Die Sache mit der Leinenpflicht

Diskutiere Die Sache mit der Leinenpflicht im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Ist das wirklich eine Theorie? Habe ich noch nie von gehört (und hatte bis vor etwa einem Jahr teilweise extreme Ängste die mich massiv am Alltag...
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #121
Off-Topic
Ich möchte ergänzen, dass es tatsächlich Schmerzreize sind, die einem Menschen aus einer Panikattake raus helfen. Ich da eine Reihe von Methoden gelernt, die man (nach Absprache) anbieten kann. Besonders "beliebt" sind scharfe Chilis und das Riechen an Amoniak (bekommt man in Ampullen) ohne diese Reize ist logisches Denken nicht möglich. Die Situation, das Angstgefühl ist Lähmend und dreht sich im Kreis.
Kannst du dir Vorstellen so eine Angst zu haben, dass dir nur etwas Hilft, das körperliche Schmerzen verursacht?
Ist das wirklich eine Theorie? Habe ich noch nie von gehört (und hatte bis vor etwa einem Jahr teilweise extreme Ängste die mich massiv am Alltag gehindert haben).
Kann mir nicht vorstellen, dass ich einen extremen Stresszustand wie Angst durch einen weiteren Stresszustand wie Schmerz abmildern könnte. Minus und Minus ergibt doch hier nicht Plus? :eusa_think:
Mal ganz abgesehen davon, dass das Angstgefühl in seiner höchsten Ausprägung über der Intensität von körperlichem Schmerz steht (zumindes so "gängige" schlimme, körperliche Schmerzen wie Zahnschmerzen etc, weiß nicht wie es wäre wenn einem jemand ein Bein abhackt).
Aus meinem Erleben heraus treten Schmerzreize bei einem schlimmen Angstzustand also eher in den Hintergrund und werden überhaupt nicht wahr genommen (was auch evolutionär Sinn macht, denn Angst ist ein Schaltkreis der dafür sorgen soll, dass man bei Gefahr flüchtet und sein Leben rettet, da kann keine Rücksicht mehr auf Schmerzreize genommen werden).
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #122
Off-Topic
Wo genau hast du das gelernt?
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #123
Na wie gesagt, ohne Leine wäre es vielleicht gar nicht dazu gekommen.
Aber auch wenn ein Hund unangeleint ist, und beißt, muss es ja nicht gleich heißen, dass er sich im Menschen festbeißt, oder ihn zerfleischt.
Sobald die Kontrolle in Form von Leine fehlt, malen sich die Menschen gleich die schlimmsten Szenarien aus.
Wobei wir an dieser Stelle festhalten wollen, dass die meisten Beißvorfälle im familiären Umfeld geschehen. Das aber nur am Rande.
Natürlich kann man auch zu einem unangeleinten beißenden Hund zügig hingehen, und ihn vom Opfer wegnehmen. Wer macht das denn bitte nicht?!


Ich würde das nicht tun. Ich könnte nicht zu einem Hund gehen, der gerade jemanden beißt und ihn da wegholen.
Eventuell bei meinem eigenen Kind, wobei ich da wohl eher aus Panik mit irgendwas draufhauen würde oder so - kann ich nicht genau sagen, ich war nie in einer solchen Situation.
Und ja, es mag sein, dass es ohne Leine nicht dazu gekommen wäre - das kann ich nicht beurteilen, ich war nicht dabei. (Und auch so könnte ich es nicht beurteilen.)
Und man malt sich diese Szenarien aus, zumindest ich, weil ich es in meinem Umfeld erlebt habe.
Eine gute Bekannte hat eine dicke Narbe unterm Auge und auf dem Kopf, da sie als Kind von einem fremden, unangeleinten Hund gebissen wurde.
Solche Beispiele kommen mir automatisch in den Kopf, da kann ich so viel denken, dass mir der fremde Hund ja nichts tun kann, wie ich will - wenn er auf mich zukommt, würde ich am liebsten schreiend wegrennen oder mich verstecken.




Indem man den Hund sozialisiert.
Wenn man sich einen bissigen Hund aus dem Tierheim holt, muss man ihn die erste Zeit eben erst mal mit Maulkorb rumlaufen lassen. Nur der verhindert sicher das beißen.
Ein gut erzogener und sozialisierter Hund lässt sich auch auf Entfernung von Passanten und deren Hunden fernhalten.


