7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme

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  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #81
Ich kann mich Suno, Infano und Engelchen nur in vollem Umfang anschließen, möchte aber noch ein paar Sachen zu deinem Ausgangspost sagen:

Vom ersten Tag an war er eifersüchtig auf unsere 2,5 Jahre alter Mini Pinscher Hündin. Er hat sie weggeschubst, oder auch gebissen, wenn sie zu einem von uns kam. Dann zeigte er schon dominantes Verhalten.
Ein 10 Wochen alter Hund ist meiner Meinung nach niemals dominant. Er erprobt alle Verhaltensweisen spielerisch, manche legt er mit der Zeit ab, weil sie vom Halter oder anderen Hunden nicht toleriert werden, andere behält er bei, weil sie Erfolg bringen (das kann von Unterwürfigkeit und Spielaufforderung bis hin zum alt bekannten »Betteln« alles sein). Sicher gibt es Welpen, die etwas mehr »Charakter« an den Tag legen als andere, aber dann frage ich mich 1. wieso ihr den Hund ausgesucht habt, wenn er von Anfang an ein so forderndes Tier war, und 2. wieso ihr nicht gleich – wohl gemerkt freundlich und ebenfalls spielerisch – mit ihm an diesen Dingen gearbeitet habt.

Auch dieser Begriff gehört zum Thema Hund, denn manche haben ein diktatorisches Verhalten.
Was meinst du denn damit? Mir ist der Begriff in Zusammenhang mit Hunden nicht geläufig und ich würde ihn in Erinnerung an Adolf auch niemals benutzen.

Euer Hund ist jetzt 7 Monate alt und mitten in der Pubertät, eventuell von vorne herein schon etwas »charakterstärker« als andere, aber wie Suno schon schrieb ist es eher unwahrscheinlich, dass ihm eine gewisse Aggressivität angezüchtet wurde. Sicher ist nicht immer »nur« der Halter schuld, man macht es sich aber auch denkbar einfach, es auf die Genetik zu schieben. Wie oft habe ich gehört, einen Herdenschutzhund könne man vermutlich nie frei laufen lassen und nicht im Haus halten – das hat mein Hund wohl nicht gehört, denn bei ihm treffen weder noch zu.

Das Beißen in diesem Alter ist übrigens keine Aggression, es ist fehlende Beißhemmung. Ein 10 Wochen alter Hund weiß noch nicht, wann und wie fest er zulangen darf, ich würde wagen zu behaupten, dass der Großteil aller Welpenbesitzer in diesem Alter ihres Hundes öfter mal Bissspuren an Händen und Armen hatte – mich eingeschlossen. Nichts desto trotz ist mein Hund weder eine Gefahr für mich noch für andere, er hat gelernt, mit seinen Hauern aufzupassen. Das muss aber natürlich trainiert werden.

Das ganze Verhalten verstärkte sich im Laufe der Zeit, er fing dann an zu beißen, und mich anzuknurren, wenn er den Befahl "Aus" bekam, oder ein "Nein". Kommandos führt er nicht, oder nach der 4. Aufforderung aus. Er kann sehr viele Kommandos, er versteht sie auch. Nur will er nicht.
Woran machst du fest, ob der Hund ein Kommando kann, wenn er es nur sehr selten beim ersten Mal macht? Nur weil er es ein oder zwei Mal – vermutlich eher zufällig – ausgeführt hat, beherrscht er das Kommando noch lange nicht richtig, schon gar nicht unter Ablenkung. Der Hund ist noch jung, hat vermutlich noch Hummeln im Hintern, dass da natürlich alles andere interessanter ist als ein Kommando zu befolgen ist völlig natürlich.

Wenn er nicht seinen Willen bekommt, wird er sauer, dann zwackt er in die Hände und versucht mit den Vorderpfoten aufzusteigen. Gelingt ihm das nicht, knurrt er mit gefletschten Zähnen.
Das hat zum einen mit Frust zu tun, zum anderen aber auch mit einer Aufforderung. Knurren und Zwicken gehören zur hündischen Körpersprache, wenn der Hund zeigen will, dass er etwas möchte. Auch da muss er erst lernen, sich zu beherrschen und nicht einfach zu fordern und zu fordern, nichts desto trotz ist nicht jedes Knurren Aggression.

Manchmal läßt er mich nicht aus einem Raum raus, und knurrt.
Wie äußert sich das denn? Kann natürlich sein, dass er dir wirklich den Weg versperren will, kann aber auch sein, dass er merkt, dass du gerade aufstehst und aktiv wirst und Aufmerksamkeit einfordern will.

Hat er dann die Möglichkeit, greift er die kleine Hündin Motte an. Will sie nicht spielen, und versteckt sich vor ihm, (sie hat Angst), versucht er sie an der Kehle aus dem Versteck zu ziehen.
Wie kommen die beiden denn prinzipiell miteinander klar und hat deine Hündin mal in irgendeiner Weise ihre Position klar gestellt? Wie regelst du das denn mit beiden? Sicherlich ist es immer schwieriger, wenn man zwei Hunde hat, besonders wenn diese nicht miteinander klar zu kommen scheinen. Das liest sich, als hätte deine Hündin keine Lust auf das aufgedrehte Ding, er würde aber gerne was mit ihr machen. Da sie sich alles gefallen lässt wird er entsprechend massiv, da musst du aber eingreifen und der Hündin den Rücken stärken. Wenn sie sich allerdings nicht selbst gegen ihn durchsetzen kann wird es früher oder später Probleme geben.


