Kennt ihr Bengalkatzen?!

Diskutiere Kennt ihr Bengalkatzen?! im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Ne ich meinte das Gitter am Boden. Aber oben ist es ja auch nochmal festgemacht, hab ich jetzt erst gesehen... Versuchen die zwei nicht manchmal...
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #241
Ne ich meinte das Gitter am Boden. Aber oben ist es ja auch nochmal festgemacht, hab ich jetzt erst gesehen...

Versuchen die zwei nicht manchmal dran hochzuklettern?

Das war ne Tischplatte- verdammt, da wird das mit dem Nachkaufen schwer :uups: es schaut echt edel aus! Wir haben hier so stinknormale Plastiksets..

Und was ist mit dem Tunnel? :mrgreen: Ist das einer der raschelt?
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?!

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  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #242
Ne ich meinte das Gitter am Boden. Aber oben ist es ja auch nochmal festgemacht, hab ich jetzt erst gesehen...

Versuchen die zwei nicht manchmal dran hochzuklettern?

Das war ne Tischplatte- verdammt, da wird das mit dem Nachkaufen schwer :uups: es schaut echt edel aus! Wir haben hier so stinknormale Plastiksets..

Und was ist mit dem Tunnel? :mrgreen: Ist das einer der raschelt?

Ne am Gitter unter ist es nicht Festgemacht.
Ab und an Springen sie Hoch ,wenn was im Netz rumfliegt :lol::lol::lol: dann schäppert es volle Kanne :lol::lol::lol::lol:

Klar Rascherlt der :lol::lol::lol::lol:
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #243
Hi,
stelle mich mal kurz vor ;).
Mein Name ist Renate ich erstelle die Webeite Bengalen in Not und züchte selber.
Fragt mir gern Löcher in den Bauch - denn ich denke einige der Vorurteile die hier aufgeworfen sind könnten geklärt werden :))).
Übrigens auf das Forum gekommen bin ich durch meine Webseitenstatistik ;))) so auch Bacamel ....
LG
Renate
P.S. Morgen bin ich leider nicht groß online unnd jetzt gehe ich ins Bett - daher nicht wundern wenn ich erst später antworte.


Hallo Renate,
dann sage ich mal herzlich Willkommen im Forum!
Schön, dass du dir Zeit für unsere Fragen nehmen willst! An einem ernsthaften Austausch sind wir immer interessiert!
Hier gab es in der Vergangenheit einige Missverständnisse, die ich gerne geklärt haben möchte.


Naja und die aktuelle Grundfrage ist/war wohl, warum man Bengalkatzen züchtet?
Nicht falsch verstehen, ich finde die Rasse sehr schön, sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter und Verhalten. Trotzdem kann ich mich nicht wirklich mit ihr anfreunden und das eben vor allem wegen ihrer Geschichte und um die Zucht nicht weiter zu unterstützen.

Durch die Einkreuzung der Asiatischen Wildkatze ist einiges an Katzenelend entstanden - für das sicher nicht die heutigen Züchter der X-ten Generation verantwortlich sind, aber es bereitet mir Bauchschmerzen, auch nur daran zu denken. Gerade in den USA wird auch heute noch viel mit Wildkatzen gezüchtet, bei uns in Europa sind für Viele "nur" die Auflagen zu streng.
Bis vor wenigen Jahren gab es auch noch in der Bengalzucht den schönen Satz, dass man sich gute Tiere für die Zucht unbedingt aus den USA importieren sollte. Ich schätze, das hat sich inzwischen geändert, nachdem die Bengalkatzen zu einer absoluten Moderasse geworden sind.
Heute gibt es ja sogar schon die von der Bengalkatze aus weiter gezüchteten Toygers und diverse "neue" Farbschläge bzw. Varianten. (Unter Anführungszeichen, denn eigentlich gibt es sie ja doch schon einige Jahre, nur eben in sehr kleinem Rahmen.)

Punkt zwei sind dann die Eigenheiten der Bengalkatze. In meinen Augen sind Bengalen keine Katzen für Jedermann, da sie - auch in den Generationen unter F4 - immer noch mehr von einer Wildkatze haben, als unsere gewöhnlichen Hauskatzen oder andere Katzenrassen (mal von den anderen Hybridrassen abgesehen, denn da scheinen die Bengalen ja noch die Pflegeleichtesten zu sein).
Konkret gesagt: Bengalen brauchen Beispielsweise mehr Raum als eine normale Katze. Soweit ich das im Kopf habe, geht es bei Bengalen in Not auch gerade darum, diesen Katzen einen längeren Tierheimaufenthalt zu ersparen?
Durch falsche Haltung oder Sozialisation entstehen Verhaltensauffälligkeiten leichter und äußern sich oft drastischer. Das mag subjektives Empfinden sein, aber Bengalen sind meiner Meinung nach schon wesentlich sensibler und brauchen mehr Beschäftigung. Das zeigt sich ja umgekehrt bei guter Haltung wieder durch die hohe Anhänglichkeit und den hohen Grad an Verspieltheit.

Angesichts der immer noch verhältnismäßig kleinen Anzahl an Bengalkatzen gibt es verdammt viele mit solchen "Ticks" - davon kannst du sicher mehr erzählen als ich.
Und da frage ich mich eben, ob es wirklich sinnvoll ist, so eine Rasse weiter zu züchten, die für den Durchschnittsbürger einfach nicht geeignet ist. Ich bin mir sicher du und auch Bacamel sucht euch die zukünftigen Katzenhalter sehr sorgfältig aus – aber auch ihr unterstützt damit die Verbreitung einer Rasse, die in meinen Augen schlicht nichts ins Wohnzimmer gehört.

Aber um das noch einmal klipp und klar zu sagen: NEIN, ich habe NIE behauptet, dass Bengalkatzen aggressiv sind oder was auch immer.
Falls es irgendwo Verständigungsprobleme gibt, bitte die entsprechenden Absätze (nicht isolierte Sätze, danke!) zitieren und ich erkläre das gerne noch einmal.

