Ein Kreis schließt sich !
Wir mußten in der Nacht vom 19. zum 20.03. unseren lieben Hund einschläfern lassen.
Ursache war eine Magendrehung.
Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir von so etwas überhaupt noch nie gehört.
Wir wollten den Abend eigentlich schon ins Bett, nur der Hund war so unruhig. Mein Mann ging noch einmal mit ihr in den Garten. Dort lief sie rum, wie ein aufgescheuchtes Reh, fand keine Ruhe, konnte nicht richtig AA-machen und auch als sie versuchte, sich zu erbr... ging es nicht.
Der Bauch wurde zusehens dicker, wie aufgepumpt. Als sie wieder in der Stube war, wollte sie sich hinlegen, aber sie hatte keine Ruhe. Dann fing sie schon an zu jammern und da hat es uns gereicht.
Ich suchte die Notrufnummer von der Tierklinik und erreichte auch jemanden. Nachdem wir ihm die Sympthome erklärt hatten, sagte er dass es sich nach einer Magendrehung anhört und wir sofort in die Klinik kommen sollten. Es kann aber auch sein, dass der Hund schon die Fahrt nicht überlebt. Wir waren wie vom Donner gerührt. Unsere Kleine konnte schon garnicht mehr richtig laufen und es würde noch eine Stunde dauern, bis wir in der Klinik sind. Mein Gott war die Fahrt furchtbar. Als wir ankamen ging es gleich zu röntgen und die Diagnose hatte sich bestätigt. Wir wurden darüber aufgeklärt, dass eine Operation gemacht werden kann, aber da sie schon fast 14 Jahre alt ist, ist es ein hohes Risiko, dass sie das überlebt und es ist fast garantiert, dass sie Herzrythmusstörungen zurückbehält.
Tja, dann kam die Entscheidung. Und wir haben sie einschlafen lassen. Mein Mann ist rausgerannt und ich war in der Nähe. Eine schlimme Sache ist das und jeder Gedanke tat weh.
Als sie eingeschlafen war haben wir sie wieder mit nach Hause genommen und wir haben sie am Samstag in unserem Garten begraben. Es ist so schlimm, als wenn man ein Teil von sich mit einbuddelt und das Schlimmste ist die Lücke, die entsteht. Eine Lücke, die niemand mehr schließen kann. Sie war kein Hofhund, sondern war immer in unserer Nähe, hat neben unserem Bett geschlafen, hat jeden Morgen ihr Frühstücksbrot bekommen und liebte Nudelsuppe mit Huhn. Und jetzt ist sie weg. Der Kreis hat sich geschlossen. Viel zu schnell und viel zu früh.
Der Schmerz sitzt tief und benebelt einem die Sinne.
Vor vielen Jahren hatten unsere Nachbarn einen Hund, den sie auch in ihrem Garten beerdigt haben. Wir haben uns noch darüber gewundert, man es ist ja nur ein Hund. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Es ist nicht nur ein Hund, es ist ein Stück von einem jahrelangen Miteinander. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Tränen trocknen und wir ohne Herzschmerz an die schöne Zeit zurückdenken.
Alle die hier im Forum schreiben haben ein Haustier, haben so eine Situation vielleicht schon erlebt oder wird sie früher oder später auch erleben. Für mich ist das auch das erste Mal und deshalb musste ich meinen Frust hier niederschreiben und meine Trauer in Worte fassen.
Ich wünsche euch mit euren Tieren ein schönes Wochenende.
Das war unsere Hündin "Bonka" 2008 zur Heuernte