Er wurde mit 6 Monaten kastriert. Das Ergebnis: der Hund ist von Charakter so.
Und was hätte die Kastration bringen sollen? Ihr habt den Hund mitten in der Pubertät frühkastrieren lassen, was allerhöchstens zu einer Entwicklungsstörung (geistig wie körperlich) führt, aber euer Problem sicher nicht lösen wird. Wie hätte eine Kastration auch den Charakter des Hundes ändern sollen? Zumal ihr der notwendigen Erziehung damit keinesfalls aus dem Weg geht. Eine Kastration löst keine Erziehungsprobleme, lediglich hormonell bedingten Stress bei läufigen Hündinnen.

Bei dominanten Hunden, die aber unsicher und ängstlich sind, kann man von einem genetisch bedingten Verhalten reden.
Und warum sollte Unsicherheit genetisch bedingt sein, dominantes Verhalten aber nicht? Ein Hund kann durch vieles unsicher werden, allem vornedran schlechte Sozialisierung, mangelnde Führung und schlechte Erfahrungen.


Wenn er arg ausrastet, kommt er in den Zwinger, damit Motte und ich sicher sind.
Ich nehme an, dass dir klar ist, dass das euer Problem nicht löst, sondern eher verschlimmert? Der Hund dreht auf, weil er die Grenze nicht kennt, wird dann in den Zwinger gesetzt und dort alleine gelassen. Was soll sich da anderes aufbauen als Frust? So lernt der Hund auch nicht, was er falsch gemacht hat, er lernt nur, dass er weggesperrt wird, wenn er etwas tut, von dem er nicht einmal weiß, dass er es nicht tun soll. Zusätzlich gibst du damit deinem Ersthund einen »Vorteil«, der wiederum Frust bei deinem Berner aufbaut, der sich vermutlich gegen dich und deinen Ersthund entlädt. Wenn du eine Besserung willst, musst du mit dem Hund arbeiten und ihn nicht wegsperren, zumal er das in keinster Weise verstehen kann.

Wie beschäftigst du dich überhaupt mit dem Hund? Wie wird er denn geistig und körperlich gefordert, wie wurde er bei euch sozialisiert?
Der Hund klingt deiner Beschreibung nach aufgedreht und unterfordert, zusätzlich fehlen ihm eben auch Grenzen.
Außerdem machst du den Eindruck, als hättest du Angst vor dem Hund. Das macht euer Verhältnis kein Stück besser, denn der Hund spürt das und vermutlich lässt du es ihn unterbewusst auch in Form deiner Behandlung ihm gegenüber spüren.

Ich sage das selten, aber wenn ich das so lese seid ihr einfach nur überfordert und der Gedanke, den Hund abzugeben, finde ich mehr als angemessen.
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #82


Schade, dass man nicht akzeptieren kann, was nun mal passiert. Und sicherlich haben Tierärzte, Tierpsychologen und Verhaltensforscher keine Ahnung was sie tun.
Und dann lest doch mal weiter im Internet über Berner Sennenhunde, nicht nur die Berichte, die den Sennenhund schmackhaft machen möchten, sondern auch mal Tatsachenberichte. Und lest doch mal etwas über Verhaltensproblemen und Agressionen bei Hunden.

Verurteilt nicht, was ihr nicht kennt!!
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #83
Also Dein Link ist zwar sehr interessant, ich verstehe aber nicht, inwiefern er zu Deiner Einstellung passt.

Diese ganzen aufgeführten Aggressionsarten hat jeder unserer Hunde in seinen Genen.

Im Übrigen verstehe ich nicht, warum Du so gereizt reagierst. Es wurden Dir hier doch viele tolle Tips gegeben, wie man daran arbeiten kann. Für mich verfestigt sich ein bißchen das Gefühl, dass ihr mit dem Hund nichts mehr machen wollt. Ihr könnt unmöglich bereits alles ausprobiert haben, denn der Hund ist erst 7 Monate alt. Sein ganzes Wesen ist doch immer noch nicht gefestigt, wie kann man ihn denn jetzt schon als verhaltensgestört abstempeln.

Die schweizer Beissstatistik des Berners halte ich, genau wie die deutsche, für falsch, denn es wird nicht berücksichtigt, wie viele Hunde es prozentual im Land gibt. Die Sennenhunde sind in der Schweiz häufig vertreten, folglich können, allein auf Grund der Vielzahl, auch mehr Vorfälle gemeldet werden.
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #84
Auch wenn Tamra auf eigenen Wunsch gesperrt wurde würde ich gerne noch ein paar Worte zu ihrer Quelle sagen, um das hier nicht einfach so stehen zu lassen:
Zum einen kann ich jedem nur empfehlen, die Quelle mal selbst zu lesen. Ich kenne sie schon länger und es geht im Prinzip um statistische Erhebungen sowie die Ursachen von Aggression.
Zum anderen hier mal ein paar Zitate, die ich interessant finde, die aber auch differenziert und im Gesamtzusammenhang zu betrachten sind:

Als Ursachen für Aggression werden genannt:
  • Pathologisch bedingte Aggression beruht auf Erkrankungen oder Verletzungen mit zentralnervöser Beteiligung.
  • Schmerz- oder schockinduzierte Aggression (Selbstverteidigungs-Aggression) ist eine ererbte Handlung zur Schadensvermeidung (reflexartig).
  • Hormonell bedingte Aggression der Hündin (Selbstverteidigungs-Aggression) tritt beim Muttertier bzw. während der Scheinträchtigkeit oder gegen andere Hündinnen während der Läufigkeit (Konkurrenzaggression) auf.
  • Hormonell bedingte Aggression des Rüden (Intermale Aggression) setzt die soziale Reife voraus und tritt zusammen mit anderen Anzeichen von hormonell gesteuertem Verhalten auf (testosteronabhängig).
  • Territorial bedingte Aggression (Selbstverteidigungs-Aggression) setzt die soziale Reife voraus. Es besteht eine genetische Prädisposition z.B. bei bestimmten Herdeschutzrassen und Hüterassen.
  • Angst bedingte Aggression (Selbstverteidigungs-Aggression) entsteht aus Angst vor einer Reduktion der individuellen Fitness bzw. dem Verlust einer Ressource.
  • Rang bezogene Aggression ("Dominanzaggression") beruht auf Konflikten um Ressourcen innerhalb der eigenen sozialen Gruppe. Sie verläuft situationsgebunden und individuell. Weder Qualität noch Quantität des aggressiven Verhaltens erlauben eine Aussage über die Position in der soziale Hierarchie.
  • Spielerische Aggression im Rahmen des sozialen Spiels dient als Hilfsmittel soziale Konflikte zu lösen.
  • Jagdverhalten gehört eigentlich nicht zum Aggressionsverhalten. Die Folgen können für Mensch oder Tier aber die selben sein. Hunde mit breitem Beutespektrum können auch Artgenossen oder Menschen als Beute attackieren. Die Sozialisierung mit dem Menschen ist der beste Schutz gegen solche Angriffe.
Dem würde ich mich so auch anschließen.

Ebenfalls äußerst interessant, vor allem für jene, die meinen, sie seien nicht selbst schuld, wenn der Hund aggressiv geworden ist:
Pillonel (2) unterscheidet physiologische (Selbstverteidigungs-Aggression) und pathologische (krankhafte Angstzustände, psychische Störungen) Aggressionsformen. Fast jede physiologische Aggressionsform zeige eine normale Sequenz von Droh-, Angriffs-, Beruhigungs- und refraktärer Phase.
Die pathologischen Aggressionen sind hauptsächlich die Hyperaggressionen, zu denen auch die vom Menschen gelehrte Aggression gezählt wird. Es handelt sich dabei um Aggressionen, die keine normalen Sequenzen mehr aufweisen. Die Droh- und Beruhigungsphasen werden kürzer bzw. verschwinden ganz, der Angriff erfolgt unkontrolliert, die Beißhemmung nimmt ab. Durch zweifelhaft Methoden kann einem Hund beigebracht werden andere Hunde oder Menschen anzugreifen und einen Biss zu halten, d.h. seine Beißhemmung und Selbstkontrolle zu verlieren. Hunde, die solche Aggressionen zeigen, sind hoch gefährlich (2).

Ebenso ein Auszug zur Gefährlichkeit des Hundes:
Von Bedeutung ist außerdem die Umgebung: die Situation der Begegnung, mögliche Provokationen sowie die Anwesenheit, das Verantwortungsbewusstsein und die Kontrollmöglichkeiten des Besitzers.

Und schließlich noch was zur Vererbbarkeit, die übrigens beim Menschen schon seit Jahren an Strafgefangenen versucht wird zu belegen/genetisch zu isolieren, gelungen ist es noch keinem soweit ich weiß (ähnlich gilt glaube ich für Pädophile, wenn ich es richtig im Kopf habe):
In welchem Ausmaß aggressives Verhalten bzw. das Potential dazu ererbt und in welchem Ausmaß es erlernt wird, lässt sich nicht einfach festlegen. Genetische Veranlagungen spielen ebenso eine Rolle wie Umwelteinflüsse (z.B. Haltungsbedingungen, Erziehung, Kommunikationsprobleme) und bedingen sich gegenseitig.

Es wird natürlich darauf hingewiesen, dass es Rassen gibt, die scheinbar genetisch vorbelastet sind, allerdings, wenn man es mal genau in der Quelle liest, wird das eher auf die Reizschwelle als auf Aggression an sich bezogen, im Prinzip würde es dem entsprechen, was hier bereits zur Arbeitslinie gesagt wurde:

Es existieren bestimmte Zuchtlinien innerhalb verschiedener Rassen, die sich durch ein unangemessenes Aggressionsverhalten bzw. eine niedrige Reizschwelle für Aggressionsverhalten und/oder Angst auszeichnen. Dazu gehören neben Bullterriern auch Rassen wie Berner Sennenhunde, Deutscher Schäferhund und bestimmte Farbschläge des Cocker Spaniels (1).

Und nun noch dazu, wie häufig welcher Hund beißt:
80% der Bissverletzungen entstehen durch dem Opfer bekannte Hunde (Familie, Nachbarschaft). Mehr als 60% der Opfer sind Kinder. Die innerhalb der Familie und des Freundeskreises entstehenden Unfälle werden aber in der Regel als Kavaliersdelikte verschwiegen (2). Diese liegen nach Schätzungen von Ärzten etwa achtmal so hoch wie die statistisch gemeldeten Vorfälle (4).
Nach einer schweizer Untersuchung wurden Kinder doppelt so häufig gebissen wie Erwachsene. Wobei Kinder überwiegend am Kopf, Erwachsene dagegen überwiegend an den Extremitäten verletzt wurden. Kleine Hunde bis 10 kg Körpergewicht waren unter den unfallverursachenden Hunden unterrepräsentiert. 24% der Bissverletzungen wurden durch den eigenen Hund, 34% durch einen bekannten und 42% durch einen fremden Hund verursacht. Wobei Kinder häufiger als Erwachsene durch bekannte Hunde verletzt wurden. 14% der Unfälle geschahen anlässlich einer Hunderauferei (v.a. Erwachsene), 42% anlässlich einer Interaktion mit dem Hund (v.a. Kinder) und 44% ohne Interaktion mit dem Hund (3).
Da sind wir wieder bei »traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.« Selbst in dem Text wird auf die Dunkelziffer hingewiesen, die sicherlich Hunde im Freundeskreis, aber zum Beispiel auch die kleinen Hunde (die zugegebener Maßen nicht so viel Schaden anrichten) und bestimmte Rassen betrifft, die einem Klischee entsprechend lieb und süß sind und wo sich eher freundschaftlich geeinigt wird.