Damit auch zu Punkt drei.
Es gibt einiges, das ganz allgemein gegen eine Zucht spricht. Tierheimelend und Bauernhofkatzen einmal angefangen und ja, ich werde nie verstehen, wie jemand trotz dieses Elends züchten kann. Wenn jeder Züchter stattdessen zu einer Pflegestelle werden würde… aber ja, Wunschdenken meinerseits. Ich bin da einfach ein bisschen zu sehr im Tierschutz drinnen. ;)
Zurück zum Thema: Bengalen sind selbstverständlich keine Qualzuchten (keine Ahnung wo Bacamel das heraus gelesen hat, wurde hier auch von niemandem behauptet, aber ich stelle das lieber noch einmal klar), aber sie sind auch nicht gerade eine „normale“ Katzenrasse.
Auch hier noch einmal der Hinweis: Natürlich gibt es viele Rassen, die ich weit schlimmer finde als Bengalen, aber da es hier um Bengalen geht, möchte ich jede andere Rasse aus der Diskussion ausklammern.

Die Katzenhaltung ist bei Züchtern immer schwierig. Das soll kein Angriff sein, aber ich denke, es ist klar, dass es eine gewisse Problematik gibt, mit mehreren potenten Tieren in einer Gemeinschaft. Hinzu kommen die vielen Kleinigkeiten – Hormonspritzen, Pillen, Katerhöschen oder die getrennte Haltung von Katern – alles nicht gerade ideal.
Um hier noch einmal aufzugreifen, was ich gegenüber Bacamel schon behauptet habe: Bengalen gelten als eher markierfreudig. Das trifft sicher nicht auf jeden Bengalenkater zu und ich habe auch nie behauptet, dass andere Rassen nicht auch mit solchen Problemen zu kämpfen haben.
Auf jeden Fall: Auch das ein Punkt, der die Zucht kaum einfacher machen dürfte.

Übrigens: Dass Bengalen „illegal“ sind, hat hier auch niemand behauptet. Lediglich, dass ihre Entstehung nicht auf natürlichem Weg erfolgt ist.

*durchatme*
So, ich hoffe, ich habe jetzt wenigstens ein paar der wichtigsten Punkte noch einmal zusammen gefasst. Sorry für die vielen Hinweise, diese sollen kein Angriff sein, sondern lediglich bisherige Missverständnisse vermeiden. Ich nehme jedenfalls an, dass du den Anfang der Diskussion auch schon ein wenig mit verfolgt oder nachgelesen hast.

Ich würde mich freuen, wenn du nun nicht drei Sätze isoliert herauspicken würdest, sondern dir die Zeit nehmen könntest, umfassend auf unsere/meine Bedenken bezüglich der Bengalkatze und auch ein wenig bezüglich der Zucht allgemein eingehen könntest.

Schon einmal Danke dafür!

Liebe Grüße,
blackcat

PS: Webseitenstatistik? Ich wusste nicht, dass Bengalen in Not so etwas hat? (Denn ja, ich kenne die Seite und das Projekt würde mich dann auch persönlich noch mal interessieren, aber dazu evt. später mehr).
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #244
Nun nur weil es zuviel Katzen Elend gibt soll man nicht mehr Züchten , das finde ich eine Ansichtssache .
Und das mit der Qualzucht hat irgend einer Geschrieben ganz am Anfang,das stimmt das ,das geschrieben wurde.

Ich finde es toll wenn sich jemand für eine Rasse einsetzt , den Bengalen sind auch nun wirklich nicht unbedingt einfach zu Züchten .
Wir wurden auch schon so oft gefragt , warum Züchtet ihr den nicht ?!
Das sind so schöne Tiere usw. darf habe ich immer geantwortet ich möchte es nicht , soviel Verantwortung kann man nicht tragen wenn man Berufstätig ist.
Und ausserdem bekommt man beim Kauf einen Vertrag mit den Klauseln darin.
Endweder kauf man ein Liebhabertier oder dann eben ein Zuchttier , wo die preise dann demendsprechend höher werden.
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #245
Nun nur weil es zuviel Katzen Elend gibt soll man nicht mehr Züchten , das finde ich eine Ansichtssache .
Und das mit der Qualzucht hat irgend einer Geschrieben ganz am Anfang,das stimmt das ,das geschrieben wurde.

Es hat aber keiner geschrieben, dass es sich bei der Bengalkatze um eine Qualzucht handelt, ich habe geschrieben, dass ich die Entstehung von solchen Hybridrassen, für genauso schlimm halte wie Qualzuchten, zu denen ich u.a. Perser ohne Nase auch rechne............... und Kitty B. hatte dann gefragt, wie du zu dem Thema Qualzucht stehst, aber es hat wirklich niemand die Bengalkatzen als Qualzucht bezeichnet, Fakt ist, dass die Entstehung der Rasse mit reichlich Tierleid verbunden ist.
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #246
Hallo Renate,
dann sage ich mal herzlich Willkommen im Forum!
Schön, dass du dir Zeit für unsere Fragen nehmen willst! An einem ernsthaften Austausch sind wir immer interessiert!
Hier gab es in der Vergangenheit einige Missverständnisse, die ich gerne geklärt haben möchte.

Hallo Blackcat,
danke für das herzliche Willkommen :).


Naja und die aktuelle Grundfrage ist/war wohl, warum man Bengalkatzen züchtet?
Nicht falsch verstehen, ich finde die Rasse sehr schön, sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter und Verhalten. Trotzdem kann ich mich nicht wirklich mit ihr anfreunden und das eben vor allem wegen ihrer Geschichte und um die Zucht nicht weiter zu unterstützen.


Warum "man" Bengalen züchtet kann ich Dir nicht beantworten, denn jeder hat seine eigene Geschichte.
Warum ich Bengalen züchte kann ich Dir gerne beantworten.
Wir hatten bevor wir anfingen zu züchten mit unserer Hauskatze Babies und als wir sie danach kastrierten (weil es weiss Gott schon genügend Kätzchen gibt die in Tierheimen leben) haben wir uns überlegt welche Rasse zu uns passt und welche Sinn macht zu züchten.
Im Prinzip bin ich zu den Bengalen gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, wir sahen sie auf einer Asustellung und waren hin und weg.
Das diese Rasse noch in den Kinderschuhen steckte und das es (Gott sei Dank) noch keine solche Flut an Züchtern gab wie bei den Briten oder Coonis damals auch Perser, war etwas das mir erst später klar wurde. Würde ich heute eine Rasse auswählen dann sicherlich auch nach genau diesen Kriterien ;) - kann man zücherisch etwas bewirken und gibt es schon zu viele Züchter oder nicht


Durch die Einkreuzung der Asiatischen Wildkatze ist einiges an Katzenelend entstanden - für das sicher nicht die heutigen Züchter der X-ten Generation verantwortlich sind, aber es bereitet mir Bauchschmerzen, auch nur daran zu denken. Gerade in den USA wird auch heute noch viel mit Wildkatzen gezüchtet, bei uns in Europa sind für Viele "nur" die Auflagen zu streng.