Leider gibt es keine Garantie, dass alle, die ihren Hund für erzogen halten, diesen auch wirklich erzogen haben.
Fast wie bei Kindern, man DENKT, es würde dasunddas niemals tun und zack - es tut es doch.
Und wie bringst du dem Hund das bitte bei, dass er niemals! zu anderen Hunden und Menschen (und was es sonst so gibt) hingeht?




Er ist gesetzlich verankert (genau wie die SoKa-Listen) von Politikern, die in ihrem Leben noch nie ein Hundebuch gelesen haben.
Man sollte mehr aufklären. Vor allem über Hundeerziehung.
Wer seinen Hund nicht erziehen will oder kann, oder wer einen sehr schreckhaften oder ängstlichen oder aggressiven Hund hat, der muss natürlich anleinen, keine Frage. Ich bin nicht grundsätzlich gegen das anleinen. Ich bin nur gegen das unnötige, pauschalisierte, per Rechtsgewalt aufgenötigte anleinen MÜSSEN.
Anleinen sollte situationsabhängig und hundeabhängig sein.


Wenn es nicht verankert wäre, würden alle sagen "meiner braucht das nicht!"
Was mich interessiert: wie siehst du das beispielsweise auf Spielplätzen? Sollte man Hunde DA grundsätzlich anleinen?
Hier laufen nämlich viele herum, auch mal frei, was nicht allen Eltern und Kindern schmeckt.


Ich hab auch kein Pferd, aber rege mich auch nicht auf, wenn ne Reitertruppe den gesamten Weg für sich in Anspruch nimmt, und ich zwischen die Bäume springen muss mit meinen Hunden. Die haben genauso ein Recht da zu sein, wie ich.
Obwohl ich kein Pferd besitze, hab ich schon einiges über deren Verhalten gelesen, um mich bei einem Zusammentreffen richtig verhalten zu können.
Über Straßenverkehr lernt man ja auch einiges, selbst wenn man kein Auto hat.
Natürlich, doch man muss ein Interesse dafür haben - hab ich, sonst würde ich hier nicht schreiben und ab und an mal in den Hundebereich reinschnuppern, meine hundebesitzende Verwandschaft befragen oÄ
(nur so als Info, ich gehe längst nicht bei jedem von ihnen gerne ins Haus, es gibt nur einen Hund in der Verwandschaft, wo ich sage, dass ich da keine Angst habe und diesen Hund wirklich vergöttere)
Nur: man muss auch die Zeit dafür haben. So blöd das klingt, wann soll ich neben Kind und Medizinstudium noch Bücher über Hunde wälzen?
Und Theorie und Praxis sind meilenweit entfernt.
Wenn ich weiß, was ein Verhalten theoretisch aussagt, heißt das nicht, dass es bei jedem Hund so zu deuten ist.
Bei dem Hund meiner Oma weiß ich, was er wann wie sagen will. Mit ihm komme ich auch aus.


Trotzdem kann ich in der Praxis bei fremden Hunden keinen Zusammenhang zwischen Gelesenem und gerade gezeigtem Verhalten erkennen - die Angst dominiert.


Konfrontieren tue ich niemanden mit meinem Hund.
Doch, für mich wäre es eine Konfrontation, wenn dein Hund auf mich zukommt und du nicht in "Greifnähe" bist.
Weiß ich, ob du deinen Hund unter Kontrolle hast als Fremder?
Ich signalisiere meist, dass ich gerne Distanz hätte, meistens wird es aber gekonnt ignoriert und ich hole mein "Tierabwehrspray" heraus.
Dann wird meist sofort reagiert.
Natürlich würde ich nicht sprühen, wenn der Hund mir nicht zu Nahe kommt, aber dann realisieren die Besitzer, die vorher auf meine netten Bitten "geschissen" haben, dass ich es wirklich ernst meine und nicht nur pöbeln will.


Eine Beleidigung sollte es nicht sein, nur ein Hinweis darauf, dass hier alles genormt und gemaßregelt und unter Zwang sein muss, damit es angeblich funktioniert. Wenn du nur normkonform lebst (was ich nicht hoffe, und nicht glaube), ist das halt arm.
Was ist daran arm, sich an Richtlinien zu halten?
Sorry, aber das finde ich ernsthaft dreist.
Lebt man nur ein erfülltes und schönes Leben, wenn man auf Regeln scheißt und beim Autofahren mit seinem Handy spielt, um es mal überspitzt zu sagen?


