Der Hundeflüsterer- auf SIXX

Diskutiere Der Hundeflüsterer- auf SIXX im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Exe, es geht hier nicht um meine persönliche Meinung oder darum, wie man nun einen Red Zone Hund definiert. Es ging mir hier nur darum, die...
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #721
Exe, es geht hier nicht um meine persönliche Meinung oder darum, wie man nun einen Red Zone Hund definiert. Es ging mir hier nur darum, die Theorien, die manche Millan Gegner verbreiten, der böse Mann würde laufend alle Hunde unter Strom setzen, aus dem Weg zu schaffen! :roll:
Ich habe den CM Kanal abonniert, ich habe sicher schon 150 Folgen von ihm gesehen, in all diesen Folgen habe ich genau diese geschlagenen 3 Male gesehen, dass er ein E-Halsband eingesetzt hat. Das wollte ich damit sagen.
Ob man dies nicht anders hätte lösen können, war gar nie die Frage.

Letztendlich macht Millan auch, was die Kunden wollen. Beim Fall mit dem Cattle Dog war es so, dass dies ein Working Dog auf einer grossen Farm ist, die hat super gearbeitet aber der Bauer hatte definitiv keine Zeit und demnach auch keine Lust, mit dem Hund lange zu doktern. Und wenn der auf seinem riesen Traktor sitzt, natürlich kann der immer wieder runterspringen und den Hund zurechtweisen aber hey, der hat anderes zu tun. Und die hatten bereits selber ein E-Halsband da liegen, wollten aber einfach von Millan erklärt bekommen, wie man das genau anwendet. Grundsätzlich finde ich es in dem Fall nicht verkehrt. Das Timing war prima, Hund hat sofort drauf reagiert, war absolut entspannt und verknüpfte es nicht mit dem Menschen sondern wirklich mit dem Traktor. Und da der Hund auf einer Farm lebt und arbeitet, hatte er weiss Gott genug Alternativen, seine Triebe auszuleben.
Ich selbst kenne Cattle Dogs recht gut, die sind hart im Nehmen und in Australien auf den Farmen wird mit diesen Tieren, genau wie mit den Borders in England, gar nicht zimperlich umgegangen.

Das der Hund im Zwinger ein Red Zone ist, hatte ich nie geschrieben! Ich sprach vom Schäferhund, als Red Zone Fall. Ich habe die Folge nur einmal gesehen und weiss, dass das Problem nicht "nur" die Katze war. Der Hund war durch und durch absolut kaputt und nicht händelbar.

Der Labi im Zwinger, diese Geschichte fand ich grundsätzlich beknackt, weil man dieses Problem sehr einfach hätte lösen können, dass der Hund halt nicht im Zwinger lebt. Aber was will man machen, wenn da ein vermögender Ami dem Töchterchen einen Hund schenkt und dann gewisse Bedingungen eingehalten werden müssen? Nicht viel und das ist auch nicht Millans Arbeit. Er muss das Problem lösen, nicht die ganze Familie bevormunden. Und mit dem E-Halsband (was er einsetzte, nachdem er ohne dieses beim Hund drin war und ihn wirklich als "ich mache ernst" eingestuft hatte) konnte er das tatsächlich lösen.

Was nach wie vor nicht heisst, dass es nicht auch andere Wege gegeben hätte oder ich diese Meinung habe. Es ging mir tatsächlich nur drum, zu schildern, bei welchen Fällen ich Millan mit dem E-Halsband bisher arbeiten sah. Nicht mehr und nicht weniger. ;)

Zu Deiner persönlichen Frage meiner Hunde und dem Auto: ich habe keine Boxe, die Hunde sind frei. Und ja, solange ich im Auto oder in der Nähe bin, kann da jeder ran. Wenn ich nicht da bin, passt Kylja auf und tut wie Sau. Komme ich aber hin, überlässt sie die Verantwortung sofort wieder mir, dann regle ich und bestimme. Nupri macht gar nichts, der verlässt sich auf die Führung von mir und Kylja.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #722
Falki, was mir gerade etwas aufstößt – wenn auch selten bei denen Posts ;) – ist das hier:
Grundsätzlich finde ich es in dem Fall nicht verkehrt. Das Timing war prima, Hund hat sofort drauf reagiert, war absolut entspannt und verknüpfte es nicht mit dem Menschen sondern wirklich mit dem Traktor. Und da der Hund auf einer Farm lebt und arbeitet, hatte er weiss Gott genug Alternativen, seine Triebe auszuleben.
Warum war es in dem Fall nicht verkehrt? Weil der Besitzer faul und Milan ein Dienstleister ist?
Ist guter Hundetrainer erzielt zwar das Ergebnis, das gewünscht wird, aber doch nicht einfach nur mit den Mitteln, die ihm vor die Füße geworfen werden. Er sollte im Stande sein, eigene Methoden vorzuschlagen und die vor allem auch dem Hundehalter zu »verkaufen«.
Die richtige Anwendung eines Teles ist immer noch keine schmerzfreie Anwendung, der Schmerz wird nur richtig verknüpft. Das Argument nutzen Polizei und Co. übrigens auch für ihre Ausbildungsmethoden: Es macht ja ein Fachmann, der kann das, dann geht das. Tut es deswegen weniger weh oder erschreckt den Hund weniger? Wohl kaum. Ist es deswegen eher notwendig oder gibt es keine Alternativen? Wohl kaum.
Elektrohalsbänder und Co. sind nicht umsonst im TS-Gesetz gelistet und gehören m.E. in die Hand keines einzigen Hundeführers, ob im Umgang damit ausgebildet oder nicht, weil sie nur dazu dienen, dem Hund Schmerz zuzufügen und ihn auf Distanz zu kontrollieren und körperlich zu bestrafen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Eine bequeme Alternative zu einem Schlag, denn so erleidet der Hund zwar ähnlichen Schmerz, verknüpft ihn aber nicht mit dem, der ihn ihm wissentlich und aus Faulheit oder Unwissenheit zugefügt hat, um ihn zum funktionieren zu bringen. Schmerz ist Schmerz, dafür gibt es kein »richtiges Timing«, denn ein Tier sollte niemals Schmerz erleiden müssen, schon gar nicht durch den Menschen, der es ausbildet und dem es vertraut.
Von den gesundheitlichen Risiken für zum Beispiel das Herz des Hundes will ich gar nicht erst anfangen.

