eben Extremfälle.

Nun ja, das wird dem Zuschauer so "suggeriert" ob es so ist sei mal dahin gestellt, es ist eben Fernsehn, man weiß es nicht. Der hat da aber auch nicht ständig irgenwelche Extremfälle....
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #252
Aber es wird ja nun deutlich darauf hingewiesen, dass es sich um Resozialisierung handelt. Ob es jetzt tatsächlich so ist oder nicht, das ändert ja nichts daran, dass diese Methoden eben so dargestellt werden, dass sie nur bei solchen Hunden so eingesetzt werden.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #253
Aber es wird ja nun deutlich darauf hingewiesen, dass es sich um Resozialisierung handelt. Ob es jetzt tatsächlich so ist oder nicht, das ändert ja nichts daran, dass diese Methoden eben so dargestellt werden, dass sie nur bei solchen Hunden so eingesetzt werden.

Ja genau, es ist die Darstellung,(fast) jeder Hund hat ein "Dominazproblem" und muss "resozialisiert" werden und es wird dann halt immer nach dem gleichen schema F gearbeitet, egal aus welchen Gründen sich der Hund aggressiv verhält.

Ist mir halt zu eingefahren und mich würde wirklich mal interessieren, wie nachhaltig sein Training ist.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #254
Seh ich auch so... es ist die letzte Chance. Wieviele Besitzer waren schon in der Sendung und meinten, wenn Millans Methoden nicht klappen muss der Hund weg. Da kann ich doch nicht lustig anfangen ueber Wochen am Vertrauen zu arbeiten. Wenn ich meine (kleinen) Hunde spielen und raufen sehe, sieht das manchmal auch sehr grob aus. Aber es scheint nicht viel auszumachen, da wird sich geschuettelt und weiter gehts.
Wenn ich einen Hund haette, der so aggressiv ist und ich schon Angst haette wenn mich Leute besuchen, dann ist es definitiv Zeit schnell zu handeln.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #255
Es sind aber meist Dominanzprobleme. Selbst bei Rütter geht es immer wieder um Respekt, die Position des Halters, ernst genommen zu werden.

Nur das Ausmaß ist unterschiedlich.

Wir brauchen gar nicht zurück zu den Wölfen. Man muss sich einfach ein normal funktionierendes Hunderudel angucken. Da sieht man noch eindeutig, wie das ganze funktioniert. Alleine meine zwei zeigen mir ganz oft das, was ich in Büchern lese. Und das obwohl man Möpsen nachsagt, dass ausgerechnet sie so wenig hündisch sind, wie es anders nicht geht.

Wir sollen keine Alpharolle annehmen, wie der klassische Rudelführer bei den Hunden. Aber wenn wir die Position nicht entsprechend bekleiden, dann übernehmen die Hunde das, weil sie so etwas brauchen. Ist keiner da, dann werden sie eben Herr der Lage. Da treffen sie auch mal falsche Entscheidungen für Lösungen und in schlechtesten Fällen resultiert daraus ein falsches Verhalten, was sich immer mehr festigt. Wir müssen dem Hund lediglich die Rolle abnehmen Entscheidungen zu treffen. Die treffen wir.

Das kann man alles mit ganz viel Zeit und Liebe machen. Wenn es nur darum geht, dass der Hund nicht 100%ig abrufbar ist und wir die entsprechenden Methoden kennen, dann haben wir alle Zeit der Welt. Wenn ein Hund aber aggressiv ist, dann muss dem Hund auch mal schnell klar gemacht werden, dass wir jetzt die Entscheidungen treffen. Notfalls auch etwas deutlicher, als Frau Maier in der Hundeschule bei ihrem Pudel-Mix.

Es sind auch einzelne Handlungen, die am Hund durchgeführt werden. Der wird ja nicht permanent den ganzen Tag in die Ecke gedrängt und gekickt, damit er sich erinnert, wer hier den Chef spielt.

Ich sehe da kein Problem drin, weil Hunde unsere moralische Vorstellung nicht teilen und durchaus mit sowas umgehen können. Solange dem Hund kein Schmerz zugeführt wird, ist alles in Ordnung. Wenn der Reiz eben etwas stärker sein muss, damit er ankommt, dann ist das halt so. Wenn ich meine beiden beobachte oder auch an meine Rotti-Hündin zurück denke, dann frag ich mich manchmal auch, ob sie in mir nicht den Plüschhasen sehen, der betüdelt werden muss, weil ich ja nie großartig Gegenwehr zeige, wenn sie es mal übertreiben. Erst, wenn ich den Ton der Stimme veränder und entsprechend sauer werde, sehen sie ein, dass ich eben nicht nur ihr Kumpel bin.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #256
Naja, bei wirklichen Extremfällen halte ich mich raus, weil ich da nicht genug von Ahnung habe.

Aber ich habe noch gar nicht viele Extremfälle gesehen in den Sendungen... Denn wenn ich z.B. eine Familie sehe, die 3 Cocker Spaniel halten, die alle drei nicht ausgeführt werden, die null erzogen sind sondern eher verzogen wurden und die dann gegeneinander Aggressionen aufbauen, dann fange ich NICHT beim Hund an, denn die können da nichts für. Statt dessen werden die da von Milan zurechtgewiesen und nachdem alle drei zum Schluß genug eingeschüchtert sind, mussten sie nebeneinander auf einer engen Bank sitzen.

