Hallo Tine,
um folgendes aufzugreifen:
Was mich bei euch Kampfhund haltern übrigens ein wenig stört, ist, dass es einfach nicht möglich ist anständig zu diskutieren
Ich denke hier haben viele Halter sachlich argumentiert, wenn man jedoch folgende Argumente bekommt, kann einem schnell die Lust dazu vergehen:
[FONT="]Weisst Du, was irgendwelche Wissensfutzis sagen ist mir so ein bissi egal[/FONT]
oder
[FONT="]und viele die hier Zeug daherlabern haben einfach mal keine Ahnung[/FONT]
oder
[FONT="]aber von dem wahren Wesen eines Terriers keinen Fussel Wissen Besitzen[/FONT]
Sowas sind für mich "Stammtisch-Totschlag-Argumente" die ich, an dieser Stelle, nicht weiter werten will. Mit sachlicher Diskussion hat es wenig zu tun wenn einfach und schlicht behauptet wird, dass man einfach keine Ahnung hat. Den Ausdruck daherlabern empfinde ich persönlich als despektierlich und er sollte hier eigentlich nichts zu suchen haben. Selbst das Anführen von wissenschaftlichen Studien wird abgetan, was will man da noch als Argument anführen wenn das Gegenüber nur mit dem Fuß auf den Boden stampft und sagt: „Ich habe aber recht“. Das letzte von mir angeführte Zitat zeugt übrigens von einer gewissen Unkenntnis. Die als Kampfhunde bezeichneten Rassen (meist Staffordshire Bull-, American Staffordshire-, Pitbull- und Bullterrier) sind keine reinen Terrier sondern Kreuzungen aus den alten Bulldogs und Terriern. Beim Bullterrier kommt der Dalmatiner noch hinzu, das Wesen dieser Hunde ist also keinesfalls mit dem Wesen eines Terriers zu vergleichen. Das ist genauso sinnvoll wie der Vergleich des Wesens eines Show DSH und eines Malinois aus einer Leistungszucht.
Viele Bull and Terrier Rassen haben tatsächlich eine große Anziehungskraft auf etwas zwielichtige Gestalten. Der Grund hierin liegt wahrscheinlich in der Glorifizierung diverser Züchter zu Beginn der 70er Jahre. Stichworte sind hier "kleine Gladiatoren", "würden nie aufgeben" usw. Diese Eigenschaften sind an sich nicht schlimm und treffen auch auf viele andere Rassen von Gebrauchs- und Jagdhunden zu. Von diesen Züchtern wurde auch der Begriff Kampfhund ins Leben gerufen. Das wurde irgendwann von der Presse aufgegriffen und es hat sich irgendwie verselbstständigt. Hier in Deutschland hat man vor den "Hundeverordnungen" auch sehr viele "eigenwillige" Halter meist im jugendlichen Alter gesehen. Mittlerweile hat sich aber vieles geändert und die gelisteten Rassen finden sich sehr oft in ganz normalen Familien wieder.
Persönlich bin ich der Meinung, dass Seitenhiebe zwischen Haltern verschiedener Hunderassen nicht nur wenig sinnvoll sind, sondern sogar gefährlich. Wenn die Hundehalter nicht geschlossen als eine Gruppe dastehen, ist es ein leichtes für die Politik in blinden Aktionismus zu verfallen und wenig sinnvolle Gesetzte zu erlassen. Denn wenn die Einstellung herrscht: „Die „andere“ Rasse ist betroffen, da geht es mich nichts an“ werden Hundehalter nie eine Stimme erlangen der die Politik Gehör schenkt. Wer es nicht glaubt, der sehe sich die neue Hundeverordnung in Niedersachsen an. Dort wird eine Leinen- und Maulkorbpflicht für alle Hunde über 40cm Schulterhöhe oder 20kg Körpergewicht gefordert.
Den meisten Haltern von Listenhunden geht es sicher nicht darum ihre Hunde als die „Überhunde“ schlechthin zu verkaufen. Es geht mehr darum sie als das darzustellen was sie eigentlich sind, nämlich ganz normale Hunde.