Und als letztes noch zu den angeblich am häufigsten vertretenen Rassen:
Nach einer Untersuchung medizinisch versorgter Hundebissverletzungen in der Schweiz waren folgende Hunderassen unter den Beißern im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Hundepopulation überrepräsentiert: Rottweiler, Collie, Schäferhund sowie die Schweizer Sennenhunderasse (3).
Hier sind wir dann auch wieder bei der Dunkelziffer angelangt, die nicht zum Arzt mit der Verletzung geht und das sind sicherlich sehr, sehr viele. Übrigens sind die aufgezählten Rassen – mit Ausnahme des Collies – die typischen Hofhunde, mit denen es recht häufig zu Auseinandersetzungen mit anderen Hunden oder auch Spaziergängern kommt. Viele andere Faktoren werden dabei auch nicht genannt oder bedacht, zum Beispiel Prägung, Haltung und Erziehung des Hundes, sind das doch Rassen, die meist als Statussymbol wegen ihrer Größe, ihrem Aussehen, ihrer angeblichen Gefährlichkeit und ihrem Schutztrieb gehalten werden. Inwieweit zum Beispiel auch Mischlinge berücksichtigt wurden geht aus dem Artikel gar nicht hervor. Auch die Herkunft der Hunde (Tierschutz, zweite Hand, Züchter, gute oder schlechte Sozialisation im Welpenalter) werden hier außer Acht gelassen, deswegen wird den Umwelteinflüssen vermutlich in einem der oberen Absätze dennoch eine recht hohe Bedeutung zugemessen.

Das wollte ich nur noch kurz klar gestellt und etwas differenziert haben :angel:.
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #85
Ich kenne tatsächlich nur einen Hund, der völlig unerziehbar ist. Das ist aber neurologisch, da einfach versucht wurde sie als Welpe im Sack zu ersaufen und länger kein Sauerstoff ans Gehirn kam.
Diese Hündin hat Glück, dass ihre Besitzerin sie trotzdem annimmt. Geht sie halt nur noch in der Dämmerung und bei unangenehmen Wetter spazieren, damit sie wenigstens ab und an frei laufen kann.

Generell wird mir schlecht, wenn jemand die Aggressionen auf die Erbmasse abschieben will. Wie Mischling ja schon sagte würde ich das ähnlich wie beim Menschen sehen. Und wer sich da mal ein bisschen mit Zwillingsforschung auseinander gesetzt hat wird sehen, dass es sicherlich einen genetischen Faktor dafür geben KANN, aber durch Erziehung und Training eben doch noch sehr positiv beeinflusst werden kann.
Im Endeffekt bedeutet das nämlich immer, dass man ERziehung und Training aufgegeben hat. Und das kann und darf bei einem 7 Monate altem Jungspund einfach noch nicht sein. Hoffe sehr, dass der Hund tatsächlich abgegeben wird. Ich würde es ihm wünschen..
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #86
Habe mir die Tipps angesehen, die ihr Tamara gegeben habt.
Ich war auch zuerst skeptisch ob man sich auf die Dinge, die hier vorgeschlagen werden, verlassen konnte. Aber als sie bei meinem Hund angeschlagen haben war ich überzeugt.
Deshalb verstehe ich ihr Verhalten nicht ganz. Und deshalb hoffe ich auch, wie zuvor Infano schrieb, dass der Hund abgegeben wird, denn ich denke nicht, dass die Besitzer Einsicht zeigen werden.
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #87
Hey!
Es ist ja nun wieder einige Zeit vergangen und nun komme ich wieder mit ein paar Fragen zu euch. Der (nicht mehr) kleine Rabauke ist nun 1 Jahr und drei Monate alt. Es läuft relativ gut, sind halt noch nicht weit genug um es als "sehr gut" zu bezeichnen. Hier meine Fragen:
Ist es normal dass er noch in die Wohnung macht?
Dazu möchte ich anmerken, dass er höchstens fünf Stunden warten muss, bis ihn der nächste wieder raus lässt, da der erste wieder um vier am Morgen aufsteht. Daher bin ich mir nicht ganz sicher, ob er es vielleicht noch nicht so ganz raus hat, denn Tagsüber passiert das ja eben gar nicht und er meldet sich.

Ich denke das möchten viele sofort aber hier noch etwas:
Wie schaffe ich es dem Hund effektiv beizubringen, nicht wegzulaufen, wenn man ihn ableint, denn der Spaziergang wäre ohne leine an bestimmten stellen sicher viel schöner.
Und mein Knirps zieht auch immer sehr an der Leine, wenn der Spaziergang beginnt. Womöglich durch Aufregung. Aber gibt es etwas, dass ich tun kann, um ihn ruhiger werden zu lassen, vor dem Spaziergang?

Wie reagieren Hunde auf einen Umzug? Werden sie unruhig oder wollen vielleicht die Flucht ergreifen, denn dass ist wirklich meine größte Befürchtung. Denn unser Umzug steht kurz bevor und ich habe echte Zweifel daran dass er es vielleicht einfach so hinnimmt. Vielleicht aber mache ich mir auch nur ein wenig zu viel Stress.