Das mit dem Zigarettenrauch in ne Tüte pusten funktioniert nicht , auch nicht, wenn es eine spezielle Papierfiltertüte ist. Einen Hund zu sozialisieren, und zu erziehen, so dass er nicht für andere gefährlich ist, funktioniert schon.


Und wie? Wieso bekommen es dann manche nicht hin?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Off-Topic
Wo genau hast du das gelernt?


Das wurde in unserem "Angst" Seminar im Rahmen der Psychologievorlesungen auch mal angesprochen, ich kann, wenn die Semesterferien rum sind, mal in der Bib nachsehen, wenn es dich oder andere interessiert, ob es dazu fundierte Theorien gibt.
ich muss ja zugeben, dass ich da eher im Anatomiestress war und nur mäßig mitgeschrieben habe.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #124
@Hoffnungsgarten:

Mich würde jetzt einfach nochmal grundsätzlich interessieren: Was für Hunde hast du? Welche Rasse? Wie alt? Woher und wie lange bei dir?

Hattest du schon mal einen angstaggessiven, nur halb sozialisierten Hund mit schlechten Erfahrungen in Bezug auf so ziemlich alles?
Hattest du schon mal einen artgenossenaggressiven Hund mit schlechten Erfahrungen auf allen Ebenen der Hundebegegnungen?
Hattest du schon mal einen ehemaligen Kettenhund, der noch nie etwas anderes gesehen hat als den Hof und seine Hütte?
Hattest du schon mal einen Vollblutjagdhund?

Klar kann mal viel wieder ausbügeln, aber Hunde mit extremen Vorerfahrungen oder starken Trieben sind und werden NIE zu 100% kontrollierbar sein. Punkt.
Und ich finde es ziemlich frech zu behaupten, dass hier jeder der seinen Hund anleint oder an der Leine führt in bestimmten Situationen, keine Ahnung von Hundeerziehung hat! :eusa_eh:
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #125
Off-Topic
@: Praktikum in einer Ambulanten Therapiegruppe. Einige Patienten haben es auf Anraten der Therapheuten bekommen, es ist tatsächlich ein Blocker für extreme Notfälle. Die Patienten, mit denen ich gesprochen habe schwören darauf. Ich selbst habe (zum Glück) keine Panikattaken aber ich esse gerne scharf, ab einer gewissen Scovillezahl kannst du an nichts anderes als an Schmerz denken (auch ohne gefährliche Folgen, zur selbsttherapie würde ich natürlich keinem raten!). Das nächste Problem ist, die Schmerzreize wirken nur anfänglich und nutzen sich irgendwann ab. Ich denke daher wurde sie in der Ambulanten verwendet, denn da sind die Patienten ja intensiv in Behandlung

Edit: Die Amoniakfläschen haben sie dort selbst ausgegeben
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #126
Off-Topic
Das wurde in unserem "Angst" Seminar im Rahmen der Psychologievorlesungen auch mal angesprochen, ich kann, wenn die Semesterferien rum sind, mal in der Bib nachsehen, wenn es dich oder andere interessiert, ob es dazu fundierte Theorien gibt.
ich muss ja zugeben, dass ich da eher im Anatomiestress war und nur mäßig mitgeschrieben habe.
Wenn du's zeitlich hinbekommst interessiert es zumindest mich auf jeden Fall.
Ich habe zwar bereits eine gute Lösung und Therapie für meine Ängste gefunden aber bin dennoch interessiert was es noch für Ansätze gibt (auch wenn das Lesen der "Ideen" einiger Autoren mich manchmal zugegeben ein wenig triggert, denn einige Therapieansätze sind wirklich nichts als Folter und ich bin dann immer froh nicht an so einen Therapeuten geraten zu sein, bzw dass ich in der Lage war mich selbst zu schützen und dann gegangen bin wenn es mir nicht gegen den Strich ging (nicht einfach, weil die Threapeuten mir dann oft "Therapieunwilligkeit" vorgeworfen haben wenn ich ihre Methoden nicht mochte :?)).
Trotzdem bin ich nach wie vor interessiert, viele Sachen sind ja auch harmlos, die kann man ja ruhig mal ausprobieren (Schmerz ist immer noch weniger schlimm als der Trigger (sonst gäbe es z.B. keine Zahnarztphobiker ;)), also klingt das jetzt erstmal nicht so gruselig).
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #127
Na wie gesagt, ohne Leine wäre es vielleicht gar nicht dazu gekommen.
Aber auch wenn ein Hund unangeleint ist, und beißt, muss es ja nicht gleich heißen, dass er sich im Menschen festbeißt, oder ihn zerfleischt.
Sobald die Kontrolle in Form von Leine fehlt, malen sich die Menschen gleich die schlimmsten Szenarien aus.

