So, jetzt habe ich es mir doch auch angesehen um nicht am Ende von der falschen Seite aus zu argumentieren und .....puh, was soll man dazu noch groß sagen.
Die Szene in der sie die Welpen am Nacken hochnimmt und dann auf den Boden drückt würde ich als am schlimmsten bewerten. Neben den Schmerzen die den Hunden dadurch entstehen dürften verknüpfen die Welpen die grobe Behandlung im schlimmsten Fall mit ihrem Artgenossen. Sie trennt die Hunde ja auch nicht, so wie sie sich ausdrückt, sondern fixiert die Hunde direkt nebeneinander auf dem Boden, so kann man Aggressionen natürlich auch noch extra schüren. Wer weiß in welchem Maß dieses falsche "Dazwischengehen" vielleicht sogar schuld ist am Eskalieren zukünftiger Rangkämpfe. Es ist unwahrscheinlich, dass Welpen innerhalb eines Wurfes sich bei einer Rangelei ernsthaft verletzten, Welpen tragen untereinander soweit keine Ernstkämpfe aus und das es bei einem Kommentkampf mal zu ner Schramme kommt (zumal bei einem rein männlichen Wurf Jagdhunde) ist ja auch nicht unbedingt ein Drama. Durch ständiges Eingreifen kann man die Entwicklung auch behindern und die Hunde ungewollt gegeneinander aufhetzen.
Über den Tipp mit dem Alphawurf brauchen wir auch nicht mehr reden, so wie er dort propagiert wird, ist er als Erziehungsmethode völlig ungeeignet.
Dennoch, um nochmal aufzugreifen, was ich vorhin eigentlich sagen wollte: Nur weil dort alles schief läuft, ist das für mich kein Grund Handlungen wie den Schnauzgriff per se als "grausam" zu bezeichnen, ohne dass man ein wirkliches Argument dafür hat.
Nochmal, mir geht es nicht darum den Schnauzgriff oder geschweige denn diese "Hundetrainerin" zur rechtfertigen, ich wollte nur sagen, dass man bei der Argumentation differenzieren muss.