Ganz ehrlich, das ist ein Totalausfall und keine ruhige, bestimmte Energie.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hier noch ein Interview mit ihm wo er selbst keine Antworten parat hat:

 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #257
Hier ein Ausschnitt, da ein Ausschnitt.
Man zieht hier manchmal Dinge komplett aus dem Zusammenhang.

Er ist nicht Gott und er hat auch nicht auf jede Frage eine Antwort, ABER schaut ihr euch auch mal die Resultate an?
Ich bitte euch, er hat soo vielen Hunden geholfen, die sonst eingeschläfert oder ins Tierheim abgeschoben werden sollten!

Er hilft den Leuten die keinen anderen Ausweg mehr wissen und dafür alleine verdient er Respekt! Weil er den Leuten Hoffnung gibt!

Und ich gehe mal davon aus das die meisten, die hier gegen ihn schreiben, einen ruhigen Hund haben. Korrigiert mich (schriftlich und nicht anstupsen bitte) falls ich mich da irre.
Mein Hund ist so ein Hund mit Problemen. Er kann keine Männer, Kinder, andere Hunde (außer große Weibchen - Doggen, Rotweiler ect.), Katzen, Hühner, Gänse, parfümierte Frauen, Fahrräder, Autos, Mopeds und Motorräder ect. pp. leiden kann (was sehr blöd ist, da ich auf einem Dorf mit vieeeelen Gänsen und Hühnern, die auf der Straße rumhüpfen, wohne) und knurrt wie ein Irrer und will drauf und ein 20kg Muskelpacket ist echt schwer zu bändigen. Mit den "Rütterschen" Methoden kam ich da nicht weit. Mit denen von Millan habe ich es geschafft, das er zwar angespannt ist und guckt, aber neben mir läuft und nicht mehr ausrastet.

Es ist im Endeffekt jedem selber überlassen wie er seinen Hund erzieht, aber wenn die Leute, die hier gegen ihn schreiben, ruhige und liebe Hunde haben, die maximal 1 oder 2 Macken haben, sollten nicht darüber urteilen was er macht, denn die haben keine Ahnung wie schwer ein Hund mit schwerwiegenden Problemen ist. Es ist nervenaufreibend, zum heulen und echt zum verzweifeln. Falls diejenigen solche schwierigen Hunde haben und es anders hinbekommen haben, Glückwunsch. Da könnt ihr wirklich sehr sehr froh sein!!!

P.s. Ich guck mir jede Folge an und lerne immer wieder was dazu :) Und am liebsten mochte ich "Daddy" :) Was für ein toller Hund er gewesen ist!!!
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #258
jaaaa, Daddy war genial! ;)

Danke für das Interview. Ich finde es sehr gut, habe gut gelacht, da ich an Millan auch seine Pantomime sehr amüsant finde. Mir ist aber nicht wirklich aufgefallen, dass er keine Antworten bereit hatte.
Peinlich fand ich es eher, dass der Interviewer ihm ins Wort fällt. Sowas ist respektlos, hat Millan aber, ganz wie er halt ist, sehr souverän gemeistert.
Was Millan in diesem Gespräch sagt, kann ich absolut unterschreiben. Ich finde da nichts Verwerfliches.
Spannend auch die Aussage mit der Katze. Genauso ist es doch. Hund kommt an, Katze findet, der Hund sei respektlos und zu nahe und klatscht ihm eine. Hund lernt: halte bei der Katze die Individualdistanz ein, sonst wirds unangenehm.
Ok, die Katze darf das. Aber wenn ich das als Mensch mache, bin ich ein Tierquäler? Das macht doch alles wirklich keinen Sinn ?

Was die Zeit betrifft: das ist ja eben etwas, was ich auch nicht verstehe. Da haben manche Leute einen Hund, die doktern jahrelang an den gleichen Problemen rum. Irgendwann gehts dann besser, da fragt man sich dann aber, liegt es wirklich am Training, oder hat der Hund einfach inzwischen altershalber andere Interessen und nicht mehr genügend Energie?
Wenn in einer Sendung von Millan ein 10 jähriger Hund therapiert wird, der auch schon gebissen hat, dann kann man da wirklich nicht noch 2 Jahre lang "doktern". :?
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #259
Meine Mietz kracht Kenny (Hund) auch immer eine, wenn sie keinen Bock auf kuscheln hat. Und er hat es sehr schnell begriffen :)
Ich wurde schon sehr oft schräg angeguckt, wenn ich ihn korrigiere. Die schauen mich an als hätte ich ihm mitten auf der Straße ins Gesicht gepupst hätte...
Aber wenn ich nichts mache und er benimmt sich daneben, dann schauen sie mich an, als könnte ich gar nichts richtig machen. So oder so, man kann es keinem recht machen.

Wenn man einen Weg gefunden hat, seinen Hund zu erziehen, dann ist das toll, aber manche brauchen eben Tipps und Tricks und sind dankbar für Hilfe in Form von Herrn Millan.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #260
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