Würde mich sehr freuen, schnelle Antwort zu bekommen.

PS: Haben wir vielleicht zu lange damit gewartet ihm bei zu bringen, ohne Leine zu laufen? Wenn ja haben wir mächtig was falsch gemacht. Ich kennen einen Hund der noch kein Jahr ist und un angeleint laufen kann ohne zu flüchten :?

Liebe Grüße
Hundidu ^^
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #88
1. Macht er schon immer nachts in die Wohnung oder ist das recht neu?
Wo schläft er? Hat sich das schonmal ein Tierarzt angesehen (auch wenn es nur nachts ist, würde ich das uU abklären lassen). Tagsüber ist er stubenrein? Macht er abends wenn ihr draußen seid? (Dunkelheit, Unsicherheit...)

2. Normalerweise lernt man Welpen, ohne Leine zu laufen. Diese haben noch einen starken Folgetrieb und wollen nicht ohne Rudel sein - da kann man das am Besten üben ;)
Es ist jetzt aber definitiv noch nicht zu spät, nur eben etwas arbeitsaufwändiger :D
Was macht ihr denn mit ihm, wenn ihr spazieren geht? Direktes Weglaufen klingt entweder danach, dass er dringend Energie abbauen muss, aber auch, dass andere Dinge eben interessanter sind als du/ihr. Deshalb ist es wichtig, den Spaziergang möglichst "spannend" und immer neu zu gestalten. Andere Wege, mit ihm spielen, Dummytraining, rennen... alles ist erlaubt.
Ich würde dir hierzu auch Schleppleinentraining empfehlen - da gab´s auch schon nen Thread dazu, bitte einfach die Suchfunktion benutzen. Falls du dann noch Fragen hast, immer her damit :D

3. Je nachdem ;) Klar ist es für einen Hund auch ungewohnt. Alle sind in heller Aufregung, ständig verändert sich alles um ihn herum und wird eingepackt... das merkt der natürlich und spiegelt euer Verhalten :)
Wie der Hund das verkraftet hängt natürlich auch damit zusammen, wie sensibel der Hund ist. Generell habe ich aber die Erfahrung gemacht, das einfach so selbstverständlich wie möglich zu machen. Also gar nicht groß Gedanken um den Hund machen, sondern einfach zu gegebener Zeit einpacken, umziehen und fertig. Wenn ihr euch sicher und gefestigt gebt hat der Hund die Chance, sich an euch zu orientieren. Je mehr Trara ihr darum macht umso mehr fühlt der Hund sich in seiner Aufregung bestätigt.

4. Sicher kannst du den Hund vor dem Spaziergang schon runterfahren. Das fängt damit an, dass man ihn daheim nicht aufheizt (wollen wir Gassi gehen? Ja, Gassi? Na komm, wir gehen Gassi! :D ), sondern eher nochmal ruhig macht. Er muss ruhig sein und sitz machen, vorher geht die Haustür nicht auf. Er fängt nach der Haustür an? Dann umdrehen. Ein Stück zurück gehen, oder auch mal zwischendrin einfach sitz machen lassen, bis er sich beruhigt hat.
Aber bitte drauf achten: Dein Jungspund ist in seiner besten Zeit! Sicher muss er auch ruhig an der Leine laufen, braucht aber nichts desto trotz auch genügend Zeit (und Entertainment) zum Austoben!

Und 5.: Hey, ich gratuliere! :D Trotz den ganzen Problemen und Schwierigkeiten habt ihr es weitere sieben Monate geschafft und seid in der Zeit sicherlich weiter zusammen gewachsen :D
Dass dein Hund noch nicht "sehr gut" ist, ist verständlich :) Erstens ist er jetzt eh in der Pubertät, zweitens dauert das auch Jahre :D
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #89
Vielen Dank für deine Antwort. :)
Nur ist das Problem mit dem Spaziergang nicht so leicht.
Sobald er weiß das wir Spazieren gehen flippt er "nach" der Haustür aus. Sozusagen. Ich habe es schon damit ausprobiert ihn Sitz machen zu lassen, oder ein Stück zurück zu gehen. Dieses Hüpfen, wenn ich es mal so nennen kann, lässt nicht nach. Er ist einfach tierisch durch den Wind wenn wir los marschieren.
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #90
Kenn ich :D Es ist aber einfach wichtig, dass du (immer) den längeren Atem hast ;)
Schwierig, aber nicht unmöglich. Wer nicht ordentlich an der Leine läuft hat eben Pech und kommt nicht wirklich weit. Da ist es auch wichtig, dass du es nicht nur ausprobierst, sondern dabei bleibst. Das Wichtigste ist, dass der Hund jeden Tag wieder merkt, dass du zwar nett bist und er Spaß mit dir haben kann, du Grenzen aber trotzdem mit liebevoller Strenge durchsetzt.