Der Hund wirkte nicht auf mich, als hätte er freiwillig loslassen wollen.
Das war kein Warnschnapper, sondern ein "Ich zeig's dir."
Nur dadurch, dass er sofort zurückgerissen wurde, konnte Schlimmeres verhindert werden.
Auch von meiner Seite aus, denn dann hätte ich ihm mal gezeigt, wo's lang geht.

Und ja, Hoffnungsgarten, es geht um Leinenpflicht.
Und deshalb passt meine Argumentation durchaus.
Du hast nämlich nur den ersten Teil meines Beitrages zitiert und so aus dem Kontext gerissen wirkt es durchaus deplaziert.
Jedoch schrieb ich, dass ich froh war, dass dieser Hund angeleint war, da er vermutlich nicht so schnell los gelassen hätte und die Situation anders ausgegangen wäre.
Da es sich bei meiner Situation um privates Gelände handelt, auf welchem definitiv Anleinpflicht herrscht (Parkordnung), würde ich jeden Hundebesitzer, der sich nicht dran hält, des Geländes verweisen.
Hund erzogen oder nicht spielt keine Rolle.

Deshalb frage ich mich, warum man sich anmaßt, sich einfach über so eine Regelung hinwegzusetzen?
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #128
Hoffnungsgarten, wie alt bist du?
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #129
Hat sie nicht angegeben, dreiunddreißig zu sein?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Off-Topic

Wenn du's zeitlich hinbekommst interessiert es zumindest mich auf jeden Fall.
Ich habe zwar bereits eine gute Lösung und Therapie für meine Ängste gefunden aber bin dennoch interessiert was es noch für Ansätze gibt (auch wenn das Lesen der "Ideen" einiger Autoren mich manchmal zugegeben ein wenig triggert, denn einige Therapieansätze sind wirklich nichts als Folter und ich bin dann immer froh nicht an so einen Therapeuten geraten zu sein, bzw dass ich in der Lage war mich selbst zu schützen und dann gegangen bin wenn es mir nicht gegen den Strich ging (nicht einfach, weil die Threapeuten mir dann oft "Therapieunwilligkeit" vorgeworfen haben wenn ich ihre Methoden nicht mochte :?)).
Trotzdem bin ich nach wie vor interessiert, viele Sachen sind ja auch harmlos, die kann man ja ruhig mal ausprobieren (Schmerz ist immer noch weniger schlimm als der Trigger (sonst gäbe es z.B. keine Zahnarztphobiker ;)), also klingt das jetzt erstmal nicht so gruselig).

Off-Topic

Nach der anstehenden Prüfung bekomm ichs bestimmt hin.
Oh ja, Dentophobie ist wirklich schlimm, ich werde diese Woche hingeschliffen. Nicht, dass ich schlechte Zähne hätte, aber meine Weisheitszähne kommen durch und ich schiebe den Kontrolltermin auch schon ewig auf.
Ja manche Theorien sind wirklich nicht schön zu lesen, da muss ich dir zustimmen. Darf ich fragen, ob du da jemand spezielles hast?
Und das ist oft so, dass Therapeuten mit "ihrer Schiene" fahren und wenns nicht zu jemanden passt, ist er "non compliant". Deshalb sind gute Therapeuten schwer zu finden, zumindest, wenn man einen will, der sich auf den Patienten einstellt und nicht den Patienten auf die Therapie.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #130
Off-Topic
Oh ja, Dentophobie ist wirklich schlimm, ich werde diese Woche hingeschliffen. Nicht, dass ich schlechte Zähne hätte, aber meine Weisheitszähne kommen durch und ich schiebe den Kontrolltermin auch schon ewig auf.
Wobei ja der "Hardcore-Phobiker" ja auch hier die Situation zu 100% vermeidet. Ich kenne Phobiker die waren 30 Jahre nicht beim Zahnarzt und haben zudem offenbar noch schlechte Gene, so dass von den echten Zähnen wirklich nichts mehr übrig ist. Trotzdem sind alle Scham und aller Schmerz nicht so schlimm wie der Angstreiz bei Konfrontation mit dem Trigger :(
Ich war auch 10 Jahre nicht beim Zahnarzt (hatte aber Glück, bei mir war auch danach nicht viel kaputt ;)), meine Weisheitszähne verteidige ich aber auch immer noch mit Klauen und Zähnen :)lol:). Wenn's da nach den Zahnärzten ging hätte die bei mir ja schon mit 15 "dringend (!) rausgemust weil da jeden Moment Probleme auftauchen können", jetzt bin ich mitte 30 und hab die Dinger immer noch ohne das jemals ein Problem aufgetaucht ist. Die Teile kriegen sie auch so schnell nicht aus mir raus, höchstens erst wenn ich denn dann wirklich ein ernstes Problem damit habe ;)

