Ich bin da immer furchtbar emotional wenns um Tiere geht :uups:
Das kann ich verstehen. Als ich angefangen hab, mich zu informieren, gings mir genauso. Ich war auf alle sauer, die das Thema nicht interessiert hat oder die lapidar meinten, es würde ja nunmal nicht anders gehen. Irgendwann habe ich dann eben Bücher gelesen, wie die oben genannten und man bekommt einen... besseren Blick, finde ich. Nicht durch Emotionen gelenkt, sondern rational mit Vor- und Nachteilen. Ich habe mich dann viel mit einem meiner Dozenten unterhalten (er ist Mediziner und arbeitet aber eben auch bei Ethikräten und Politikberatung) und er hat mich dann in dem, was ich denke, bestätigt. Es ist nicht alles einseitig schlecht und einseitig gut. Solche Fragen haben immer Graustufen. Deswegen empfehle ich die o.g. Bücher umso mehr, weil sie auch ein wenig das Leid beheben, welches man hat, wenn man sich vermehrt mit der Thematik beschäftigt. Zumindest ich fühlte mich anfangs recht rastlos, weil so viel Info auf einen einfällt und man kaum was machen kann. In diesen Büchern gibts keine grausaumen Bilder, es wird nicht übertrieben oder verharmlost. Natürlich werden Versuchsreihen o.ä. auch mal ungeschönt erklärt, das lässt einen manchmal schlucken, aber es ist nicht obszön oder skandalträchtig, wie auf vielen Info-Seiten im Internet (da gehts übrigens auch um Vegetarismus/Veganismus. Vielleicht für die Veggis ganz interessant).
Nichtsdestotrotz sind für mich TV generell nichts, was ich bewusst unterstützen möchte. Meine persönliche Meinung bleibt einfach jene, dass ich nicht glaube (und kein relevanten Fakten oder Zusammenhänge dafür gesehen habe), dass Tierversuche auf den Menschen übertragbar sind. Tatsächlich halte ich "Übereinstimmungen" oftmals für Zufälle, die dann als Übereinstimmung geschimpft werden. Mäuse sind nunmal keine Menschen und Menschen sind nunmal keine Hunde. Dass AB bei Hund und Mensch anspringen ist für mich noch kein Beweis, dass wir in dem Bereich "ähnlich sind". Es hätte ja auch anders kommen können. Dass es beide vertragen wusste man ja auch erst sicher, als beide Spezies diese Medis genommen haben und nicht als nur der Hund getestet wurde. Sicherlich hat man es vermutet, aber ein Beleg? Hätte ja auch wie beim Contergan-Fall ablaufen können.
Ich kann diesen Tieren nicht dankbar sein. Sie tun mir einfach leid. Ich halte nichts davon, andere Spezies für so etwas zu nutzen, wenn sie davon selbst keinen Vorteil haben. Nicht alle Medis, die für den Menschen getestet werden, können auch von anderen Tieren genutzt werden. Trotzdem werden sie an diesen getestet. Auf der anderen Seite wehrt man sich vehement, Menschen in ersten Versuchen als Versuchs"tier" zu nutzen. Zurecht. Aber eben deswegen finde ich es auch nicht gut, andere Spezies dafür nutzen zu müssen. Die Meinung teilt nicht jeder mit mir, aber für mich sind die meisten Tierarten nicht weniger wertvoll als der Mensch. Und was ich dem Menschen nicht antue, tue ich diesen Tieren auch nicht an. [VERSTECK]bitte interpretiert nicht so viel in die Wörter "antun" o.ä. hinein. Sie sind nicht so bedeutungsschwanger gemeint, wie sie vielleicht ankommen. Ich versuche nur meine Meinung auszudrücken ohne andere da irgendwie nieder machen zu wollen. Manchmal habe ich allerdings keine besseren Wörter gefunden.[/VERSTECK]
Aber gut, es geht jetzt nicht um medizinische Tierversuche, sondern ums Rauchen. Da sehe ich tatsächlich keinen möglichen sinnvollen Zusammenhang. Es nervt mich einfach nur ungemein, wie wenig in alternative Forschung investiert wird. Ich denke, es könnten sonst schon viel mehr TV ersetzt werden.