Es ist ja auch klar, dass er rumspinnt :) Sicher freut er sich und gerade hat er eh viel zuviel Energie :D Die musst du ihn wirklich jeden Tag abbauen lassen. Rennen lassen, mit ihm springen und toben. Wenn er total erledigt ist wird er eh nicht mehr springen. Wenn diese Energie sich aufstaut werden sie zum Pulverfass :)
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #91
Okay,ich war langsam wirklich am verzweifeln. :D
Dannalso einfach die Zähne zusammen beißen ;D

Was ich nur mal noch ansprechen möchte, vielleicht kennt das ja jemand,zumindest zum kleinen Teil. Nach unserer ersten Hünden, (Die wegen Tumoren und einer kaputten Hüfte eingeschläfert werden musste),scheinen uns einige Leute nicht wirklich mit einem Hund sehen zu wollen.
Ich bin mir nicht sicher ob das hier hin gehört aber es hat ja auch was damit zu tun, da wir ja so Schwierigkeiten mit Tyson hatten. Nun ist es so, dass wir am Anfang ja das Stachelhalsband benutzten (Was sich ja letztlich wie Prophezeit als falsch heraus gestellt hatte). Jemand der schon lange vor uns Hunde hatte (Ein älterer Mann) Tadelte dass Stachelhalsband, „nett“ gesagt.
Naja dieser Mann redet bei anderen Leuten auch schlecht über uns, weil unsere Hündin, als sie noch lebte, nicht so viel Bewegung hatte. Und ja ich gebe zu, dass es an uns "auch" lag. Aber dennoch,waren wir mit ihren Krankheiten überfordert und wussten oft nicht,wie viel man ihr zumuten konnte. Was natürlich keine Entschuldigung sein kann, was ich auch einsehe.
Zuletzt aber legte sie sich, auf dem Spaziergängen, nach nicht mal zwanzig Metern hin, weil sie nicht mehr konnte und wir glaubten, ihr zu viel zuzumuten, weshalb die Spaziergänge auf vier in der Woche reduziert wurden. Und jetzt lastet man uns dieses Verhalten an, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.
Mittlerweile traue ich mich nicht mehr mit Tyson auf die Hundebesitzer zu zugehen,da alles was er macht und ihnen nicht gefällt, wird als "Falsch"betitelt. Er ist nun mal in der Pubertät und hat oft auch seinen eigenen Kopf, springt die Leute auch an, was ich natürlich zu unterbinden weiß, heißt aber nicht, dass es nie passiert.
Die Leute haben oft sehr kleine Hunde, Terrier und so. Unser "Pferd"von Hund schüchtert natürlich ein und die kleinen fangen an zukläffen und werden ganz grantig. So dass ich diese Leute umgehe aber nie gibt es jemanden der Verständnis zeigt, wenn unser Kleiner spielen möchte. Er wird immer als unerzogen betitelt.
Bei uns in der Gegend scheinen auchviele nicht zu verstehen, was es heißt einen Hund zu haben und zuhalten. Da wir selbst nie kleine Hunde hatten kann ich es nichtbeurteilen aber sicherlich ist die Haltung eines kleinen Hundessicher in mancher Hinsicht leichter. Aber hier wird nie mit einemHund richtig getobt es wird lediglich mit dem Hund gegangen, was denSpaziergang für uns um so schwerer macht. Wenn wir mit Tyson toben,werden wir schief angeschaut und werden als unnormal angesehen.
Was verleitet diese Menschen dazu, zudenken, das toben und spielen mit dem Hund, falsch ist?
Würde gerne eure Meinung dazu hören,ob man es wirklich so eng sehen muss, dass wir so überfordert mitunserer Hündin waren. Denn ich kann euch versichern, sie war dasGoldstück unserer Familie.
Und wenn man dann Vorwürfe hört wie:„Ich hoffe dieser Hund hat es besser“, ist das wirklichverletzend.
Ich spreche mich von nichts frei, wirhaben Fehler gemacht, dass weiß ich, aber es war nie so, dass wirihr etwas böses wollten. Und bei Tyson, versuchen wir auch alles,damit er es gut hat.




Liebe Grüße
Hundidu ^^
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #92
Also 1. kleine Hunde sind nicht einfacher, sie haben nur weniger Gewicht :) Da sind andere Leute halt "gnädiger".

2. Klar macht man Fehler. Jeder Mensch macht die. ABER ihr versucht etwas zu ändern. Du informierst dich und versuchst scheinbar wirklich, deinen Hund nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen und auszulasten. Also lass dich von den anderen nicht runterziehen :D
Schade, dass du in einer so unangenehmen Gegend wohnst, aber dann musst du da einfach drüberstehen müssen.

Und dass man oft für komisch, merkwürdig oder unfreundlich gehalten wird... kenne ich auch. Hier in der Ecke kannte kein Mensch eine Schleppleine, bis ich mit BJ damit ankam. Da wurde sich das Maul drüber zerrissen.
Mein Hund darf nicht zu anderen Hunden, wenn er an der Leine zieht - ich Unmensch! Noch schlimmer, manchmal stelle ich mich auch einfach vor ihn, schirme ihm die Sicht ab und verjage den anderen Hund auch noch...
ICH gehe so gut wie nie mit meinem Hund - klar. Abends fährt mein Freund mit ihm Skateboard, das sieht man und das fällt auf. Dass ich aber jeden Morgen zwischen 6 und halb 7 für fast eine Stunde mit meinem Hund aus dem Haus gehe sieht niemand.

Fakt ist: Wenn du irgendetwas anders machst als die anderen, wirst du immer komisch beäugt und es wird immer über dich geredet :)
Lass dich nicht verwirren. Es ist gut, dass du einsiehst dass ihr Fehler gemacht habt, nur so kann man auch etwas ändern. Und klar, in der Hinsicht HAT es euer Hund gerade auch schöner. Heißt aber nicht dass euer vorheriger Hund kein schönes Leben hatte.