Ja manche Theorien sind wirklich nicht schön zu lesen, da muss ich dir zustimmen. Darf ich fragen, ob du da jemand spezielles hast?
Forcierte Exposition!
Wird leider immer noch und immer wieder gemacht. Wobei der Zwang darin besteht dem Patienten ein schlechtes Gewissen (und Therapieunwilligkeit :roll:) einzureden wenn er nicht bereit ist sich dem Reiz auszusetzen.
Dieses ewige "man muss sich der Sache stellen und die Angst aushalten dann merkt man das es besser wird" hat bei mir nie funktioniert, alles was ich in den Situationen wahrgenommen habe war "PANIK!!!" und später die Erkenntnis "Das mach ich nie wieder".
Da heißt es dann nur immer, man müsse sich eben noch öfter dem Reiz aussetzen bis man abstumpft (klar, man kann auch die Hand auf die heiße Herdplatte drücken bis die Nerven abgestorben sind, dann tuts auch nicht mehr weh). Mir ging es damit jedenfalls immer nur schlechter ("Das ist ganz normal, es muss erst schlimmer werden bevor es besser wird") und ich habe jedes Mal das Gefühl gehabt dass die Therapien mir nur schaden (weswegen ich mich ja dann immer nur "unterbewusst gesperrt" habe oder sowas).

Letztes Jahr hatte ich 4 (selbstbezahlte) Hypnosesitzungen, seit dem lebe ich ein (fast) normales Leben ohne mich in der Therapie auch nur ein einziges Mal dem Reiz aussetzen oder "die Angst durchleben" zu müssen.
Alle Sitzungen waren sehr angenehm und haben sogar Spaß gemacht, ich habe insgesammt 400 Euro dafür bezahlt und wohl noch nie in meinem Leben Geld so gut angelegt ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #131
Off-Topic
Ich bin ja ebenfalls Angstpatientin und habe auch einen "Notfallkoffer", der allgemein über die Sinne arbeitet und er beinhaltet auch speziell Dinge, die Schmerz zufügen. Immer dabei ist z.B. ein Ring aus Drähten, der so geformt ist, dass er am Finger "drückt" bzw "sticht". Allerdings sind die Dinge, die Schmerzen verursachen eigentlich nicht für Panikattacken gedacht, sondern für dissoziative Zustände. Für die Panikattacken habe ich immer Benzo's dabei. Etwas anderes hilft mir dann auch nicht.

Kann mir aber dadurch schon vorstellen, dass es diesen Therapieansatz auch bei Panikattacken gibt. Ich denke auch Panikattacken können vielschichtig sein und oft versetzt man sich ja gedanklich in einen ganz anderen Zustand, ähnlich der Dissoziation. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in so einem Fall helfen kann, wenn ein Schmerzreiz einen heraus holt aus dem "Gedankengefängnis". Bei den Panikattacken die ich habe, die ich als pure und direkte Todesangst bezeichnen würde (ohne viel Nachdenken in dem Moment) helfen mir Schmerzen auf jeden Fall nicht um "heraus" zu kommen. Wie Kompass schon sagte, nehme ich sie gar nicht wirklich wahr in dem Moment.

Immer wieder faszinierend unsere Psyche...
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #132
@Hoffnungsgarten:

Mich würde jetzt einfach nochmal grundsätzlich interessieren: Was für Hunde hast du? Welche Rasse? Wie alt? Woher und wie lange bei dir?

Hattest du schon mal einen angstaggessiven, nur halb sozialisierten Hund mit schlechten Erfahrungen in Bezug auf so ziemlich alles?
Hattest du schon mal einen artgenossenaggressiven Hund mit schlechten Erfahrungen auf allen Ebenen der Hundebegegnungen?
Hattest du schon mal einen ehemaligen Kettenhund, der noch nie etwas anderes gesehen hat als den Hof und seine Hütte?
Hattest du schon mal einen Vollblutjagdhund?