Ich war sehr lange der Meinung das die Hybridtiere der ersten Generationen nur unter für die Tiere unmöglichen Verhälltnissen leben könnten und super scheu wären ... ich muss sagen das ich in den letzen ein zwei Jahren eines besseren belehrt wurde was das angeht.
Es gibt einige wenige Züchter die sehr senibel damit umgehen und die zeigen das die Tiere je nach dem durchaus so gehalten werden können das Mensch und Tier glücklich sind. Gerne kann ich Dir mal per PN eine nennen ....

Die Auflagen sind eine Lachnummer!!!!!!!!! Hybriden und Wildkatzen werden WENIGER Platz empfohlen (weil es gibt nur Empfehlungen keine Gesetzte) als Hauskatzen in der Zucht!!!


Bis vor wenigen Jahren gab es auch noch in der Bengalzucht den schönen Satz, dass man sich gute Tiere für die Zucht unbedingt aus den USA importieren sollte. Ich schätze, das hat sich inzwischen geändert, nachdem die Bengalkatzen zu einer absoluten Moderasse geworden sind.

Das ist immer noch so, Importe werden bevorzugt - nicht weil die Tiere besser wären - weil es für manche Züchter "chic" ist - für andere geht es um spezielle Linien....

Heute gibt es ja sogar schon die von der Bengalkatze aus weiter gezüchteten Toygers und diverse "neue" Farbschläge bzw. Varianten. (Unter Anführungszeichen, denn eigentlich gibt es sie ja doch schon einige Jahre, nur eben in sehr kleinem Rahmen.)

Ja stimmt, aber auch das ist nicht neues, ich habe seit 2005 auch die langhaarigen Tiere die wir Cashmeres nennen. Weil die Bengalen leider zur Moderasse mutiert sind weil jeder der so ein Tier kauft meint er müsste auch direkt züchten und ohne Sinn und Verstand alles an weitere Neuzüchter verkaufen :((( bin ich dabei komplett umzustellen. Ich will nicht für zuviele Tiere sorgen sondern einer begrenzten Interessentenzahl das Tier seiner Träume geben ... ergo muss ich wenn es zu viele Bengalzüchter gibt die Konsequenzen ziehen. In meiner Region ist es besonders schlimm :(

Punkt zwei sind dann die Eigenheiten der Bengalkatze. In meinen Augen sind Bengalen keine Katzen für Jedermann, da sie - auch in den Generationen unter F4 - immer noch mehr von einer Wildkatze haben, als unsere gewöhnlichen Hauskatzen oder andere Katzenrassen (mal von den anderen Hybridrassen abgesehen, denn da scheinen die Bengalen ja noch die Pflegeleichtesten zu sein).
Konkret gesagt: Bengalen brauchen Beispielsweise mehr Raum als eine normale Katze.

Nein, brauchen sie nicht. Lass uns bitte "normal" definieren. Wir reden von einer Katze die spiele will und mal ihre 5 Minuten hat nicht von einem Couchpotato der sich am Tag nur 5m bewegt. Bengalen brauchen hohe Punkte, aber hey das die Katzen auf der Küche und dem Schrank sitzen kenne ich genauso von meinen Hauskatzen oder den Notfellchen Coonies die ich früher hatte.

Soweit ich das im Kopf habe, geht es bei Bengalen in Not auch gerade darum, diesen Katzen einen längeren Tierheimaufenthalt zu ersparen?

Nein, auch nicht richtig. Ich habe damas die Seite ins Leben gerufen weil ich vorbeigen wollte. Eigentlich wollte ich das sich einige Züchter zusammen tun und präventiv etwas machen. Ich wurde ausgelacht - Bengalen im Tierheim - das würde es nie geben. Dann kam der Animal Hoarding Fall in Österreich :((( ... und da hab ich die Seite zusammen gekloppt und versucht zu vermitteln. So ist BiN entstanden.
Keine Katze sollte im TIerheim sitzen, egal ob Bengal oder Hauskatze. Ich fühle mich nur besonders für "meine" Rasse verantwortlich und daher betreibe ich die Seite um zu helfen das die Tiere vermittelt werden.


Durch falsche Haltung oder Sozialisation entstehen Verhaltensauffälligkeiten leichter und äußern sich oft drastischer. Das mag subjektives Empfinden sein, aber Bengalen sind meiner Meinung nach schon wesentlich sensibler und brauchen mehr Beschäftigung. Das zeigt sich ja umgekehrt bei guter Haltung wieder durch die hohe Anhänglichkeit und den hohen Grad an Verspieltheit.

Ja, das stimmt, Bengalen sind sensibel - ob sie sensibler sind weiss ich nicht. Wenn ich einem Tierschützer erkläre das Bengalen schnell mit unsauberkeit reagieren wenn ihnen was nicht passt bekomme ich gesagt das dies bei anderen Katzen genau so wäre... Meiner Meinung nach sind sie sensibler...
Ja, sie brauchen Beschäftigung. Am idealsten durch ein Tier das ihr Temperament hat.... ich würde gern ein Video einstellen aus USA - darf ich das? da kann man sehen was sie brauchen wenn sie allein gehalten werden...


Angesichts der immer noch verhältnismäßig kleinen Anzahl an Bengalkatzen gibt es verdammt viele mit solchen "Ticks" - davon kannst du sicher mehr erzählen als ich.

Empfinde ich eigentlich nicht so, von den weit über 100 Kitten die ich in den Jahren vermittelt habe ist nicht eines dabei das ein Extremverhalten hat (ich behaupte mal ich hätte da Rückmeldung bekommen denn wenn was nicht klappt melden sich die Leute in der Regel ;) wenn alles OK ist hört man uU Jahre nichts).

Und da frage ich mich eben, ob es wirklich sinnvoll ist, so eine Rasse weiter zu züchten, die für den Durchschnittsbürger einfach nicht geeignet ist. Ich bin mir sicher du und auch Bacamel sucht euch die zukünftigen Katzenhalter sehr sorgfältig aus – aber auch ihr unterstützt damit die Verbreitung einer Rasse, die in meinen Augen schlicht nichts ins Wohnzimmer gehört.