Am Ende bleibt... leg dir ein dickes Fell zu :) Lerne weiter, informier dich weiter und versuche, hier und jetzt deinem Hund ein schönes Leben zu bereiten. Und bitte unbedingt weiter toben :D
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #93
Ich habe noch mal etwas, womit ich zu euch komme.
Ich war so STOLZ auf Tyson, da er sogar aus dem "Platz" wieder "Sitz" machte. Doch nun wenn man ihm "Sitz" sagt macht er oft Platz.
Beispiel: Ich will ihn füttern und sage ihm "Sitz", was er allerdings nicht macht und sofort ins "Platz" übergeht. Es ist wirklich zum Mäuse melken. Wie gewöhne ich ihm das wieder ab? Hat es vielleicht mit Inkonsequenz zu tun?

Und noch was. Was meint ihr, ist es vielleicht ganz gut, einen Clicker anzuschaffen? Denn der Polizist, mit dem wir ja zusammen arbeiten, meint, dass ich zu spät lobe, was durch das Klickern ja eigentlich besser gemacht würde, oder? Ich habe gelesen das der Clicker, was das Loben angeht, präziser ist, als lobende Worte. Wie steht ihr dazu? Ist es sinnvoll? Denn wenn ich ehrlich bin, fände ich es gut, ihn mit dem Clicker zu zeigen, dass er etwas gut gemacht hat. Denn ich merke mittlerweile selber, dass ich immer wieder zu spät lobe. Und mit dem Clicker könnte ich vielleicht auch, was das angeht, noch lernen.

Liebe Grüße
Hundidu ^^
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #94
:mrgreen:
Kann aus Inkonsequenz passiert sein oder aber auch pubertätsbedingt sein. Kann sein dass er es tatsächlich vergessen oder vertauscht hat, wer weiß das schon :)
Du hast jetzt die Möglichkeit, dabei zu bleiben und ihm Sitz mit einem anderen Kommando neu beizubringen, oder eben durch viel Übung das normale Sitz wieder herzustellen :)

Clicker ist sehr sinnvoll. Wie du ja schon sagst, gerade wenn du merkst dass du zu spät lobst ist das eigentlich sogar eine ausgezeichnete Idee. Ich glaube im Hundesportbereich hier im Forum gibt´s auch schon einige Threads dazu, einfach mal durchstöbern und Suchfunktion benutzen, da solltest du schon einige Vorab-Infos dazu bekommen :)
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #95
Vielen Dank für deine Antwort Infano! :)
Inkonsequenz -.-

Ich habe so einiges eigentlich, was ich noch mal loswerden will. Nur muss dass nach und nach sortiert werden.
Mein Vater (Schon älter und oft etwas grimmig :D) mag es oft nicht, wenn unser Hund in der Küche liegt (Vor der Spülmaschine, im Türrahmen oder unter dem Tisch liegt) Ich weiß auch nicht genau warum er es nicht mag aber dann sagt er immer "Ab" oder "Auf dein Platz" (Sind Worte die wir normaler Weise benutzen wenn wir ihn weg schicken wollen) Ist es gut, wenn mein Vater, oder jemand anderes, ihn ohne einen Grund weg schickt. Ruft das nicht eher Frust hervor, weil wir ihn vom Rudel "trennen"?
Und mein Bruder will ganz oft das Tyson "sitz" macht, was ich ziemlich unsinnig finde, weil die Situation dann ein wenig merkwürdig ist.
Ist es richtig, zu verlangen, dass er "sitz" macht, wenn er auf etwas anderen (zum Beispiel "Auf dein Platz") nicht hört?
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #96
Im Normalfall können Hunde schonmal räumlich getrennt von ihrem Rudel weg sein, machen sie manchmal ja auch freiwillig :)
Sicher kann das einen gewissen Frust aufbauen, den er irgendwann irgendwie wieder abbaut. Generell gilt aber: Wenn der Hund stört, muss er das auch mal machen :D Das kann dir bei jedem Kommando passieren dass du gibst.
Wichtig ist nur, dass darauf geachtet wird, dass er das Kommando auch richtig ausführt. Also wenn man ihn "auf seinen Platz" schickt, muss er auch auf seinen Platz gehen und darf sich nicht neben die Tür legen.
-das alles natürlich nur, wenn ihr wollt dass er die Kommandos von anderen Menschen ausführt. Ist aber wahrscheinlich auch für den Hausfrieden sinnvoller :D

(ich gehe jetzt von einer zusammenhängenden Situation aus, wenn ich das richtig verstanden hab)
Also dein Bruder verlangt "auf deinen Platz", der Hund weigert sich aber und muss dann sitz machen?
Halte ich für wenig sinnvoll. Erstens ist es dem Hund ja wurscht, sitz machen ist ja an und für sich keine Strafe, sondern etwas, für das man im Optimalfall Leckerlie bekommt. Wenn er jetzt vorher den Platz verweigert hat lernt ein schlauer Hund eigentlich nur, dass er das ja nicht unbedingt machen muss weil er auch bequemer bekommt was er will.
Wenn man ein Kommando gibt dann muss man das auch durchsetzen. Und zwar anständig. Wenn der Hund sich nicht von selbst in Bewegung setzt muss er eben durch Körpersprache dorthin gelotst werden.

Und: Je mehr Fragen desto besser :D 1. heißt das ja, dass ihr euch tatsächlich damit beschäftigt, und 2. kannst du ja nur lernen wenn du sie auch nach und nach stellst :D
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #97
Okay,hab ich verstanden. :)
Aber ich hab halt nach und nach gemerkt, wer wirklich Interesse daran hat,aus dem kleinen Wirbelwind, einen gut erzogenen Hund und Freund zu machen. Der Geduldsfaden meiner Geschwister scheint nicht sonderlich dick zu sein. Oft reicht es schon, dass dieser reißt, wenn der Hund im Weg liegt. Und das Verhalten, was dann folgt, kann ich dann nicht nachvollziehen. Sie werden etwas lauter, manchmal. Dann folgt halt sowas wie: "Oh Tyson, geh weg!" oder so. :( Ich vermute mittlerweile, dass Tyson so schlecht hört, vor allem halt auf Sitz, weil sie sich ihm gegenüber so verhalten. Bei dem Kleinen Racker klappt es nicht sonderlich gut, auch bei Ablenkung auf mich zuhören.