Ich selbst kenne Cattle Dogs recht gut, die sind hart im Nehmen und in Australien auf den Farmen wird mit diesen Tieren, genau wie mit den Borders in England, gar nicht zimperlich umgegangen.
Was heißt hart im nehmen? Sie schreien nicht, wenn sie körperlich gestraft werden? Oder sind schon so abgestumpft, dass sie es aufgegeben haben? Nur weil in vielen Teilen der Welt Tiere misshandelt werden muss man sich das nicht als Vorbild nehmen oder die Methoden anderer damit rechtfertigen. Man sollte sich nicht fragen, was er schlimmer, sondern was er besser machen könnte als jene, die den Hund auch mal mit Gewalt zum Gehorsam bringen – mit welchem nachhaltigen Erfolg und welchen Schäden verbunden sei mal dahin gestellt.

Aber was will man machen, wenn da ein vermögender Ami dem Töchterchen einen Hund schenkt und dann gewisse Bedingungen eingehalten werden müssen? Nicht viel und das ist auch nicht Millans Arbeit. Er muss das Problem lösen, nicht die ganze Familie bevormunden. Und mit dem E-Halsband (was er einsetzte, nachdem er ohne dieses beim Hund drin war und ihn wirklich als "ich mache ernst" eingestuft hatte) konnte er das tatsächlich lösen.
Statt also seine Autorität als Hundetrainer und dort durchaus anerkannter Experte zu nutzen hat er den für sich bequemen Weg ohne Konfrontation gewählt, das Tele umgelegt und den Hund damit behandelt, wo die Lösung einfach nur gewesen wäre, den Hund aus einem Zwinger zu holen, der m.E. eh nicht artgerecht ist. Was sagt das über ihn aus? Den Tieren gegenüber tritt er dermaßen autoritär auf, aber jemandem, der seinen Rat sucht und ja definitiv offen für Vorschläge ist, kann er nicht sagen, dass das so nicht geht? Ich weiß ja nicht, wo die genau gewohnt haben und wie das dort entsprechend mit den Gesetzen ist, aber auch die Amis haben einen Tierschutz, bei dem man sich melden könnte, statt dem Hund Schmerz zuzufügen, nur weil wiedermal der Halter einfach nur faul ist.


Auch wenn du schreibst, dass du das eigentlich nicht befürwortest, rechtfertigst du es hier aber, als würdest du es gut heißen, das ist mir gerade einfach aufgestoßen, weil ich der Meinung bin, dass man den Einsatz von Starkzwang niemals rechtfertigen kann und ich nie mehr in den Spiegel und meinem Hund in die Augen sehen könnte, hätte ich ihm jemals ein Tele angelegt.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #723
@kleiner Falke: danke für den Link. Habe es zwar noch nicht bis zu ende geschaut aber bis jetzt kein einzigen Hund mit Stachel oder Würger gesehen. Finde das Video gut.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #724
Keiner mit Würger? Die benutzt Milan doch selbst.
Der hat doch immer so ein Stück Wäscheleine dabei dass er den Hunden durch ne Schlaufe um den Hals zieht.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #725
Mischling:

ich denke, es wäre am besten, wenn Du diese Folgen, um die es hier geht, einfach selber mal schaust. Dann bist Du auf dem gleichen Stand und dann können wir uns vielleicht nochmals darüber unterhalten. Es macht ja keinen Sinn, wenn wir über etwas urteilen, was du gar nicht gesehen hast. So kommen wir nirgends hin. ;)

Zu Cattle Dogs: ich meine damit, dass sie hart im Nehmen sind. Erkundige Dich mal bei Cattle Dog Besitzern (falls Du welche kennst, ich habe ja das Glück, diese Hunde sehr gut zu kennen, da meine beste Freundin 2 davon hat und auch div. andere Leute kennt und sich mit denen trifft, die auch Cattles haben oder sogar züchten), schau mal Cattles bei der Arbeit zu. Das sind Hunde, die gezüchtet werden, um RINDER zu treiben. Nicht Schafe, nicht Hühner: Rinder. So ein Rind hat... Hmmm, ich schätze mal etwa 500 kg. Gibt sicher auch schwerere Rassen. Ein Cattle hat meist um die 15-20 kg. Es wird von diesen Hunden (und oft ist es nur einer, für eine Herde von über 100 Rindern) erwartet, dass diese kleinen Hunde diese grossen Tiere in Bewegung bringen. Um so ein Rind in Bewegung zu bringen, muss der Hund sehr energisch und auch hart im Nehmen sein. Ein guter Arbeitshund dieser Rasse schafft es locker, einige Rinder, die auf ihn zu rennen, zu bremsen. Das macht er (zumindest die ersten Male) nicht, indem er nur da steht und betet. :lol: Der geht denen an die Köpfe, verschafft sich Respekt (und fügt den Rindern sicher ab und an auch ne blutende Nase zu--Misshandlung?). Und wenn der mal von nem Rind auf die Hörner genommen wird, gut, das tut dem sicher auch weh (ob nun so ein 5 meter Flug, zugefügt durch ein wütendes Rind oder ein Elektroimpuls schlimmer ist, müsste wohl am besten der Hund beurteilen) aber es bedeutet nicht, dass er nun traumatisiert ist von Kühen. Da gäbe es ja schon lange keine Arbeitshunde mehr. :) DAS meine ich mit hart im Nehmen.
By the way, so ein Cattle Dog oder auch ein Border, der mit zum Teil auch eingezäunten Tieren arbeitet, der rennt in seinem Leben garantiert einige Male in den Elektrozaun bei der Arbeit. Sind nun deswegen alle Leute, die mit ihren Hunde so arbeiten, Tierquäler und misshandeln ihre Hunde?