Blackcat, hast Du Bengalen schon mal live erlebt? Ich habe kein Freigehege und auch sonst keinen Auslauf und im Moment tummeln sich in meinem Wohnzimmer 3 potente Katzen, eine Nachwuchskatze, eine Kastratin, 7 Kitten und ein Australian Sheepheard. Hier pisst auch keines meiner Mädchen, es ist ruhig in der Gruppe und es herrscht Friede. Wohl wahr das Fingerspitzengefühl dazu gehört eine so große Gruppe zu halten die funktioniert bei Bengalen ;). Ich habe nicht umsonst geschrieben das Bengalen nicht immer Gruppentauglich sind -ich habe da Erfahrungen gesammelt und schrieb das nicht weil ich das niemanden zutraue... ;)) (war in einem früheren Posting ;))) )
Doch Bengalen gehören ins Wohnzimmer, so wie jede andere Katze auch - wenn sie es nicht anders kennt.

Bitte überleg mal. Wir haben hier Katzen die seit vielen Generationen im Haus gehalten werden und nichts anderes kennen.
Da geht jemand hin und holt vom Bauernhof oder von Silzilien eine Katze ... deren Ahnen seit vielen Generationen keinen Kontakt zu Menschen groß hatten und nie in Haus waren.

Was denkst Du welche im Haus artgerechter gehalten werden???



Aber um das noch einmal klipp und klar zu sagen: NEIN, ich habe NIE behauptet, dass Bengalkatzen aggressiv sind oder was auch immer.
Falls es irgendwo Verständigungsprobleme gibt, bitte die entsprechenden Absätze (nicht isolierte Sätze, danke!) zitieren und ich erkläre das gerne noch einmal.

Damit auch zu Punkt drei.
Es gibt einiges, das ganz allgemein gegen eine Zucht spricht. Tierheimelend und Bauernhofkatzen einmal angefangen und ja, ich werde nie verstehen, wie jemand trotz dieses Elends züchten kann. Wenn jeder Züchter stattdessen zu einer Pflegestelle werden würde… aber ja, Wunschdenken meinerseits. Ich bin da einfach ein bisschen zu sehr im Tierschutz drinnen. ;)

Kann ich absolut nachvollziehen. Ich wäre für die Kastrationspflich aller freilaufenden Katzen und einer Prüfung durch das Veterinäramt für jeden der Tiere züchtet. Außerdem Chippflicht, registrierung auf den Züchter und lebenslange Pflich die Tiere wieder zu vermitteln wenn etwas passiert.... Damit wären in wenigen Jahren die Tierheime leer ..

Zurück zum Thema: Bengalen sind selbstverständlich keine Qualzuchten (keine Ahnung wo Bacamel das heraus gelesen hat, wurde hier auch von niemandem behauptet, aber ich stelle das lieber noch einmal klar), aber sie sind auch nicht gerade eine „normale“ Katzenrasse.
Auch hier noch einmal der Hinweis: Natürlich gibt es viele Rassen, die ich weit schlimmer finde als Bengalen, aber da es hier um Bengalen geht, möchte ich jede andere Rasse aus der Diskussion ausklammern.

Ich denke Bacamel meinte damit die Hybridzucht. Ich habe noch nie gehört das eine ALC eine Hauskatze getötet hätte... wohl Servale -aber die sind ne ganz andere Körpergröße ;) ALC sind kleiner als domestizierte Katzen.

Die Katzenhaltung ist bei Züchtern immer schwierig. Das soll kein Angriff sein, aber ich denke, es ist klar, dass es eine gewisse Problematik gibt, mit mehreren potenten Tieren in einer Gemeinschaft. Hinzu kommen die vielen Kleinigkeiten – Hormonspritzen, Pillen, Katerhöschen oder die getrennte Haltung von Katern – alles nicht gerade ideal.

Stimmt, züchten ist nicht immer witzig - aber hier ist echt ein Punkt der jede Rasse betrifft und den sollten wir ggf separat diskutieren.

Um hier noch einmal aufzugreifen, was ich gegenüber Bacamel schon behauptet habe: Bengalen gelten als eher markierfreudig. Das trifft sicher nicht auf jeden Bengalenkater zu und ich habe auch nie behauptet, dass andere Rassen nicht auch mit solchen Problemen zu kämpfen haben.
Auf jeden Fall: Auch das ein Punkt, der die Zucht kaum einfacher machen dürfte.

Markierverhalten ist eine Selektionssache. Man kann durchaus darauf selektieren und Tiere die früh markieren eben nicht zur Zucht einsetzten. Das sind Selektionen die andere Rassen schon hinter sich haben. Da bei den Bengalen leider anfänglich nur auf ein schönes Fell gezüchtet wurde sind diese Dinge erst mal vernachlässiggt worden. Ich kann aber sagen das es relativ irrelevant ist ob ein Kater markiert oder nicht. Einpotenter Kater hat nichts bei potenten Mädchen zu suchen wenn diese nicht gedeckt werden sollen. Ansonsten kommt es zu Pillenwürfen und ungewünschten Schwangerschaften. Ist jetzt meine persönlcihe Meinung ;) aber Kater und Kater gemeinsam und Mädchen allein ... sonst kann man nicht kontrolliert züchten.


Übrigens: Dass Bengalen „illegal“ sind, hat hier auch niemand behauptet. Lediglich, dass ihre Entstehung nicht auf natürlichem Weg erfolgt ist.

;) es gibt wenig natürlich entstandene Rassen .... und selbst solche wo es behauptet wird sind meist doch eine "Kreation" irgendwelcher Züchter.

*durchatme*
So, ich hoffe, ich habe jetzt wenigstens ein paar der wichtigsten Punkte noch einmal zusammen gefasst. Sorry für die vielen Hinweise, diese sollen kein Angriff sein, sondern lediglich bisherige Missverständnisse vermeiden. Ich nehme jedenfalls an, dass du den Anfang der Diskussion auch schon ein wenig mit verfolgt oder nachgelesen hast.

Ich würde mich freuen, wenn du nun nicht drei Sätze isoliert herauspicken würdest, sondern dir die Zeit nehmen könntest, umfassend auf unsere/meine Bedenken bezüglich der Bengalkatze und auch ein wenig bezüglich der Zucht allgemein eingehen könntest.

Schon einmal Danke dafür!

Liebe Grüße,
blackcat

PS: Webseitenstatistik? Ich wusste nicht, dass Bengalen in Not so etwas hat? (Denn ja, ich kenne die Seite und das Projekt würde mich dann auch persönlich noch mal interessieren, aber dazu evt. später mehr).