Heute bei dem Spaziergang habe ich halt das angewandt, was du mir gesagt hast. Zurück gehen und so, wenn er wieder an der Leine zieht. Habe glaub ich 15 min. dort gestanden und es immer wieder gemacht. Bei uns im Garten sind Treppen die hinaus führen und die will er mich immer wieder hoch schleifen. Wohlgemerkt sage ich „Fuß“, BEVOR wir losgehen. Es klappte nach einiger Zeit schon recht gut. Doch natürlich musste unser Kater (Simba) alles kaputt machen, in dem er einfach auftaucht. Komischerweise mag Tyson es nicht, wenn Simba sich vor ihm aufhält und wollte ihn dann verscheuchen. (Zwischen unseren beiden Katern und Tyson besteht eigentlich ein recht ruhiges Verhältnis,bis auf die Tatsache, das Tyson sie gerne ärgert). Da war ja alles wieder für die "Katz". Ich weiß ich hätte weiter konsequent sein müssen aber wir waren ja schon aus dem Garten raus und vorne am Bürgersteig, als ein Nachbar aus dem Auto stieg. Neue und stärkere Ablenkung = Nicht konzentriert.
Aus diesem Grund freue ich mich sehr, dass wir in ein paar Tagen umziehen. Dort in der Gegend gibt es vielleicht vier Häuser und der Rest ist freies Feld und Wald, das Paradies für den Knirps. Hoffentlich läuft es da besser.
Manchmal bin ich ziemlich frustriert, wenn ein Spaziergang nicht so lief, wie ich es mir erhofft hatte und umsetzen wollte.

Nun habe ich den Clicker und ein Handbuch dazu. Habe allerdings noch nicht damit angefangen, da bei uns heute sehr viel Trubel war und es soll ja, so gut wie, ohne Ablenkung sein.

Liebe Grüße
Hundidu ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #98
Manchmal bin ich ziemlich frustriert, wenn ein Spaziergang nicht so lief, wie ich es mir erhofft hatte und umsetzen wollte.

Das kennt jeder, ist ja nur menschlich. Fakt ist aber, es bringt dir nichts bzw arbeitet noch gegen dich :)
Dein Hund erkennt deinen Frust und spiegelt ihn, deswegen bringt es in so einer Situation überhaupt nichts, auch nur ein Kommando mehr zu geben.

Dein Hund lernt am besten und arbeitet am liebsten mit dir zusammen, wenn DU Spaß hast und Sachen machst, die euch beiden Spaß machen.

Sag ihm nicht Fuß wenn das Kommando nicht funktioniert. Denn was dein Hund dabei zumindest gestern gelernt hat ist, dass er danach ausflippen darf ;)
Wenn er so unkonzentriert ist musst du dran bleiben und eben striktes Leinentraining machen. Sobald er zieht, ein paar Meter umkehren. Heißt je mehr er zieht, desto weniger kommt er voran. Wenn er neben dir läuft gibt´s was Tolles. Das ist ein langer Prozess und dauert mehrere Monate, also musst du da dran bleiben.
Und glaub mir, auch auf dem Land gibt es genügend Möglichkeiten um einen Hund abzulenken. Da gibt es nämlich im Normalfall noch mehr Katzen, mehr Spuren denen man folgen kann, Wild...

Das Wichtigste, was zumindest bei uns sehr geholfen hat ist, Spaß mit dem Hund zu haben. Die Erziehung muss irgendwie nebenbei passieren :D Sei etwas entspannter und lass dich nicht von allem frustrieren. Bis du einen Hund hast, der so läuft wie du es willst dauert es nämlich noch ewig :D
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #99
Kann ich mir denken :D
Habe heut schon ein wenig mit dem Clicker geübt, macht echt spaß, auch wenn es ja noch dauert, bis es Fortschritte zusehen gibt ;)
 
  • 7 Monate alter Berner Sennenhund macht Probleme Beitrag #100
Hey ihr Lieben! :)
Melde mich mal wieder zurück.
Hab weiter mit dem Clicker geübt, glaube mittlerweile aber, das mein Kleiner noch etwas braucht, damit er das Klicken verstanden hat.
Ich habe die Befürchtung, dass er zu fixiert auf das Fressen ist, denn er stiert immer so auf die Leckerchen.
Täusche ich mich vielleicht?
Mache ich was falsch?

Und noch was. Das "Bei Fuß" gehen am Anfang des Spazierganges läuft nun deutlich besser, jedenfalls war es heute Morgen beim Gassi-gehen so.
Nun hat Tyson das Problem, dass er immer wie wild an der Leine zieht, wenn uns Menschen und Hunde begegnen. Er hat Kraft, keine Frage, schließlich ist er ein Berner Sennenhund. Aber meine Frage: Wie schaffe ich es, Tyson das zerren abzugewöhnen, wenn uns jemand begegnet.
Im Moment versuche ich es damit, ihn Sitz machen zu lassen und mich vor ihn stelle um ihm die Sicht abzuschirmen. Dann aber versucht er immer an mir vorbei zu schauen und fängt an zu winseln.
Ist das normales Verhalten? Protest vielleicht?

Würde mich über Ratschläge und Meinungen freuen :)
 
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