Und was das Misshandeln betrifft kann ich für mich persönlich eigentlich gar nicht spontan sagen, was ich nun schlimmer finde: ein Hund, der jeden Tag mehere Stunden draussen ist, mit Freunden rennen, toben und spielen kann, dem dann ein Profi mit dem Einsatz eines E-Halsbandes bei Verhaltensproblemen eine Lösung aufzeigt oder ein Hund, der tagaus, taugein in einer kleinen Wohnung lebt, 1x am Tag in den Garten kommt, jeden Tag gebadet wird, keinen Kontakt zu Artgenossen hat, wenn Besitzer mal schlechte Laune hat angebrüllt und am Halsband rumgerissen wird... Was ist nun die schlimmere "Misshandlung"? Ganz ehrlich, wenn ich wählen könnte, würde ich dann wohl lieber der 1. Hund sein. :eusa_shhh:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #726
ich denke, es wäre am besten, wenn Du diese Folgen, um die es hier geht, einfach selber mal schaust. Dann bist Du auf dem gleichen Stand und dann können wir uns vielleicht nochmals darüber unterhalten. Es macht ja keinen Sinn, wenn wir über etwas urteilen, was du gar nicht gesehen hast. So kommen wir nirgends hin.
Den Hund und die Katze kenne ich bereits, da wurde lange geleugnet, dass er überhaupt ein Tele benutzt hat.

Und abgesehen davon war die Aussage meines Posts: Es ist niemals richtig, einem Tier Schmerzen zuzufügen. Da interessieren mich weder der Zusammenhang noch die billige Rechtfertigung von Hundehaltern oder Hundetrainer. Da wird eine Grenze überschritten, die man in keiner Situation jemals überschreiten darf – Punkt. Nur weil ich meinem Hund zur richtigen Zeit Schmerz zufügen kann um ihn zu konditionieren rechtfertigt das in keinster Weise, dass ich es überhaupt tue. Da gibt es für mich keine Diskussion, mir Latte, ob das Milan oder ein sich selbst geschimpfter 08/15-Idiot von nebenan macht – Schmerz ist Schmerz und hat in der Hundeerziehung so gar nichts verloren.

By the way, so ein Cattle Dog oder auch ein Border, der mit zum Teil auch eingezäunten Tieren arbeitet, der rennt in seinem Leben garantiert einige Male in den Elektrozaun bei der Arbeit. Sind nun deswegen alle Leute, die mit ihren Hunde so arbeiten, Tierquäler und misshandeln ihre Hunde?
Wir haben hier einen hütenden BC, der auch noch fast blind ist – die ist noch nicht einmal in den Elektrozaun gelaufen und der Schäfer achtet da sehr drauf, denn (Zitat von ihm): »Damit versaut man sich den Hund fürs Leben.«

Und was das Misshandeln betrifft kann ich für mich persönlich eigentlich gar nicht spontan sagen, was ich nun schlimmer finde: ein Hund, der jeden Tag mehere Stunden draussen ist, mit Freunden rennen, toben und spielen kann, dem dann ein Profi mit dem Einsatz eines E-Halsbandes bei Verhaltensproblemen eine Lösung aufzeigt oder ein Hund, der tagaus, taugein in einer kleinen Wohnung lebt, 1x am Tag in den Garten kommt, jeden Tag gebadet wird, keinen Kontakt zu Artgenossen hat, wenn Besitzer mal schlechte Laune hat angebrüllt und am Halsband rumgerissen wird... Was ist nun die schlimmere "Misshandlung"? Ganz ehrlich, wenn ich wählen könnte, würde ich dann wohl lieber der 1. Hund sein.
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Dann leg das Tele an und gib mir den Drücker, ich führe den Versuch gerne durch und wette mit dir, dass du es dir danach anders überlegst.
Situation 1 ist körperliche Misshandlung, Situation 2 ist Vernachlässigung bzw. psychische Misshandlung. Beides kann schlimme Auswirkungen haben, das sieht man oft genug beim Menschen/Kindern. Irgendwann kommt es zu Aggression oder einem anderen Versuch, aus der Situation auszubrechen. In beiden Fällen gehört den Leuten m.E. postwendend das Tier abgenommen.


Zu den Cattle Dogs: Es ist wohl nicht miteinander zu vergleichen, ob ein Hund sich darauf vorbereitet, gegen so ein massives Hindernis zu rennen und dann – vollgepumpt mit Adrenalin und auf den Aufprall vorbereitet – die körperliche Quittung dafür zu bekommen, oder ob er plötzlich einen Schmerz am Hals und durch den Körper zucken fühlt, dessen Herkunft er sich nicht erklären kann und der derart überraschend kommt.

Ich muss mich hier gerade echt wundern, wie man solche Erziehungsmethoden auch nur im Ansatz gut heißen kann....
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #727
Yes, Mischling! Ich unterschreibe dick und fett bei dem was du geschrieben hast.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #728
Tja, Mischling, da werden wir wohl ein Leben lang eine andere Meinung haben. :mrgreen: Aber damit kann ich leben.

Es gibt übrigens internationale Foren, in denen der Teletakt tatsächlich ganz unvoreingenommen diskutiert wird und auch Leute über ihre positiven Erfahrungen damit prahlen. Ich heisse das nicht gut, ich sage nur, dass es das gibt.

Ich finds einfach schade, dass wenn man nicht vehement GEGEN etwas ist und das total verurteilt, dass es dann gleich heisst, man würde es gutheissen. :? Man kann doch gewissen Sachen auch neutral gegenüberstehen. Ich weiss von einem Hund, der frass immer alles. Alles! Der war schon x Mal beim Tierarzt den Magen auspumpen, weil er auch schon Gift erwischt hatte. Das Risiko war den Besitzern einfach zu gross und sie sagten klar, wir können nicht 2 Jahre lang den Hund mit irgendwelchen Methoden bearbeiten und dann stirbt er doch vorher an Gift. Also haben sie, zusammen mit einem Trainer, einmal das Tele eingesetzt. Hund ging an Futter, hats ihm eine gejoggelt, es brauchte dieses eine Mal, seither ist das Thema gegessen. Das Tabu kam hier nicht vom Menschen aus. Also hat der Hund das auch nicht mit dem Menschen verknüpft, der verknüpfte dies mit dem Futter und gut ist.
Solche "Verknüpfungen" beschreibt übrigens auch Bloch in seinem neusten Buch. Altbewährt--wenn man es richtig macht und das Timing stimmt. ;) Ich möchte also nicht, das es jetzt heisst, ich würde die User dazu verleiten, sowas "auszuprobieren". Auf die Idee kommen sie ohne weiteres auch, beim Lesen div. Lektüre, mit der ich nichts zu tun habe!

Ich will hier gerne nochmals betonen, dass ich auf keinen Fall sowas empfehle oder gar im Training anwende, um Gottes Willen, ich traue mir viel zu aber dies sicher nicht und ausserdem hat die Schweiz eines der strengsten Tierschutzgesetze! Und als Hundebetreuerin und Trainerin kann ich mir gar nichts leisten, ganz klar.