;) 4stats ... da laufen alle meine Webseiten drüber ;) ist schon mal interessant zu sehen wonach Leute suchen und so ,,,


Jetzt muss ich noch was zu Bacamels Eherenrettung sagen ;): ich hatte den Link zu diesem Forum auf Facebook gepostet und gehofft das sich einige Liebhaber hier melden und mal schildern wie ihr Leben mit Bengalen so ausschaut - naja und Bacamel hat sich halt eingeklinkt.... leider keine Liebhaber. Mir ist klar das Züchter das Ganze immer noch aus einem anderen Blickwinkel sehen.
Dann noch was. Es ist so das Menschen die ein Tier aus dem Tierschutz nehmen wollen nicht zum Züchter gehen und umgekehrt. Es sind in der Regel Menschen die halt genau DIES oder JENES wollen und die bekommt man nicht umgebogen . nicht die einen . nicht die andern.
Wie oft hat man den Leuten gesagt geht holt Euch ein Notfelchen zum Kitten - und es passiert nicht oder sie werden abgeklatscht weil sie ein Ter vom Züchter haben :(. Etwas mehr Hand in Hand von ordentlichen Tierschützern und ordentlichen Züchtern wäre wirklich schön ;).

In diesem Sinne, einen schönen Abend,
LG
Renate


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

sorry für die ganzen Rechtschreibfehler, es ist spät und ich war den ganzenTag auf Achse :(
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #247
Wow was für ne tolle Ausführliche Antwort! :clap:

Beim Lesen sind bei mir noch ein paar Fragen auchgekommen, die ich allerdings schon vergessen hab :uups: Vielleicht falln sie mir ja wieder ein oder jemand anders stellt sie zufällig :roll:

Achja, mich würde interessieren, wie diese Cashmeeres aussehen. Bei google gibts die nicht, nur Ziegen :p Ist das eine spezielle Züchtung nur von euch oder gibts da auch mehrere? Und ist das schon ne anerkannte Rasse?
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #248
Hallo Sumo88,
frag einfach wenn es Dir wieder einfällt.
Google mal nach "Cashmere Katzen", "Cashmere Bengal", "longhaired Bengals" oder nach "Bengal langhaar" ... nein sie sind noch nicht anerkannt, was für ich den Reiz ausmacht ;) es gibt was zu tun ;) packen wir es an ;). Es ist einfach ein rezessives Gen das durch die Einkreuzung diverser Rassen von Anbegin in den Bengalen ist und wir selektieren danach bzw kreuzen diverse Linien (Bengal) ein um einen guten Genpool zu bekommen.
LG
Renate

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

es gibt in Deutschland 5 Züchter und Weltweit etwa 10-15 die langhaarige Bengalen züchten.
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #249
vielen Dank. Die sind ja auch hübsch!
Wie genau macht man das? Sucht man sich bengalen mit relativ langem Fell bis es immer länger wird oder kreuzt man irgendeine langhaar-rasse mit ein? Und wenn ja welche?
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #250
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich finde das sehr interessant und kann sagen, schon etwas dazu gelernt zu haben.

Wir hatten bevor wir anfingen zu züchten mit unserer Hauskatze Babies und als wir sie danach kastrierten (weil es weiss Gott schon genügend Kätzchen gibt die in Tierheimen leben) haben wir uns überlegt welche Rasse zu uns passt und welche Sinn macht zu züchten.
Im Prinzip bin ich zu den Bengalen gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, wir sahen sie auf einer Asustellung und waren hin und weg.
So seid ihr auf die Rasse aufmerksam geworden, aber bevor ihr euch für eine Zucht entschieden habt, habt ihr euch doch bestimmt näher über ihre Eigenheiten informiert?
Ich weiß jetzt nicht, wie lange du schon züchtest, aber wenn ihr schon zur Anfangszeit dabei wart müsste euch gerade die ganze Problematik Rund um die direkte Einkreuzung der Wildkatzen ein Begriff sein?
Hat man da nie Bedenken, mit der Zucht dieser Rasse weiteres Elend in die Richtung zu unterstützen?


Ich war sehr lange der Meinung das die Hybridtiere der ersten Generationen nur unter für die Tiere unmöglichen Verhälltnissen leben könnten und super scheu wären ... ich muss sagen das ich in den letzen ein zwei Jahren eines besseren belehrt wurde was das angeht.
Es gibt einige wenige Züchter die sehr senibel damit umgehen und die zeigen das die Tiere je nach dem durchaus so gehalten werden können das Mensch und Tier glücklich sind. Gerne kann ich Dir mal per PN eine nennen ....
Danke für das Angebot, aber an und für sich zweifle ich nicht an deiner Aussage – im Gegenteil, du sprichst das an, was ich meine: „einige wenige Züchter“.
Ich bin durchaus der Meinung, dass auch die F1-F4 Generationen gut gehalten werden können, nur ist es eher die Ausnahme als die Regel, dass dies passiert.

Die Auflagen sind eine Lachnummer!!!!!!!!! Hybriden und Wildkatzen werden WENIGER Platz empfohlen (weil es gibt nur Empfehlungen keine Gesetzte) als Hauskatzen in der Zucht!!!
Das wusste ich nicht, ich hatte da eher etwas von (wenn auch lächerlich kleinen) Freigehegen im Kopf und dergleichen.
Hast du dazu zufällig einen Link?

Das ist immer noch so, Importe werden bevorzugt - nicht weil die Tiere besser wären - weil es für manche Züchter "chic" ist - für andere geht es um spezielle Linien....
Ich nehme mal an, es geht bei dir dann um spezielle Linien?
Ich war so frei, mich auf deinen Züchter-Seiten umzusehen und finde da einige UK- und US-Importe.
Muss man so etwas machen?
Was genau ist der Sinn dahinter?

Müssen die Katzen diesen ganzen Stress wirklich mitmachen, nur damit ein ganz besonderes Exemplar in eine Zucht einfließen kann?

Ja stimmt, aber auch das ist nicht neues, ich habe seit 2005 auch die langhaarigen Tiere die wir Cashmeres nennen. Weil die Bengalen leider zur Moderasse mutiert sind weil jeder der so ein Tier kauft meint er müsste auch direkt züchten und ohne Sinn und Verstand alles an weitere Neuzüchter verkaufen (( bin ich dabei komplett umzustellen. Ich will nicht für zuviele Tiere sorgen sondern einer begrenzten Interessentenzahl das Tier seiner Träume geben ... ergo muss ich wenn es zu viele Bengalzüchter gibt die Konsequenzen ziehen. In meiner Region ist es besonders schlimm
Um weiter erfolgreich züchten zu können wechselst du also auf eine noch nicht einmal anerkannte neue Variante, um etwas noch exotischeres anbieten zu können? :(
Sorry, wenn das gerade etwas „enttäuscht“ klingt, aber das kann doch nicht der Sinn der Sache sein?

