Ich hatte schon 2 Dobermänner, die durchaus in die Kategorie "außer Kontrolle" gehörten.
Mein erster Dobermann hatte extreme Skepsis vor Männern, Männer mit Stöcken(auch der damalige 80Jährige Nachbar, der sich nur noch am Stock festhalten konnte) klinkte das Hirn bei ihm aus und wurde massivst aggressiv.
Zu dieser Zeit gab es keinen Rütter, keine Hundenanny und auch keinen Milan.
Nachdem ich mir Hilfe bei einem Hundetrainer auf einem Dobermannplatz suchte, bekam ich die Info, das er mehr als nur zum "Stellen" eines ungebetenen Gastes ausgebildet wurde. Mir wurde ein Stachelhalsband geschenkt, da ich noch viel Arbeit mit ihm haben würde.
Ich ging....
Fand dann einen Trainer der bei/mit Jan Nijboer mit gearbeitet hat.
Mein Hund war auch bei Katzen Kontakt/ auf Sicht nicht mehr ansprechbar und für mich nur noch schwerlich zu halten.
Allein bei dem Wort Katze drehte er total ab....:evil:
Bei unserem Training gab es keine Würgehalsbänder, Kniffe in die Seite oder Tritte/Schubser.
Auch nicht in Situationen wo er nicht mehr kontrollierbar war.
In der Anfangszeit wurden solche Situationen versucht zu meiden. Was in einer Katzengegend echt schwer war.
Kam ich in so eine Situation, wurde abrupt abgedreht! Raus und weg von Dingen die ihn auf 380 brachten.
Es hat einige Monate gedauert und es gab natürlich auch Frust Situationen, aber letztendlich ist aus ihm ein super Kerl geworden.
Katzen jagen passierte nur noch Nachts in seinen Träumen...

Bei fremden Männern achtete er auf meine Körpersprache und Kommandos.
Es geht ohne die Halswürgereien, es geht ohne Schubsen und ohne runter drücken. Es dauert nur länger!
Ich hatte da einen selbstagierenden dominaten Rüden, der anfangs mit einem Schubsen sich sicherlich ins Bein des Schubsers (oder schlimmer noch direkt zur Kehle) verbissen hätte.
Ein runter drücken wäre bei der Kraft und der Größe auch nicht möglich gewesen. Auch kein Rütter oder Milan hätte das vollbracht.
Eine Wasserpistole hätte den noch viel weniger tangiert.
Diesen ultimative Schalter (schubsen,drücken,schhht,Rappeldose oder Wasser) gab es bei ihm nicht.
Was dann?
Es liegt viel an einem selbst.
Die Hunde haben den ganzen Tag Zeit uns zu studieren, jede Zuckung können sie deuten und somit auch in schwierigen Situationen.
Wenn ich unsicher bei schwierigen Situationen bin, dann fühlt er das und der Hund wird versuchen die Führung zu übernehmen, sie auf seine Weise zu klären.
Ebenso ist es mit klaren Befehlen. Bist du inkonsequent oder larifari...wieso sollte dein Hund dir dann genau folgen, wenn du selbst nicht genau weißt, was du meinst?!
Konsequenz heißt aber nicht gleich, das der Hund mit Strenge gedrillt werden muß.
Wir haben alles so sehr geübt, bis sie perfekt saßen und diese dann in immer schwierigeren Situationen gefestigt.
Wie gesagt, das hat gedauert....aber es war ein tolles Gefühl, als er an einer Katze verächtlich niesend vorbei ging.
Bei Männern blieb zwar die Skepsis, aber er achtete darauf ob ich ihm Zeichen zur Entspannung gab.
Ich habe mir aber auch nicht alle Folgen von Milan angeschaut.
Komme ich nicht weiter bei einem Problem mit einem Hund, suche ich mir persönliche Hilfe.
Das Fernsehen zeigt nur Möglichkeiten, aber jeder Hund jedes Tier ist doch anders!
Ich warte noch darauf, das es mal erste Folgen von Katzennannys gibt oder Würgehalsbänder für bissige im Haus gehaltene Schlangen gibt
Jeder erzieht doch seine Kinder auch anders...und auch da würde es immer wieder Diskussionen geben.
Milan als auch Rütter sagen ja, das meist der Mensch das Problem ist.
Es ist nur eine Frage, wie man eine richtige und vernünftige Kommunikation zu seinem Hund findet.
...puhh...soviel wollte ich gar nicht schreiben:roll::eusa_doh: