@Sini, mein Freund ist ausgebildeter Altenpflegehelfer, nicht Altenpfleger. Er würde mit einer Festanstellung Vollzeit derzeit zwischen 1200 und 1300 € nach Hause bringen und ich als ausgebildete TFA zwischen 1200-1600 € (Durchschnittgehälter von Kollegen).
Ich hatte die Tabelle eingestellt weil ich der Meinung bin, dass Altenpfleger zwar kein gut bezahlter Job ist (Altenpflegehelfer ist ja nicht gleich ausgebildeter Altenpfleger- das merkt man natürlich auch beim Gehalt), aber immer noch besser als was man in den meisten Tierberufen verdient.
Arbeitszeiten sind in beiden Sparten oft nicht rosig wegen Schichtdiensten und Diensten an Wochenenden, Feiertagen usw.
Man muss beim Entgehalt eines bedenken:
Wenn man noch nie Geld verdient hat, erscheinen einem vielleicht auch schon 1000€ als sehr viel. In der Regel steigen die Ansprüche auch erst mit den Jahren
Aber- das Geld das man verdient- von dem sollte man nicht nur im Moment also ohne Famile leben können sollte man sollte eigentlich auch genug Reserven beiseite legen können dass man sich auch mal etwas gönnen kann und vor allem dass man für später vorsorgen kann. Sei es, indem man Eigentum erwirbt oder spart oder Versicherungen abschließt.
Und wenn man sich einen Beruf aussucht wie einer mit Tieren wird man es nicht leicht haben. Einerseits was eine sichere Vollzeitstelle angeht, andererseits dass man sich vom Gehalt Rücklagen bilden kann.
Ich war übrigens einmal in einer ähnlichen Situation: Wollte gerne aus meiner Tierliebe heraus auch einen Beruf mit Tieren machen, hatte auch Praktikum und Nebenjob beim Tierarzt gemacht und bin dann doch in der Altenpflege hängen geblieben.
Inzwischen arbeite ich zwar nicht mehr in der klassischen Altenpflege aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten als in einem normalen Pflegeheim den Beruf auszuüben.
Ich bin jetzt nach Jahren heilfroh, dass ich mein Hobby damals nicht zum Beruf gemacht habe sondern als einen Ausgleich unter mehreren zu meinem Arbeitsalltag habe. Einerseits was den Verdienst und die Aufstiegsmöglichkeiten betrifft, andererseits weil es einfach einen Unterschied macht ob man etwas freiwillig als Hobby oder beruflich betreibt.
Ich vergleiche das mit dem Kochen: Ich koche für mein Leben gerne, aber der Beruf des Kochs hat mit Ausprobieren, kreativ sein und entspannt im Topf rühren wenig zu tun. Da geht es um Präzision, Schnelligkeit und kann extrem stressig sein. Viele der Köche die ich kenne haben nach Feierabend keine Lust sich noch mal was warmes zu essen zu machen.
Diesen qualivizierten Abschluss von dem du schreibst kenne ich nicht und ich weiß auch nicht, ob es bundesweit einheitlich ist: Aber bei uns gibt es auf der Altenpflegeschule die Möglichkeit, nach dem ersten Lehrjahr eine Prüfung als Altenpflegehelfer abzuschließen. Dann hättest du zumindest einen Abschluß in der Hand. Das macht sich einfach besser im Lebenslauf wenn man einen guten Helferabschluß macht als mittendrin abzubrechen und monatelang rumzudümpeln.