Aber ich sage nur, es gab tatsächlich schon Situationen, wo sowas eben gut funktionierte und man dem Hund manchen Stress über Monate, irgendwas zu lernen, was für ihn keinen Sinn machte, ersparen konnte.

Meine Meinung ist nach wie vor, auch aus Erfahrungen, die ich selber mitbekommen habe, dass ein einmaliger Stromschlag mit einem Tele vielen Hunden tatsächlich mehr hilft, als jahrelanges an der Leine reissen, Hunde anbrüllen oder die Tiere in Boxen sperren oder mit Wasser bespritzen, irgendwelche Hunde, die gar nicht zueinander passen zu verpaaren, Qualzuchten oder weiss ich was für Sachen, wo niemand sagt, das dies auch "Gewalt" ist.

Einem Tier Schmerzen zuzufügen: klar, bin ich einverstanden, dass man dies nicht einfach so aus Spass an der Sache machen soll.
Aber gerade heute haben sich 2 der Gassihunde voll abgeschossen. Da ist einer wirklich in den anderen rein, der hat gleich nen Salto in der Luft gemacht. Das sind auch Schmerzen. Krass gesagt, der hätte daran sterben können! Das kann ein Zufall (dummer Zusammenstoss) sein (das war es heute definitiv), es kann aber auch eine ganz klare Korrektur sein. Trotzdem kommen diese Hunde prima miteinander klar, liegen ohne Trenngitter im Auto, fressen zusammen Leckerlis vom Boden und laufen Kopf an Kopf zusammen an der Leine. Keiner ist traumatisiert. Obwohl wie erwähnt, sehr wohl der eine dem anderen auch mal schmerzhaft (ich nehme an, der "getroffene" Hund jaulte nicht vor Freude...") zeigt, wo die Grenzen sind und ihn auch mal ganz klar einengt oder ausbremst. Genauso wie ich das (allerdings natürlich nicht mit dieser Wucht) ebenfalls mache und alle Hunde fast durchdrehen vor Freude, wenn sie mich sehen und mit mir Gassi gehen können. Spannend, oder? Warum machen sie das? Weil sie bei mir klare Regeln und Grenzen haben, die ich, in ihrer Sprache, durchsetze. Sie verstehen es und wir sind beste Freunde. Ich habe in meinem Rudel "Problemhunde" laufen, die andere Spazierdienste nicht mehr annehmen. Ich habe mit diesen Hunden keine Probleme...

[VERSTECK]Und im Gegensatz zu vielen anderen Usern hier, hatte ich tatsächlich auch schon div. Male Besuch von Leuten hier aus dem Forum, die auch über Tage gesehen haben, was hier läuft, wie meine Hunde sich im Haus aufhalten, wie sie draussen sind. Gerade am letzten Wochenende war ich mit Nahita mal wieder an einem Military mit den Hunden. Also, was ich damit sagen will: was ich mache, was ich schreibe ist authentisch. Andere, die hier schreiben und immer eine grosse Klappe haben und erzählen, wie toll sie und ihre Hunde zusammen sind, wie gut der Hund hört... Da bekommt man dann hinter den Kulissen einige andere Dinge mit. :angel: [/VERSTECK]

Ich habe ein Problem damit, wenn Menschen Tiere quälen in Form von: "Booooah, den Köter mache ich fertig". Geschichten wie die Hunde einfach mal ohne Grund treten, auf sie einschlagen, vergiften, würgen, einsperren.... sind absolutes Tabu. Denn sowas machen Hunde auch nicht.

Ich habe aber kein Problem damit, einen Hund auch mal entsprechend seiner Instinkte und seinem Umgang mit Artgenossen, zurechtzuweisen und einzugrenzen. Und die Hunde haben damit auch kein Problem. Im Gegenteil, ich habe das Problem, wenn ich als Trainerin am Rande meiner Gruppe stehe, dass gewisse Hunde dann ständig freudig wedelnd zu mir hinziehen, oder mir bei Dummyübungen freudig grinsend den Dummy apportieren---anstatt den Besitzern. :lol:

Also nochmal, lange Rede, kurzer Sinn: Millan wendet in ganz seltenen Fällen den Tele ein. Ok. Ich heisse das nicht gut, sage aber, in Anbetracht der Situation, dass dies wirklich problematische Hunde waren, ist es immer noch besser, als sie gleich tot zu spritzen.
Es gibt div. andere Trainer, international, die dieses Gerät ebenfalls einsetzen. Einige vor den Kulissen, einige hintendran. Viele versauen es und haben keinen Erfolg, es gibt aber auch Fälle, wo so ein Gerät dem Hund wirklich helfen, ihm den richtigen Weg zeigen kann. Sicher sind dies sehr wenige Fälle, aber es gibt sie tatsächlich.
Ich selber habe sowas noch nie angewendet und werde mich hüten, es zu tun. Genauso wie ich dies auch niemandem empfehlen, nein, sogar jedem vehement abraten würde!
Aber es ist nicht so, dass ich dieses Ding total verurteile. Denn es kann auch Leben rettten... :eusa_shhh:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #729
Einem Tier Schmerzen zuzufügen: klar, bin ich einverstanden, dass man dies nicht einfach so aus Spass an der Sache machen soll.
Aber gerade heute haben sich 2 der Gassihunde voll abgeschossen. Da ist einer wirklich in den anderen rein, der hat gleich nen Salto in der Luft gemacht. Das sind auch Schmerzen.

Hier möchte ich wirklich nur noch mal kurz einbringen, dass das völlige Unterschiede sind!
Mein Hund ist bei körperlichen Schmerzen an und für sich relativ unbeeindruckbar. Er ist schon mit voller Geschwindigkeit gegen einen Baum geprallt und so weiter, da war nie was. Ich bin ihm mit meinen Wanderstiefeln mit der Ferse aber sowas von auf die Pfote gestiegen aus versehen... der hat nichtmal gekuckt.
ABER er hat eben ein zartes Seelchen ;) Einmal in der falschen Situation zu arg gemaßregelt schon ist sein Tag gelaufen.
Wenn ich mein Ketten-Armband anhabe kommt er mir nicht zu nahe bzw duckt sich weg, wenn der Arm mit dem Band auf ihn zukommt.