Klar kann mal viel wieder ausbügeln, aber Hunde mit extremen Vorerfahrungen oder starken Trieben sind und werden NIE zu 100% kontrollierbar sein. Punkt.
Und ich finde es ziemlich frech zu behaupten, dass hier jeder der seinen Hund anleint oder an der Leine führt in bestimmten Situationen, keine Ahnung von Hundeerziehung hat! :eusa_eh:

DANKE!

Ich wette um 100€, dass Hoffnungsgarten sowohl an meiner Linda, als jetzt auch an meiner Daisy verzweifeln würde!
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #133
Hallo ihr Lieben,
na da kocht ja ganz schön was hoch.

Ich finde es zu einfach und auch ein wenig unfäir, wenn sich alle gegen einen User/seine Meinung einschießen - solange diese keine tierquälerischen boshaften Inhalte haben.

Was macht denn Hoffnunggarten? Sie geht mit ihrem Hund / Hunden vorzugsweise (oder Immer) ohne Leine . Sie ist sich ihrer Sache so sicher, daß sie dies wenn ich das richtig verstanden habe auch in der Stadt / oder Strassen macht. Ob das nun gerechtfertigt ist, mutig oder übermutig - das kann man ja nicht sagen - zumindest ich habe sie noch nie bei so einem Spaziergang begleitet oder getroffen.

Sollten ihre Hunde / Hund wirklich so dermaßen gut hören und erzogen sein.....bringt sie ja weder sich noch andere in Gefahr. Natürlich riskiert sie damit eine Strafe vom Ordnungsamt - falls sie erwischt wird.Das scheint sie in Kauf zu nehmen und ist genauso ihre Sache, als würden sie falsch parken.
Offensichtlich tickt sie und ihre Hunde anders, zugegeben auch anders als ich. Deshalb muss man sie ja nun nicht dermassen dissen.

Ja, ich gehe auch oft ohne Leine, ja auch in Leinenpflichtigen Gebieten.....lasse aber meine Hunde absitzen wenn jemand kommt und weiß da, dass sie zu 100% vollkommen desinteressiert sind an anderen Menschen, Hunden oder Wild - sogar Katzen interessieren sie nicht. (Aber so ähnlich hat das Hoffnungsgarten doch auch beschrieben)
Trotzdem Leine ich meine in der Stadt - und ja ich nehme sie ab und an dahin mit - an. Halt an der Leine - Weil ICH mir das nicht zutraue und ICH tatsächlich in dem Fall meinen Hunden , ob der ungewohnten Umgebung nicht zu 100% VERTRAUE und diesem Fall (in der Stadt) gerne auch Rücksicht nehme auf die 50% der Menschheit die vor meinen Großen eben ohne Leine Angst haben . (Das wäre der Einzige Vorwurf den ich Hoffnungsgarten machen könnte...)

Aber das heißt doch nicht, daß Hoffnungsgarten es genauso so sehen muss oder jemand das Recht haben so dermaßen auf sie ein zuhacken - dass sie sich natürlich nur noch genervt/sauer wehren kann.

Was genau stört euch denn so dermaßen - ich meine die Frage ernst! Wenn ihr Hund / Hunde tatsächlich so am Mann sind, sie niemanden jagen, bespielen, bebellen...nicht erschrecken etc. wo genau liegt denn jetzt das Problem? Dass Hoffnungsgarten sich nicht an die öffentlichen Regeln hält - das mag ich kaum glauben.Woran liegt es also?

Liebe Grüße Suno
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #134
An genau dem was du selber auch geschrieben hast. Zu denken sie hätte die Hunde zu 100% unter Kontrolle ist realitätsfern und meiner Meinung nach fahrlässig. Dann die Sache mit der Rücksicht, die du auch angeführt hast. Das wars im Prinzip auch schon.

Ich denke viele hier geben eher weniger auf die Vorschriften, als einfach auf den gesunden Menschenverstand gepaart mit Rücksicht und einer Portion Vorsicht.

