Huhu MixMaster,
Mein persönliches Highlight eines Spazierganges ist immer, wenn Leute ihre Hunde auf meinen lostoben lassen und aus der Ferne rufen "keine Angst, der tut nix!"
Jau, schick! Aber meiner vielleicht! (Tut er nicht, aber das können doch die Anderen nicht wissen)
Und dann ist das Geheule groß, wenn was passiert. Ich gehe definitiv nicht dazwischen, wenn sich zwei Hunde beißen (man hat ja auch selten einen Eimer mit kaltem Wasser dabei).
Generell finde ich eben einfach, dass wir Hundehalter uns so langsam mal solidarisieren sollten und uns nicht ständig gegenseitig mit allen möglichen Klugscheisserein runtermachen müssen. "Wir" werden ständig in die "Schädlingsecke" gedrängt und mancherorts wird man vollkommen grundlos angepöbelt, schief angeschaut. Ach, du meine Güte, der Hund hat gebellt, der Hund hat gekackt, der Hund ist ein potentieller Mörder etc pp. Man hat "uns" Stück für Stück einen derartigen Schuldkomplex eingeredet, dass schweigend hinnimmt was so gefordert wird, ohne auch nur ansatzweise mal mit der Faust auf den Tisch zu hauen.
Gerade im Bezug auf die Hundekacke geht mir teilweise wirklich der Hut hoch. Wenn ich sehe, wie es in manchen Städten mit den Mülleimern so gehalten wird und man stundelang mit der Kacktüte durch die Gegend tippeln muß, bevor man ihn entsorgen kann (und auch dabei noch böse Blicke kassiert), dann frage ich mich mehr und mehr, warum "wir" nicht langsam mal politisch aktiv werden....ernsthaft!
Es gibt in Deutschland 5,3 Mio. registrierte Hunde.
Nehmen wir mal einen -sehr niedrigen!- Mittelwert von 50 € pro Hund (Nicht mitgezählt sind die sogenannten "Listenhunde" die teilweise mit 800€ pro Nase zu Buche schlagen, ebenfalls nicht mitgerechnet sind Zweit- oder Dritthunde die in den meisten Fällen das Doppelte bzw. das Dreifache des ersten Hundes kosten)
da kämen wir schon mal auf schlappe 265 Mio € per anno (und das ist sicher noch sehr billig angesetzt)
Jetzt rechnen wir mal die Mwst. aus den - auch wieder sehr niedrig angesetzten- ca. 50 € im Monat für Futter, Leckerli und Kacktüten
Ebenfalls die Mwst. für die Haftpflichtversicherung (sagen wir mal 70€), Tierarztbesuche und Arzneien (durchschnittlich vielleicht 150 €) und allem Zubehör wie Halsband, Leine, Körbchen, Näpfe etc.
Natürlich käme auch noch die Lohnsteuer der lt. Statistik rund 100 000 Arbeitsplätze die direkt mit Hunden verbunden sind, dazu.
Sorry, aber anhand dieser Zahlen, sollte jeder Nicht-Hunde-Halter einen Dankestanz um jeden Kackhaufen machen!
Die Kosten für den Staat durch Hunde dürften nicht mal annähernd so hoch sein. Denn da wird keine Extra-Einsatzkommando für Hundekacke beschäftigt. Dieses Geld wandert hübsch in das allgemeine Säckel wofür der eine oder andere seine staatlichen Zuwendungen bekommt, Kigas bezahlt werden etc. Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass man den Haufen seines Lieblings natürlich beseitigt, dass ist eine Selbstverständlichkeit, aber genug Mülltonnen in der Umgebung sollten für diese Steuern ja wohl drin sein. Genauso wie ausgewiesene Hundewiesen und -plätze. Schaut euch mal genau in den Parks um, da liegen heute noch Silvesterknaller, und immer wieder zerbrochene Bierpullen, Essensreste von ungenauer Herkunft....aber die Hundehaufen sinds, worüber sich ereifert wird! Gehts denn wirklich nur mir so, dass ich da an die Decke gehen könnte? Wenn genug Geld aus den Steuern auch wirklich für die Hundehaltung verwendet würde, könnte man auch ganz schnell die paar Vollhonks aussortieren, die nicht geeignet sind einen Hund zu halten, aber für solche Kontrollorgane fehlt das Geld...die werden lieber durch die Parks gejagt um Hundehalter wegen "wildkackens" oder "Maulkorbpflicht" abzuzocken.