Das ist eben das Problem. Du kannst dein Leben noch nicht annähernd vorhersehen. Klar, bei jedem kann mal etwas sein, niemand kann das 100%ig beantworten. Aber ob ein Hund generell zum Leben passt.
Du weißt nicht, ob und wenn ja, welche Ausbildung du machen willst. Ist die Berufsschule im Zweifelsfall wochenweise in einer anderen Stadt?
Willst du studieren? Gibt es deinen Studiengang in deiner Stadt oder musst du dir anderswo ein neues Leben aufbauen? In der fremden Stadt hast du anfangs keinen, der auch mit auf den Hund aufpasst, dir unter die Arme greift. Noch dazu musst du ein Studium stemmen, was heutzutage auch keine Einfachheit mehr ist, evtl auch noch nebenbei arbeiten? Da bleibt keine Zeit für Hund!
In vielen Studiengängen ist es auch Pflicht, ein Auslandssemester zu absolvieren...
Es wäre machbar, dass ihr euch als Familie einen dritten Hund holt, ja. Sodass er dann eben bei deinen Eltern bleiben könnte, sollten deine Wege unvereinbar mit Hund sein. Dafür ist es aber erst einmal nötig, dass das "Restrudel" anständig erzogen wird.
Macht ihr mit dem Jagdhund Antijagdtraining?
Ich denke auch, dass es eine gute Idee von dir ist, erst einmal mit den Hunden deiner Eltern auszuprobieren, ob es für dich möglich ist, einen Hund zu halten. So rein von der Motivation her
Es ist einfach schwierig für dich, deinen Lebensweg voraus zu sagen, verstehst du? Selbst wenn du jetzt einen "hundeverträglichen" Beruf anstrebst, kann sich das eben noch ändern (und das darfst und sollst du ja auch, sobald du merkst, dass es nicht das richtige für dich ist).
Deswegen werden dir die meisten hier auch dazu raten, einfach ganz viel mit den schon vorhandenen Hunden zu arbeiten, um da quasi zu üben, damit du, zu gegebener Zeit, wenn du dann Zeit und finanzielle Mittel für einen Hund hast, schon Erfahrungen hast.
Auch, sich Motivation und Aufmerksamkeit zu erarbeiten! Wie du gemerkt hast kann das manchmal sehr schwierig sein. Antijagdtraining ist ebenfalls recht anspruchsvoll!
Solltest du an dem Hundegedanken festhalten, bedenke bitte ernsthaft die Einschränkungen: DU musst dein Leben um den Hund herum aufbauen, nicht anders herum. DU bist für ihn IMMER verantwortlich und musst sehen, dass es funktioniert, ohne dass es dem Hund an irgend etwas fehlt.
Das heißt konkret: Keine Umzüge in fremde Städte, in denen du noch niemanden kennst oder genug Geld für Hundesitter
Kein Urlaub, in den du den Hund nicht mitnehmen kannst
Du kannst nicht einfach mal ein Auslandsjahr einlegen
Gassi und Beschäftigung, auch wenn du krank bist (und glaub mir, bei Magen-Darm-Grippe eine der unangenehmsten Dinge die es gibt!)
Kein ungeplantes Weggehen oder über-Nacht-wegbleiben mehr...
Die Nachteile überwiegen meiner Meinung nach einfach.
Es bleibt aber, egal was wir hier sagen, die Entscheidung von dir und deinen Eltern. Also bleibt mir nur, an dich und deine (ehrliche!) Selbsteinschätzung zu appellieren!