Also finde ich nicht, dass man sagen kann, nur weil ein Hund da im "normalen Dasein" unempfindlich ist, das alles verträgt.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #730
Wenn ich mein Ketten-Armband anhabe kommt er mir nicht zu nahe bzw duckt sich weg, wenn der Arm mit dem Band auf ihn zukommt.

Da würde ich mich dann aber fragen, warum hat mein Hund kein Vertrauen in mich? Du hast ihn ja auch nicht erst seit 2 Wochen... Sowas würde mir zu denken geben. Denn dass ein Hund, vor etwas was rasselt, vielleicht etwas misstrauisch ist, kann ja sein (muss aber nicht, ich kenne viele Hunde, die würde das nicht jucken), da würde ich als Hundebesitzer aber gerade an solchen Dingen arbeiten, um meinem Hund zu erklären, dass er davon sicher nicht weichen muss. Da würde ich mit dem Armband solange arbeiten und ihn damit konfrontieren, bis er sich einfach freut, wenn er das Ding sieht oder ihm zumindest neutral gegenübersteht. :angel:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #731
Ja, wir arbeiten natürlich dran :D Ich trag´s ja auch gerne. Sind schon soweit dass er nur noch die Ohren anlegt.
Generell sehe ich das aber nicht als einen Vertrauensschaden oder sonstwas, nur weil mein Hund etwas nicht mag ;) Vielleicht hat er dieses Geräusch auch erstmal mit seiner schlimmen Kindheit verbunden, wer weiß.

Es ging mir hier auch wirklich nur darum, dass nur weil ein Hund stabil ist und es den Eindruck macht als könnte er gut was wegstecken, das einfach nicht in jeder Hinsicht der Fall ist.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #732
Off-Topic
Ich persönlich würde dies immer vom Hund abhängig machen und weder Methode X noch Y verteufeln. Ich habe die korrekte (!) Anwendung beider "Erziehungsmöglichkeiten" in der USA gelernt und wenn sie korrekt angewendet werden, haben sie bei schwierigen Hunden durchaus ihre Daseinsberechtigung. Ich verteufle es jedoch, wenn die Sachen falsch anliegen oder man sie eben falsch anwendet. Ich habe Leute gesehen, die ihre Hunde bei der "Dressur" mit einem Stachler korrigiert haben, weil sie wollten, das der Hund 2 cm zurück geht...gerade bei solchen Sachen finde ich das absolut unnötig.

Professionelle Hundesportler (gerade in der USA - bin in einem US. Schäferhundforum), verwenden den Stachler oft - aber dafür richtig. Und da liegen für mich halt Welten dazwischen. Auch zwischen "professionell" und zwischen "Otto Normal Hundehalter". Von denen hatte damals als ich drüben war keiner einen Stachler in der Hand.
Es gibt nicht immer nur "Schwarz" oder "Weiss", sondern auch sehr, sehr viele Graustufen, die man auch beachten/einbeziehen sollte.
(Als Beispiel, gerade wenn ich einen triebigen Mali aus dem Trieb durch eine kurze Korrektur herausholen muss, ist das für mich ein himmelweiter Unterschied, als wn ich nen Hund am Stachler hinter mir herschleife. Wer schon einmal einen in den Trieb festgefahrenen Hund heraus holen musste, weiß wovon ich rede.)

Leider gibt es immer noch viele Menschen, die zb. am Stachler herumreißen (oder ihn schon falsch anlegen) anstatt nur einmal im richtigen Moment zu korrigieren. Kein Wunder das dem Hund das dann wehtut.

Ich persönlich für meinen Teil würde es wie gesagt vom Hund abhängig machen. Was bei X funktioniert, fruchtet bei Y vielleicht nicht. Trotzdem finde ich es gut, dass es ins Gesetz aufgenommen wurde, es braucht nicht noch mehr Leute, die am Stachler falsch reißen oder den Hund gleich auf maximaler Stufe "brutzeln"...das ist nicht Sinn dieser Geräte.

(Ja, steinigt mich :))
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #733
Danke Blackdobermann :D.


Falki und Foss: Es ist schön, dass ihr das so differenziert seht und da mit so viel Toleranz rangeht (und das meine ich Ernst, auch in Bezug auf andere Thematiken!), aber ich kann die Toleranz einfach nicht aufbringen, wenn es um Schmerz in der Hundeerziehung geht, sei er auch nur einmalig oder »korrekt« angewendet. Ich finde es tierschutzwidrig, diese Dinger einzusetzen, und das ist es nach dem Tierschutzgesetz auch ganz klar. Man sollte dabei dann auch nicht aus den Augen lassen, dass viele Trainer das Gerät damit auch illegal anwenden, nur mal so nebenbei...

Zum alt bewährten sage ich lieber mal nix, denn in der Vergangenheit »bewährt« haben sich viele Dinge, für die man sich heute schämen würde.

Ich habe aber kein Problem damit, einen Hund auch mal entsprechend seiner Instinkte und seinem Umgang mit Artgenossen, zurechtzuweisen und einzugrenzen. Und die Hunde haben damit auch kein Problem.
Meinst du das im Zusammenhang mit dem Tele? Dann frage ich mich doch, welcher Hund dem anderen einen Stromschlag verpassen würden :eusa_think:. Mal ganz abgesehen davon, dass ich ein Mensch und kein Hund bin und sowieso keinen Zugriff auf alle körpersprachlichen Mittel des Hundes habe und mir daher auch nicht anmaße, meinen Hund auf dieselbe Weise maßregeln zu wollen. Mein Hund versteht meine Körpersprache, manches »übernimmt« man vom tierischen, anderes nicht, weil man es gar nicht kann, der Hund versteht es dennoch, solange es deutlich und klar konditioniert erfolgt.

Falki, ich hatte dich auch nicht so verstanden, dass du es empfehlen würdest, aber du verteidigst den Einsatz des Teles, zumindest in gewissen Situationen und bei gewissen Hunden, wenn es zur richtigen Zeit angewendet wird, oder habe ich das auch falsch verstanden?
Und das ist nunmal etwas, das ich nicht kann, weil ich es niemals für angebracht halte, dem Hund Schmerz zuzufügen.