Hoffnungsgarten kümmert sich um nichts davon. Das ist zumindest der Eindruck den das hier Geschriebene auf mich macht. Alle anderen haben dann ihrer Meinung nach eben unerzogene Hunde und sind nur neidisch.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Übrigens laufen ihre Hunde nach ihrer Aussage nicht neben ihr, also nicht "am Mann" in dem Sinne. Also ohne Leine und nicht neben ihr in einer Fußgängerzone mit dem Irrglauben sie hätte sie zu 100% unter Kontrolle, selbst wenn etwas Unvorhergesehenes passiert und sie sich z.B. erschrecken. Findest du das etwa in Ordnung? Von Vorschriften jetzt mal ganz abgesehen.
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #135
Was genau stört euch denn so dermaßen - ich meine die Frage ernst! Wenn ihr Hund / Hunde tatsächlich so am Mann sind, sie niemanden jagen, bespielen, bebellen...nicht erschrecken etc. wo genau liegt denn jetzt das Problem? Dass Hoffnungsgarten sich nicht an die öffentlichen Regeln hält - das mag ich kaum glauben.Woran liegt es also?

Mich persönlich stören diese Aussagen:

Aber wahrscheinlich darauf, dass ich in der Lage bin, sie zu erziehen? Weil du sie nicht unter Kontrolle hast ... (Thema Neid in Bezug auf leinenlose Hunde in der Stadt und eine unterschwellige Unterstellung jeder, der seinen Hund in der Stadt anleint bzw. nicht in die Stadt geht hat ihn nicht erzogen)

Nur weil ihr noch nie einen erzogenen Hund erlebt habt, und nicht in der Lage seid, euch Bildung darüber anzueignen, müsst ihr nicht gleich auf mir rumhacken.

Wenn man richtig lernt, mit einem Hund zu kommunizieren, legt man den Irrglauben mit der Leine ganz schnell ad acta.

Beides unterstellt Leinennutzern, dass der Hund nicht erzogen sei.

Erschrecken darf mein Hund, vor ein Auto rennt er deswegen trotzdem nicht. Auch nicht in andere Menschen. (ich kenne zwei Hunde, die ebenfalls immer ohne Leine unterwegs waren (an sich nichts Verwerfliches) und deren Besitzer sich zu 200% sicher waren, dass ihr Hund immer und überall kontrollierbar ist - der eine Hund ist tot, da er vor einen Zug gelaufen ist, der andere laboriert seit zwei Jahren mit zwei gebrochenen Hüften herum, da er dann doch mal vor einem Auto landete, denn kein Hund dieser Welt kann ein Auto oder Zug richtig einschätzen und eventuelles Fehlverhalten des Fahrzeugführers vorhersehen und einkalkulieren!

Möchtet ihr beide eure Hunde artgerecht halten oder nicht? (dies unterstellt den Befolgern der Leinenpflicht nicht-artgerechte Haltung - unabhängig davon, dass die Leinenpflichtauflagen sicher diskutierbar etc. pp sind)

Nicht, wenn man seinen Hund gut erzogen hat. (Thema Gültigkeit der Leinenpflicht: ich bin auch gut erzogen, dann muss ich mich beim Autofahren also auch nicht mehr anschnallen, am Zebrastreifen nicht mehr anhalten und darf bei Rot über die Ampel?)

Meine Hunde sind im Wald zu Leg- und Setzzeiten immer an der Leine - auch der Schäferhund, der auch ohne Leine an mir klebt. Auf hohe Wiesen, gemähte Wiesen mit ausliegendem Heu etc. lasse ich sie nicht drauf, egal ob mit oder ohne Leine. Und ich bin bemüht Rücksicht zu nehmen, immer und überall. Ja, vielleicht zu sehr. Aber wer der "Assi mit den drei Hunden" ist, wessen Hunde von Radfahrern in die Seite getreten werden mit den Worten "Dreckstölen", wem schon Giftköder/Luftgewehrattacken angedroht wurden, wenn der Hund noch ein einziges Mal mehr als 20cm von meinem Bein entfernt das Grundstück passiert, dann wird man eben so. Und lieber hab ich meine Hunde einmal zu viel an der Leine, als einmal zu wenig. Ich schütze damit nicht mal in erster Linie meine Umwelt, sondern meine Hunde. Zumindest hier bei uns. Und deshalb lasse ich mir nicht unterstellen, meine Hunde würden nicht artgerecht gehalten oder seien einfach nicht erzogen. Über mehr rege ich mich gar nicht auf. ;)
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #136
Hallo,
ich weiß es nicht - ich war halt eben noch nicht dabei um mir eine felsenfeste Meinung zu bilden.

Was ist wenn das bei ihr z.B. so aussieht?



Ich möchte nur zurück zu einer freien offen Diskussion ohne diesen aggro Ansatz (bist jetzt nicht du direkt gemeint) - der sich so peu a peu hoch geschaukelt hat....

