ich finde die Britin (die Sendungen spielen aber in Amerika, die Häuser sind doch typisch amerikanisch und sie fahren ja auch rechts, bzw. sitzen im Auto links) schrecklich. Nicht nur optisch sondern auch vom Verhalten her. Kommt die da aufgetakelt daher, hat noch Stöckelschuhe an und versucht verzweifelt, einem Hundehalter mit seinem Hund auf der Strasse hinterher zu rennen, fällt dabei div. Male fast um. Ich meine, gelacht habe ich gut... :lol: Dazu blenden sie dann Kommentare von ihr ein, in denen sie (meiner Meinung nach) die Kunden wirklich schlecht macht und sie auch verspottet.
Sowas macht Millan nicht! Er bleibt da jeweils sehr pragmatisch. Und das rechne ich ihm hoch an. Psychologisch finde ich das auf jeden Fall besser.
Und ich bin halt der Meinung, die Methoden, die sie anwendet, sind "der Situation ausweichen". Klar ist das auch ein Weg. Ich kann den Hund jedes Mal wenn er sich nicht korrekt verhält, aus der Situation rausbringen. Das mag sogar eine Weile gut gehen. Aber jeder Hundehalter kommt irgendwann mal in eine Situation, wo genau das eben nicht geht. Und dann? Angenommen ich hab einen Leinenaggressiven Hund. Dann kann ich doch nicht über Monate jedem anderen Hund ausweichen, den ich antreffe! :?
Was Millan betrifft, da habe ich meine Meinung schon oft geäussert. Ich mag das amerikanische Geschwafel auch nicht und stelle immer wieder fest, wie schlecht das teilweise übersetzt wird. Dennoch sage ich nach wie vor, Millan strahlt was aus. Und er hat eine extrem gute Beobachtungsgabe. Und ist mir immer noch viel sympathischer als diese geschminkte Eule... :mrgreen:
Und ich muss sagen, gerade in Bezug auf das Rudelverhalten, das passt schon. Da ich ja regelmässig mit fremden Hunden on tour bin und auch immer wieder neue Hunde ins Rudel integrieren soll, wende ich seine Methoden gerne an. Erfolgreich! Ich habe Rüden zusammen im Rudel, die eigentlich als unverträglich mit anderen Rüden gelten. Ich habe Hündinnen im Rudel, die sonst mit anderen Hündinnen rumzicken. Hab ich hier alles nicht.
Ich bin überzeugt, dass es daran liegt, dass die Hunde a) mich als "Chef" akzeptieren und b) einfach auch wissen, dass ich die Kontrolle habe. Millan sagt immer, wenn man einen Hund in ein Rudel neu integrieren will (z.B. in seinem Center) muss der Mensch dem Rudel klar machen, dass er den neuen Hund kontrollieren kann. Dann akzeptiert ihn auch das Rudel. Das hat er in einigen Sendungen schon gezeigt. Und ich finde das sehr überzeugend!
Ich hatte letztens wieder eine Situation, wo im Wald (ich war mit 4 Hunden unterwegs) ein fremder Hund (was kleines) auf uns zu rannte, knurrend und kläffend. Ich habe meine Hunde sofort alle HINTER mir versammelt und den kleinen verscheucht. Als ich das dann der Besitzerin des einen Hundes erzählte, wurde sie blasser und blasser und meinte dann nur: "ja aber hat er denn nichts gemacht? Hat der ihn nicht gepackt?" Ich meinte nur trocken: "nööööö".
Dieser "er" ist Rex und bei seinen Besitzern hat er anscheinend regelmässig mit anderen Hunden Beissereien. Der ist im ganzen Quartier schon bekannt. Bei mir? Bisher nie ein Thema!

Und nein, ich habe ihn noch nie stranguliert und er hatte auch noch nie ein Elektroschockgerät an. Ebenso habe ich noch nie eine Rütteldose nach ihm geworfen (das wäre dem sowas von egal, hehe). Gut, das sind ja aber eh mehr Rüttersche Methoden, nicht Millan's...
Edit:
Blackdobermann: das ist immer die gleiche und meines Wissens auch EINZIGSTE Folge, wo er einem Hund einen Schocker anzieht. Dieser Hund ist ein sogenannter red zone Fall, er dreht absolut am Rad wegen der Katze, hat wohl auch schon div. Leute gebissen und ist tatsächlich kaum zu kontrollieren! Der Film von Dir ist leider nur ein kurzer Ausschnitt der ganzen Folge, da bekommt man ganz viele Infos gar nicht mit. Einmal mehr sage ich, diese kurzen, nachbearbeiteten Sequenzen finde ich immer sehr fragwürdig, da hier das Bild der ganzen Sendung und des ganzen Problemes oft total verfälscht oder auch unterschlagen werden...