Was du hier als Beispiel nennst:
Meine Meinung ist nach wie vor, auch aus Erfahrungen, die ich selber mitbekommen habe, dass ein einmaliger Stromschlag mit einem Tele vielen Hunden tatsächlich mehr hilft, als jahrelanges an der Leine reissen, Hunde anbrüllen oder die Tiere in Boxen sperren oder mit Wasser bespritzen, irgendwelche Hunde, die gar nicht zueinander passen zu verpaaren, Qualzuchten oder weiss ich was für Sachen, wo niemand sagt, das dies auch "Gewalt" ist.
Was hat das alles mit dem Tele zu tun? Das ist eine Aufzählung von Dingen, die in der Erziehung und Zucht falsch laufen und nur weil es das ebenfalls gibt ist jemand besser, der ein Tele benutzt? Was gibt demjenigen das Recht dazu und erhebt ihn über andere, die es ebenfalls falsch machen, nur auf andere Weise? Wenn mein Freund jemanden krankenhausreif prügelt, weil er ihn beleidigt hat, rechtfertigt das, dass ich einem anderen nur die Nase breche für dasselbe Vergehen, weil es unmittelbar, zum richtigen Zeitpunkt und nicht so ausgeartet wie bei meinem Freund geschehen ist? Sicher nicht, beides ist Körperverletzung, »richtiger Einsatz« hin oder her.

ch weiss von einem Hund, der frass immer alles. Alles! Der war schon x Mal beim Tierarzt den Magen auspumpen, weil er auch schon Gift erwischt hatte. Das Risiko war den Besitzern einfach zu gross und sie sagten klar, wir können nicht 2 Jahre lang den Hund mit irgendwelchen Methoden bearbeiten und dann stirbt er doch vorher an Gift. Also haben sie, zusammen mit einem Trainer, einmal das Tele eingesetzt. Hund ging an Futter, hats ihm eine gejoggelt, es brauchte dieses eine Mal, seither ist das Thema gegessen. Das Tabu kam hier nicht vom Menschen aus. Also hat der Hund das auch nicht mit dem Menschen verknüpft, der verknüpfte dies mit dem Futter und gut ist.
Und warum musste es das Tele sein? Warum hat eine sanftere »harte« Methode wie eine Rütteldose nicht gereicht? Beides funktioniert über Meideverhalten, nur kommt beim Tele der Schmerz dazu. Das ist zwar ein Beispiel wo ich auch sagen würde, dass die Erziehung »schnell« gehen muss oder ich zumindest meinen Hund so an der Leine unter Kontrolle halten muss, dass es nicht wieder passiert, aber auch ein Beispiel dafür, dass die Leute nur zum Tele greifen, wenn sie nicht wissen, wie es anders gehen soll, oder einfach ungeduldig sind.

Ich persönlich würde dies immer vom Hund abhängig machen und weder Methode X noch Y verteufeln.
Gebe ich dir in den meisten Fällen recht. Es gibt in der Erziehung in dem Sinne kein richtig oder falsch, aber es gibt Grenzen, die ich nicht und in keiner Situation überschreiten sollte und dazu gehört für mich dem Hund Schmerz zuzufügen, über Tritte, Schläge oder Tele spielt dabei keine Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #734
Exe, es geht hier nicht um meine persönliche Meinung oder darum, wie man nun einen Red Zone Hund definiert. Es ging mir hier nur darum, die Theorien, die manche Millan Gegner verbreiten, der böse Mann würde laufend alle Hunde unter Strom setzen, aus dem Weg zu schaffen! :roll:
Ich habe den CM Kanal abonniert, ich habe sicher schon 150 Folgen von ihm gesehen, in all diesen Folgen habe ich genau diese geschlagenen 3 Male gesehen, dass er ein E-Halsband eingesetzt hat. Das wollte ich damit sagen.
Ob man dies nicht anders hätte lösen können, war gar nie die Frage.
Nun gut, der Meinung, dass er Hunde LAUFEND unter Strom setzt, bin ich auch nicht. Einmal reicht mir, um das sehr besch...eiden zu finden. ;) MICH stört vor allem, dieses ewige Red-Zone-Gequatsche, womit seine Methoden gerechtfertigt werden. Die braucht es nicht - und jetzt mache ich mich sicherlich überall unbeliebt :cool: - sie können aber "nützlich" sein. Das würde ich aber nur in 0,01% der Fälle so sehen, keinesfalls bei diesen Problemen die er damit behandelt und selbst würde ich so ein Teil auch nicht anrühren.

Der Herr behandelt Hunde, keine Bestien. Er provoziert die Hunde häufig massiv, damit er sie runter regulieren kann. Häufig ist nicht mal das Timing korrekt... die Hunde lernen dadurch nur eins: austicken, gibt noch mehr Ärger

Wenn dieses "Deckelchen der Einschüchterung" irgendwann in die Luft fliegt, möchte ich nicht in der Nähe der "therapierten" Hunde sein.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #735
Hallo bin neu bei euch!
Wer Ceasar nicht versteht kann seine Erziehung nicht gut finden. Er hat vollkommen recht wenn er sagt
das allein der Mensch die Fehler macht. Wer glaubt denn schon das der Wolf durch Liebe dominestiziert
wurde? Das ist Menschenpsychologie! Ich habe eine Hündin aus dem Tierheim sie kommt aus einer Massenzucht.
Sie kannte nichts keine Umweltgereusche oder Reize. Sie erschrak sogar vor einem Blatt das neben ihr auf den
Boden viel. Ich habe es gemacht wie Ceasar es beschrieb, ich bin mit ihr direkt auf die Dinge zu gegangen
vor denen sie Angst hatte. Sie durfte nicht flüchten wollte sie weg laufen bin ich vor den Dingen (z.b.
Mülltonnen) stehn geblieben. Schon nach ein paar Tagen hatte sie keine Angst mehr, mitlerweile schnüffelt
sie daran und pinkelt sie sogar an. Aber meiner Meinung nach läßt sich über die Art und Weise Hunde zu erziehen genauso streiten wie über Relligion. Wenn es für einen selber und den Hund funktioniert ist es doch gut.
Ich halte z.B. nichts von diesem Rütter der regelt mir zu viel über Futter. Ich möchte einen gehorsamen Hund
und nicht einen dicken gehorsamen Hund. Aber wie ich schon sagte darüber hat jeder seine Meinung.
Ich mag Ceaser sehr ich erziehe meine Hunde schon immer nach Instinkt, Ceasar hat dafür Worte gefunden. Wenn mich Freunde gefragt haben wie hast du das geschaft, konnte ich immer nur sagen ich weiß nicht ich mach es
einfach. Jezt kann ich sagen schau dir Ceasar auf Sixx an der erklährt es dir. Dafür bin ich diesem Mann sehr dankbar. Lieben Gruß an ALLE :D
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #736
Hallo und Willkommen wild soul,

da hast du dir ja gleich ein heißes Thema für deinen ersten Post ausgesucht :lol:.