Naja und man darf halt auch nicht immer nur von sich selbst ausgehen...klar ist das der erste Ansatz, aber manchmal sollte man sich einfach auch mal öffnen - wenn gleich Hoffnungsgarten einwenig polarisiert.

LG Suno
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #137
Was ist wenn das bei ihr z.B. so aussieht?

Das würde, dann nicht zu ihrer Aussage passen, dass ihre Hunde gelernt haben richtige und eigene Entscheidungen zu treffen in Absprache mit ihr. Denn die Hunde in diesem Video sind Roboter, die nicht selbst entscheiden, sondern gelernt haben, dass jede eigene Entscheidung Konsequenzen hat. Ich glaube nicht, dass so entspanntes, vertrauensvolles Miteinander aussieht. Ich kenne genug Hunde, die ähnlich "kleben", aber deutlich entspannter, mit Augenkontakt zum Halter und nicht so devot hinterherschleichen. :eusa_think:
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #138
Sie schrieb, dass ihre Hunde nicht im Kommando stehen und auch nicht neben ihr laufen (also nicht "bei Fuß").
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #139
Off-Topic
Hoffnungsgarten antwortet ja garnicht mehr...:?, hätte mich nämlich auch sehr gerne interessiert..
 
  • Die Sache mit der Leinenpflicht Beitrag #140
Wir haben hier zwar sowieso keine Leinenpflicht, aber auch ich habe einen Hund, auf den ich mich draußen zu 99% verlassen kann. Sie ist nun zwei Jahre alt und extrem fixiert auf mich. An der Leine läuft sie eigentlich nie, ich habe nur immer eine dabei. Egal ob Wald, Haupstraße oder sonst wo. Sie reagiert auf mein erstes Kommando, egal welches oder auch nur auf Handzeichen.

Sie jagt nicht, rennt nicht unknontrolliert zu anderen Hunden, ist nicht schreckhaft im Straßenverkeht. Sie liebt alles und jeden, teilt ihr Fressen, ihr Spielzeug mit fremden Hunden. Sie bellt draußen nie und war auch noch in keiner einzigen Situation agressiv oder etwas in der Art.

Ich bin stolz darauf, dass ich mich auf meinen Hund verlassen kann, egal wann und wo. Aber wenn so etwas jetzt quasi auch schon 'mies' geredet wird, muss ich echt nichts mehr verstehen :eusa_think:
Klar kann ich aus 'Vorsicht', weil ja doch mal iiiiirgendetwas passieren KÖNNTE, meinen Hund ständig anleinen. Aber wer macht das, wenn jahrelang alles super läuft und der Hund schon von alleine alle paar Sekunden nach einem schaut?

Laufe ich mit größeren Gruppen, sucht sie mich immer wieder von alleine, kommt kurz her und flitzt dann wieder ab. Ich kann egal wo, egal mit wem völlig entspannt laufen ohne durchgehend die Augen auf meinem Hund zu haben. Und genau das liebe ich.

Mein Hund macht das komplett gerne. Noch nie habe ich sie geschumpfen, wenn sie draußen nicht sofort kam. Sie ist schon immer beim ersten, höchstens zweiten Ruf neben mir gestanden. Dass sie so oft nach mir sieht, kam mit der Zeit ganz alleine. Und sie ist fröhlich dabei, wedelt und genießt ihr Leben. Mit mir zusammen.

Auch so etwas gibt es und ich bin da ehrlich gesagt sehr stolz drauf. Ich weiß wie es ist, einen agressiven Hund zu übernehmen. Einen ängstlichen oder einen anderen 'verhunzten' aus dem Tierschutz oder von privat. Mein Freund hat eine Aussie Hündin aus dritter Hand, total hyper und futtergeil. Draußen ist alles wichtig, nur er nicht. In der Wohnung sitzt sie keine Minute still. Sein Rüde kam mit 5 Jahren aus dem Tierheim, ist leinenagressiv und auch so ein kleiner Pöbler.

Ich selber würde sicher nicht annähernd so leicht mit den beiden klar kommen, wie mit meiner Hündin. Der Unterschied ist mir bewusst. Aber trotzdem weiß ich, DASS ich mich auf MEINEN Hund verlassen kann und das tu ich auch.
Jedes Kind KANN sich beim kochen mal verbrennen. Geht man das Risiko aber nie ein, können sie es auch nicht lernen. ;)
 
Thema:

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