Nein, brauchen sie nicht. Lass uns bitte "normal" definieren. Wir reden von einer Katze die spiele will und mal ihre 5 Minuten hat nicht von einem Couchpotato der sich am Tag nur 5m bewegt. Bengalen brauchen hohe Punkte, aber hey das die Katzen auf der Küche und dem Schrank sitzen kenne ich genauso von meinen Hauskatzen oder den Notfellchen Coonies die ich früher hatte.
Selbstverständlich sollte jede Hauskatze den Luxus einer katzengerechten Wohnung erhalten. Allerdings müssen auch irgendwo die Mindestmaße anfangen. Da gibt es natürlich schon bei den Hauskatzen gewaltige Unterschiede, aber ich bin schon der Meinung, die Bengalkatzen spielen da ganz weit oben mit.
Dazu gleich mehr. ;)

Keine Katze sollte im TIerheim sitzen, egal ob Bengal oder Hauskatze. Ich fühle mich nur besonders für "meine" Rasse verantwortlich und daher betreibe ich die Seite um zu helfen das die Tiere vermittelt werden.
Danke für die Aufklärung! Finde ich auch so eine sehr interessante Initiative.
Habe ich dann wenigstens richtig im Kopf, dass die Plattform lediglich für Tiere aus Liebhaber-Haltung da ist und nicht für Tiere, die aus einer Zucht kommen?

Ja, das stimmt, Bengalen sind sensibel - ob sie sensibler sind weiss ich nicht. Wenn ich einem Tierschützer erkläre das Bengalen schnell mit unsauberkeit reagieren wenn ihnen was nicht passt bekomme ich gesagt das dies bei anderen Katzen genau so wäre... Meiner Meinung nach sind sie sensibler...
Ja, sie brauchen Beschäftigung. Am idealsten durch ein Tier das ihr Temperament hat.... ich würde gern ein Video einstellen aus USA - darf ich das? da kann man sehen was sie brauchen wenn sie allein gehalten werden...
Youtube-Video?
An und für sich ist es okay, wenn es den Forenregeln entspricht. Hier vor allem zu erwähnen: Keine Werbung, keine Kittenbilder.

Genau das sind dann eben die Punkte, die ich bei den Mindeststandarts für eine artgerechte Haltung anspreche. Offensichtlich ist nicht jede Hauskatze fähig, es mit dem Temperament eines Bengalen aufzunehmen – wenn da keine deutlichen Unterschiede gezeigt werden weiß ich auch nicht mehr.

Angesichts der immer noch verhältnismäßig kleinen Anzahl an Bengalkatzen gibt es verdammt viele mit solchen "Ticks" - davon kannst du sicher mehr erzählen als ich.

Empfinde ich eigentlich nicht so, von den weit über 100 Kitten die ich in den Jahren vermittelt habe ist nicht eines dabei das ein Extremverhalten hat (ich behaupte mal ich hätte da Rückmeldung bekommen denn wenn was nicht klappt melden sich die Leute in der Regel wenn alles OK ist hört man uU Jahre nichts).
Nun ja, ihr fallt wohl (hoffentlich) auch nicht gerade unter reine Vermehrer, die die Kitten schlecht sozialisiert in was weiß ich wie schlimme Haltungen abgeben, oder? ;)
Verhaltensauffälligkeiten haben fast immer auch eine Ursache. Es spricht für euch, wenn ihr nicht darunter zu Leiden habt.

Blackcat, hast Du Bengalen schon mal live erlebt?
Jap, habe ich. Ich habe das Gefühl, meine Beiträge kommen teilweise so rüber, als würde ich denken, Bengalen sind total abgehoben und was weiß ich wie verschieden – mir ist natürlich klar, dass die Unterschiede zu anderen Katzenrassen nicht sooo gravierend sind (von der Geschichte einmal abgesehen). Aber die Unterschiede sind eben da. Wenn dem nicht so wäre, wären Bengalen einfach nur stinknormale Hauskatzen mit einer besonderen Fellfarbe – und das wird wohl niemand hier behaupten wollen.

Ich habe kein Freigehege und auch sonst keinen Auslauf und im Moment tummeln sich in meinem Wohnzimmer 3 potente Katzen, eine Nachwuchskatze, eine Kastratin, 7 Kitten und ein Australian Sheepheard.
Jetzt bin ich etwas irritiert. Wenn ich die Katzen auf deiner Internetseite durchzähle komme ich auf über 15. Zwar scheinen sich die irgendwie auf zwei Catterys zu verteilen (?), aber das macht mich gerade etwas stutzig.

Bitte überleg mal. Wir haben hier Katzen die seit vielen Generationen im Haus gehalten werden und nichts anderes kennen.
Da geht jemand hin und holt vom Bauernhof oder von Silzilien eine Katze ... deren Ahnen seit vielen Generationen keinen Kontakt zu Menschen groß hatten und nie in Haus waren.

Was denkst Du welche im Haus artgerechter gehalten werden???
Ich sehe das anderes: Auf der einen Seite sind Katzen, die seit Jahrtausenden domestiziert wurden und erst seit wenigen hundert Jahren – wenn überhaupt so lange – wieder relativ Selbstständig als Kulturfolger leben.
Auf der anderen Seite sind da Katzen, die zu einem nicht allzu geringen Teil Wildkatzenblut in sich tragen – Wildkatzen, die niemals gezähmt wurden. Klar ist der Anteil von anderen Rassen heute sehr viel höher als der der Asiatischen Wildkatze, aber es ist für mich schwer vorstellbar, dass das wirklich keinen Einfluss haben soll.

Ich persönlich denke eher, das ist wie wenn jemand eine Einzelkatze hält: Solange er sich keine zweite Katze dazu holt wird er nie lernen, dass seine Katze unglücklich war.
Nur die wenigsten Katzen protestieren gegen einen Zustand, den sie nicht anders kennen. Sogar Tierheimkatzen auf 2m² können aufgrund dieser Tatsache „glücklich“ erscheinen.

Kann ich absolut nachvollziehen. Ich wäre für die Kastrationspflich aller freilaufenden Katzen und einer Prüfung durch das Veterinäramt für jeden der Tiere züchtet. Außerdem Chippflicht, registrierung auf den Züchter und lebenslange Pflich die Tiere wieder zu vermitteln wenn etwas passiert.... Damit wären in wenigen Jahren die Tierheime leer ..
Amen. Danke. ;)

Ich denke Bacamel meinte damit die Hybridzucht.
Huh? Auch die Hybridzucht ist meines Wissens keine Qualzucht – auch wenn die Tiere genügend darunter leiden.