Wer Ceasar nicht versteht kann seine Erziehung nicht gut finden.
Das finde ich nun doch einen harten und nicht berechtigten Vorwurf. Das klingt, als würden alle, die seine Methoden nicht gut heißen, ihn einfach nur nicht verstehen und würde den Mann damit über alle Kritik erhaben machen, was aber nunmal kein Mensch ist ;).

Wer glaubt denn schon das der Wolf durch Liebe dominestiziert wurde?
Nicht Liebe, Futter. Für den Wolf gab es anfänglich nur einen Grund, sich den Menschen zu nähern, und das war das Essen, vielleicht noch Licht und Wärme durch Feuer. Das hat nichts mit Liebe, aber auch nichts mit Strenge zu tun, oder glaubst du, ein Wolf wäre einem Menschen gefolgt, der ihn gewaltsam auf den Rücken gedreht hätte? Ich denke, da hätte der Mensch eher eine Hand für gelassen.

Sie durfte nicht flüchten wollte sie weg laufen bin ich vor den Dingen (z.b. Mülltonnen) stehn geblieben.
Das KANN funktionieren, MUSS es aber nicht. So eine Konfrontationstaktik ist nicht umsonst umstritten: Sie kann den Hund noch weiter in die Ecke treiben oder völlig verstören, im schlimmsten Fall sperrt er vor Panik total und wird aggressiv. So etwas sollte nur mit größtem Bedacht – wenn überhaupt – angewendet werden und ist keinesfalls immer von Nutzen, ganz im Gegenteil. Jeder Hund hat für solche Dinge sein eigenes Tempo. Sicher kann man das nicht meiden, was ihn verängstigt, aber man kann ihn auch nicht zwingen, es nicht mehr zu fürchten.

Wenn es für einen selber und den Hund funktioniert ist es doch gut.
Das ist ein gefährlicher Satz, weil er alles legitimiert, solange es zu einem Ergebnis führt, egal wie und egal wie lange dieses anhält. Und ich denke doch, dass keiner von uns alle Erziehungsmethoden, die es so gibt, legitimieren will ;).

Ich halte z.B. nichts von diesem Rütter der regelt mir zu viel über Futter.
Das ist auch dein gutes Recht, nur wieso sollte man Rütter kritisieren dürfen und Milan nicht? ;) Persönlich bin ich auch kein Fan davon, den Hund nur vollzustopfen, ein Lob über Stimme muss auch genügen und das kann man ja auch gerne sagen. Nur sollte man dann auch Kritik an dem eigens bevorzugten Hundetrainer zulassen, du verstehst? Und pauschal jemandem eine Methode oder einen Trainer empfehlen halte ich sowieso für gefährlich, denn unabhängig von meiner Ansicht über eine bestimmte Methode kann sie oder kann auch nicht bei einem anderen Hund funktionieren. Was bei Hund A klappt klappt noch lange nicht bei B, so ist es mit diesen Methoden auch.
Was die Sendung angeht ist sowieso – egal welcher Trainer – m.E. Vorsicht geboten. Da wird viel geschnitten, sicher auch gestellt, zusammen gefasst oder in andere Zusammenhänge gesetzt. Außerdem herrscht großer Erfolgs- und Zeitdruck für den Trainer und es werden sicher auch nur die Fälle ausgestrahlt, bei denen die Methode in einem bestimmten Zeitraum funktioniert hat.

Liebe Grüße
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #737
Ich hab irgendwie den Eindruck, daß die Gegner und die Befürworter von Cesar Millan aneinander vorbei reden. Ich finde, daß man nicht mit allem einverstanden sein muß, was er sagt und tut, aber man sollte fair bleiben. In seinen "Shows" gibt es immer wieder den Insert, daß man das, was man da sieht, nicht ohne Fachmann anwenden soll. Zudem erklärt Cesar alles, was er macht und auch warum er es macht. Er fährt nicht einfach über die Leute drüber und auch nicht über die Hunde. Er läßt sich erklären, was die Leute meinen, was das Problem ist und wie es entstanden ist und dann erklärt er den Leuten seine Sicht der Dinge bzw. wie die Hunde das erleben. Er bringt den Leuten Verständnis für die Hunde nahe, auch daß deren Bedürfnisse befriedigt werden müssen, damit ein entspanntes Zusammenleben zwischen Hund und Mensch möglich ist. Ich habe sein Buch "Tips vom Hundeflüsterer" gelesen und war beeindruckt von seinem Verständnis und seinem Eintreten für die Bedürfnisse der Hunde. Es hat mir nicht alles gefallen, was ich gelesen und gesehen habe, aber ich finde durchaus, daß man von diesem Mann lernen kann und seine Ratschläge beherzigen sollte. Was man auch noch beachten sollte, Cesar betont immer die Wichtigkeit der artgerechten Behandlung der Hunde. Ein Hundebesitzer sollte sich auch über die Bedürfnisse und die Rasseeigenschaften seines Hundes schlau machen, um dessen Bedürfnissen besser gerecht werden zu können. Ein Hund sollte auch Hund bleiben dürfen und nicht zum menschlichen Baby oder zum Menschenbedürfnisbefriedigungsapparat degradiert werden. Wobei das mit dem menschlichen Baby ja auch genau in diese Richtung gemeint ist und Babies ja auch oft in erster Linie als zweiteres gesehen werden. Man muß Cesar nicht mögen, aber man sollte schon fair sein.
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #738
Ich hab irgendwie den Eindruck, daß die Gegner und die Befürworter von Cesar Millan aneinander vorbei reden. Ich finde, daß man nicht mit allem einverstanden sein muß, was er sagt und tut, aber man sollte fair bleiben. In seinen "Shows" gibt es immer wieder den Insert, daß man das, was man da sieht, nicht ohne Fachmann anwenden soll. Zudem erklärt Cesar alles, was er macht und auch warum er es macht. Er fährt nicht einfach über die Leute drüber und auch nicht über die Hunde. Er läßt sich erklären, was die Leute meinen, was das Problem ist und wie es entstanden ist und dann erklärt er den Leuten seine Sicht der Dinge bzw. wie die Hunde das erleben. Er bringt den Leuten Verständnis für die Hunde nahe, auch daß deren Bedürfnisse befriedigt werden müssen, damit ein entspanntes Zusammenleben zwischen Hund und Mensch möglich ist. Ich habe sein Buch "Tips vom Hundeflüsterer" gelesen und war beeindruckt von seinem Verständnis und seinem Eintreten für die Bedürfnisse der Hunde. Es hat mir nicht alles gefallen, was ich gelesen und gesehen habe, aber ich finde durchaus, daß man von diesem Mann lernen kann und seine Ratschläge beherzigen sollte. Was man auch noch beachten sollte, Cesar betont immer die Wichtigkeit der artgerechten Behandlung der Hunde. Ein Hundebesitzer sollte sich auch über die Bedürfnisse und die Rasseeigenschaften seines Hundes schlau machen, um dessen Bedürfnissen besser gerecht werden zu können. Ein Hund sollte auch Hund bleiben dürfen und nicht zum menschlichen Baby oder zum Menschenbedürfnisbefriedigungsapparat degradiert werden. Wobei das mit dem menschlichen Baby ja auch genau in diese Richtung gemeint ist und Babies ja auch oft in erster Linie als zweiteres gesehen werden. Man muß Cesar nicht mögen, aber man sollte schon fair sein.

super geschrieben. Kann ich so nur unterschreiben. :clap:

Gerade gestern habe ich wieder den Rütter geschaut. VIP Hundeprofi. Abgesehen von der Lachnummer mit Jürgen Drews und seinen verrückten Tierchen, war doch auch der Fall der unsicheren Ridgebackhündin sehr interessant. Für die, die es nicht gesehen haben: sie hatte Angst vor einer Brücke (und noch vor anderen Sachen). Nun haben die versucht mit Locken und Reden und einem riesen Tamtam dieses Tier auf diese Brücke zu bekommen--> was natürlich nicht geklappt hat.
Ich sagte noch zu meinem Freund: klar, je mehr Tamtam die machen, desto schlimmer wird die Angst.
Lustigerweise sagte Rütter in dem Moment genau das gleiche! :mrgreen:
Ich bin nun sehr gespannt, wie er das Problem weiter angeht.

Ich weiss, wie Millan dieses Problem angegangen wäre. Hund an die Leine und einfach drüber laufen. Nicht mit dem Hund sprechen, ihn ignorieren, einfach zu laufen. Und erst, wenn er das 10. Mal über dieser Brücke ist, nicht mehr den Schwanz zwischen den Beinen hat, nicht mehr gestresst ist, dann ansprechen, loben.
Ich selber hatte schon mehr als einmal solche Fälle und kann sagen: ja, es klappt.

Aber auch hier wieder und das ist genau das, was der Millan immer sagt: auf die Energie kommt es auch an! Man muss dazu einfach die richtige Energie haben und oft haben die Besitzer das nicht. Aber wenn diese Energie stimmt, wird sich die Angst auch nicht als Aggression gegen den Menschen wenden. ;)
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #739
Ich bin auch gespannt, wie der Rütter das löst (auch wenn das hier nicht das eigentliche Thema ist). Bisher bin ich ja immer die Geduldsschiene gefahren: Auf die Brücke gesetzt, den Hund an der Leine, sodass er sich zwischen Brücke und festem Boden entscheiden kann - und gewartet. Solange bis Köterli freiwillig auf die Brücke kommt. Ich hab ne waaaaaahnsinns Geduld, wenn ich meinen Willen durchsetzen will :lol: Ist aber nicht jedermanns Weg. Wäre allerdings auch nicht mein Weg, den Hund drüber zu ziehen. Oder ich würde es zumindest von der Angst abhängig machen. Bei Hanna geht Konfrontationstherapie nur in der Light-Version. Bei Jerry würde das eher und besser gehen.

Aber um nochmal ein wenig zum Thema beizutragen. Bin und werde nie ein CM-Fan, spreche ihm aber seine Daseinsberechtigung keineswegs ab... und sowieso sind wir ja alle der Meinung, dass es keinen perfekten Hundetrainer gibt. Ich mag viele Methoden vom Rütter so absolut gar nicht (diese ständige Futterbeutelsache geht mir furchtbar auf den Zeiger allein aus Entertainment-Gründen, auch wenn ich kein Gegner des Belohnens mit Futter bin, denn das ist eben essentiell für Hunde), obwohl ich ihn als Menschen recht sympathisch finde. CM ist mir halt zu amerikanisch, was wahrscheinlich mein "Europäer"-Problem ist :lol: Daher würde ich ihn vermutlich auch nicht schauen, wenn ich mit seinen Methoden 100% konform gehen würde. Seine Zähne sind mir schon zu weiß :mrgreen::lol: Aber das ist so ein Luxusproblem von mir. Ich kann auch keine Filme gucken, wenn ich den Schauspieler nicht mag.

Ich beschäftige mich auch schon das ein oder andere Jährchen mit verschiedenen Hundetrainern und Verhaltenstypis, aber bisher habe ich keinen gefunden, der mir 100% zusagt. Bei vielen fehlt mir der Mittelweg oder sind mir zu sehr auf eine Methode gepolt. Nach wie vor kann ich mich wohl am besten mit P. McConnell identifizieren, aber die ist mir manchmal auch ein wenig zu emotional, dafür dass sie ja durchaus ne Verhaltensbiologin mit anerkanntem wissenschaftlichem Abschluss ist. Da erwarte ich mehr Neutralität. Aber vielleicht darf man das nicht sein, wenn man Bücher für den "gemeinen Hundehalter" schreibt :)

So... und was wollte ich eigentlich sagen? Ich weiß es nicht :lol:
 
  • Der Hundeflüsterer- auf SIXX Beitrag #740
Off-Topic
Den Hund drüber ziehen würde sicherlich auch keinen Millan weiterbringen. Bei solchen Aktionen betont er ja auch immer wieder, dass er den Hund nicht nach vorne zieht, sondern lediglich die Bewegung nach hinten blockiert. Bewegt sich der Hund nach vorn, lässt er den Zug nach. Wenn man den Hund einfach drüber zerrt, bringt das natürlich nichts :roll:
 
Thema:

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