Ich habe noch nie gehört das eine ALC eine Hauskatze getötet hätte... wohl Servale -aber die sind ne ganz andere Körpergröße sind kleiner als domestizierte Katzen.
Mein Fehler, das dürfte ich durcheinander gebracht haben. Ist aber (leider) nur ein kleiner Teil der Problematik rund um die Zucht mit Wildkatzen.

Stimmt, züchten ist nicht immer witzig - aber hier ist echt ein Punkt der jede Rasse betrifft und den sollten wir ggf separat diskutieren.
Stimmt, die Linien verschwimmen hier leider immer wieder.

Markierverhalten ist eine Selektionssache. Man kann durchaus darauf selektieren und Tiere die früh markieren eben nicht zur Zucht einsetzten. Das sind Selektionen die andere Rassen schon hinter sich haben. Da bei den Bengalen leider anfänglich nur auf ein schönes Fell gezüchtet wurde sind diese Dinge erst mal vernachlässiggt worden. Ich kann aber sagen das es relativ irrelevant ist ob ein Kater markiert oder nicht. Einpotenter Kater hat nichts bei potenten Mädchen zu suchen wenn diese nicht gedeckt werden sollen. Ansonsten kommt es zu Pillenwürfen und ungewünschten Schwangerschaften. Ist jetzt meine persönlcihe Meinung aber Kater und Kater gemeinsam und Mädchen allein ... sonst kann man nicht kontrolliert züchten.
Darf ich fragen, wie ihr das mit euren Katern regelt?

Und ja, darauf ist die Problematik wohl zurück zu führen. Kannst du dazu etwas über den heutigen Stand der Dinge berichten?
Also treten die Markier-Probleme immer noch auf, oder wurden sie inzwischen weitgehend ausselektiert?

es gibt wenig natürlich entstandene Rassen .... und selbst solche wo es behauptet wird sind meist doch eine "Kreation" irgendwelcher Züchter.
Es ist aber ein Unterschied, ob eine neue Katze über menschliche Auslese entsteht – über viele Jahre hinweg – oder durch die erzwungene Verpaarung von Haus- und Wildkatzen. In ersteren Fall leiden nämlich die Katzen nicht darunter (abgesehen von Qualzuchten und dem durch die Zucht verursachten Leid).

Jetzt muss ich noch was zu Bacamels Eherenrettung sagen: ich hatte den Link zu diesem Forum auf Facebook gepostet und gehofft das sich einige Liebhaber hier melden und mal schildern wie ihr Leben mit Bengalen so ausschaut - naja und Bacamel hat sich halt eingeklinkt.... leider keine Liebhaber. Mir ist klar das Züchter das Ganze immer noch aus einem anderen Blickwinkel sehen.
Dann noch was. Es ist so das Menschen die ein Tier aus dem Tierschutz nehmen wollen nicht zum Züchter gehen und umgekehrt. Es sind in der Regel Menschen die halt genau DIES oder JENES wollen und die bekommt man nicht umgebogen . nicht die einen . nicht die andern.
Wie oft hat man den Leuten gesagt geht holt Euch ein Notfelchen zum Kitten - und es passiert nicht oder sie werden abgeklatscht weil sie ein Ter vom Züchter haben. Etwas mehr Hand in Hand von ordentlichen Tierschützern und ordentlichen Züchtern wäre wirklich schön.
Es ist schön, dass ihr euch um die Sache bemüht. Schade, dass der Start so daneben gegangen ist.
Ich denke, es ist auch klar, dass von unserer Seite etwas Misstrauen herrscht. Wir haben hier sehr viele Mitglieder, die im Tierschutz engagiert sind und Züchter werden da schnell skeptisch beäugt. ;)
Nicht böse gemeint, aber du liest es sicher schon aus meinen Beiträgen heraus: Zucht ist für mich etwas, das mit viel überflüssigem Tierleid und wenig Sinn verbunden ist. Kein leichtes Standbein für dich/euch, aber was mich angeht bin ich immer offen, Neues zu lernen.

Dass die Vermittlung von Notfellchen leider nicht immer so abläuft wie gewünscht ist uns bekannt. Das ist leider ein großes Problem, wenn Ideale aufeinander treffen. Dass Anfragen aufgrund von „Züchterkatzen“ abgelehnt werden ist mir zwar neu, aber wundert mich nicht wirklich.

Damit schließe ich jetzt auch mal. Ich habe so das Gefühl, ein paar Punkte vergessen zu haben, aber wie auch immer.

Auch dir einen schönen Abend!
Liebe Grüße,
blackcat

EDIT: Okay, die Smileys nehme ich mal raus, die stellt es in den Zitaten nicht richtig dar, wenn ich über zwei Programme arbeite...
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #251
Mich würden mal die Mindestmaße interessieren, die für eine Zucht vorgeschrieben sind, und zwar für bengalen und für "normalos", also wo da der Unterschied liegt.. gibts da was, wo man nachschauen kann oder gelten da für jede rasse eigene Standarts?
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #252
Wow, eine wirklich ausführliche Antwort :D.

Ich wollte mich noch mit einer Frage anschließen: Gibt es neben den Bestimmungen der F1-5 auch noch Bestimmungen zu den Prozenten? Je nachdem, wie oft und wann ich eine Wildkatze einkreuze komme ich ja auch in derselben Generation auf ganz unterschiedliche Prozentzahlen, wie viel Haus- und wie viel Wildkatze in den Tieren steckt.
Wir das bei Bengalen überhaupt berechnet oder festgehalten?
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #253
Die Generationen werden auf die Prozente aufgerechnet. Das heißt, alles über 50% Wildblutanteil ist F1, zwischen 50% und 25% ist alles F2 usw.

Da die Kater in den Generationen F1-F3 und überwiegend auch F4 unfruchtbar sind, stimmen Generationen und Blutanteil normalerweise auch überein.
Wenn das nicht so wäre könnte man mit F1-Tieren Züchten und einen F1-Blutanteil so erhalten, ohne als direkten Vorfahren eine Wildkatze zu haben.

(Versteht man die Erklärung so?)
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #254
Siehst du als direkten Vorfahren nur ein Elterntier? Weil zumindest ein Großelterntier ist ja dann eine Wildkatze, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

Also Parentalgeneration: Kater Wildkatze, Katze Hauskatze
F1 sind die Kitten daraus

Dann werden die weiblichen Kitten wieder mit nem Wildkater verpaart, weil die F1 Kater unfruchtbar sind.
Da wäre ja dann 100% Wildkatze vom Papa + 50% Wildkatze von F1 = 75% Wildkatze, also immer noch F1???
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #255
Wird das bei Katzen so anders gemacht??
Bei Hunden (zum Beispiel den amerikanischen Wolfhunden) wird das getrennt gesehen, d.h. ich darf nur einen Hund aus F5 und höher halten, kann aber von F1-4 so viel Wolf eingekreuzt haben wie ich will.
Es gibt F6 mit 90% Wolf, dabei hat F1 mit 50% wesentlich weniger, den darf ich aber nicht halten.
Da hat man das Problem mit der Fruchtbarkeit allerdings auch nicht.
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #256
Normalerweise werden Katzen der F1-Generation mit Hauskatern verpaart. Wildkatzen lassen sich nicht verkaufen - die sind beim besten Willen nicht im Wohnzimmer zu halten. ;)

Ansonsten ja, mit der Rückverpaarung auf eine Wildkatze hätten wir zwei F1 hintereinander. Die Kitten hätten dann sowohl ein Elternteil als auch ein Großelternteil als Wildkatze.

Rein mit Großeltern schaffst du keine F1 heraus zu bekommen, da bist du automatisch bei unter 50%.


Off-Topic
@Mischling: Wie wird das gerechnet? Um auf über 50% zu kommen müsste ja wieder ein Wolf eingekreuzt werden, womit die Jungen wieder bei F1 wären und wird mit diesen weiter gezüchtet bleibt der Wolf-Anteil im besten Falle gleich.
Stehe ich gerade auf dem Schlauch oder geht das gar nicht?


Nochmal EDIT: Bei Katzen wird das so anders gemacht, weil unsere Hauskatzen mit den eingekreuzten Wildkatzen weit weniger verwandt sind als ein Hund mit einem Wolf.
Netter Vergleich übrigens, wenn man sich das so bildlich vorstellt...
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #257
Siehst du als direkten Vorfahren nur ein Elterntier? Weil zumindest ein Großelterntier ist ja dann eine Wildkatze, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

Also Parentalgeneration: Kater Wildkatze, Katze Hauskatze
F1 sind die Kitten daraus

Dann werden die weiblichen Kitten wieder mit nem Wildkater verpaart, weil die F1 Kater unfruchtbar sind.
Da wäre ja dann 100% Wildkatze vom Papa + 50% Wildkatze von F1 = 75% Wildkatze, also immer noch F1???

Wenn man das jetzt so weiterspinnt, dann wird ja der Wildkatzenanteil immer größer, irgendwo muss da wohl ein Fehler drin sein :eusa_think:

Mischling, das ist nur ne Vermutung von mir, so hatte ich es verstanden, ich kenne mich mit Zucht nicht aus.
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #258
Naja, man kriegt den Wildkatzenanteil immer größer, aber dann hat man immer F1-Katzen und was wäre da der Sinn dahinter? :eusa_eh:
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #259
Off-Topic
Beim Wolfhund wird zum Beispiel F1 (Wolf und Hund, also 50:50) mit Wolf verpaart, also kommen 50:50 und 100:0 zusammen, das macht doch 75%, oder?
Beim Wolfhund wird das auch nicht mehr als F1 bezeichnet, sondern schlicht als F2, da der Hund ja von F1 abstammt, Haushund mit drin ist und die Prozentzahlen hier für die Einstufung keine Rolle spielen. Laut Verordnung geht es nur darum, die wie vielte Generation es ist, in der ein Haushund drin ist, mehr ist nicht wichtig. Das wäre dann ein gravierender Unterschied zu den Katzen, darum habe ich gefragt ;).

Du darfst dir einen Wolfhund F5 halten, bei dem immer wieder Wolf eingekreuzt wurde (sofern der Wolf nicht aus der freien Wildbahn stammt, von denen muss man zurecht die Finger lassen ;)).
Das wäre dann F1 plus Wolf - F2 mit 75%, wieder plus Wolf - 85(?)% Wolf usw..
(Entschuldigt eventuelle Rechenfehler, aber es ist spät.)^^

Das wäre dann ein gravierender Unterschied, wenn bei Katzen die Generation nach den Prozenten, beim Hund einfach nur nach der ersten Generation mit eingekreuztem Haushund gerechnet wird (wobei die Rechnung bei den Katzen wesentlich mehr Sinn macht, bemängeln auch Wolfhundehalter ;)).

Allerdings kann ich so einen Hund durchaus halten, eine Katze mit 90% Wildkatze kann und will ich nicht halten :shock:. Darum kräht da vielleicht auch kein Hahn danach, wie viel Prozent es beim Hund sind?
 
  • Kennt ihr Bengalkatzen?! Beitrag #260
Ah also so:

Siehst du als direkten Vorfahren nur ein Elterntier? Weil zumindest ein Großelterntier ist ja dann eine Wildkatze, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

Also Parentalgeneration: Kater Wildkatze, Katze Hauskatze
F1 sind die Kitten daraus

Dann werden die weiblichen Kitten
mit einem hauskater verpaart.

Hat also Katze 50% Wildes Blut und Kater 0% und erhält somit einen F2 Generation mit 25% Wildkatze.

Verpaart man die wieder mit nem Wildkater, erhält man wieder ne F1 Generation mit 75% wildem Blut.
Verpaart man die F2 jedoch mit einem Hauskater, sind nur noch 12,5% Wildkatze in der F3 enthalten. Und die sind immer noch unfruchtbar.

Kommt wieder ein Wildkater hinzu, sind wir wieder bei ner F2-Generation.
Um F4 zu erhalten, braucht man also nomml nen Hauskater und dann sinds nur noch 6,25% wildkatzenblut und auch dann sind nicht alle fruchtbar.

Das heißt die heutigen Zuchttiere haben max. 3,125 % Wildkatzenblut wenn sie F5 Generation sind oder noch weniger wenn sie F12 oder weiter sind.

Das ist aber dann schon krass, dass bei so "geringem" wildkatzen-Anteil das Wesen so anders als das einer hauskatze sein soll und dass vor allem die Zeichnung so "erhalten" geblieben ist..

Hab cih irgendwo nen Denkfehler drin?

Da ist es ja ganz schön schwer so eine Bengalkatze hinzukriegen
 
Thema:

Kennt ihr Bengalkatzen?!

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