Infothread zum Thema Barf

Diskutiere Infothread zum Thema Barf im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; @Picco: Vorverkleinern und Öl sind zwei Paar Schuh. Wie Michse sagte bricht das Öl – genauer gesagt das Fett an sich, das ist ja auch an Fleisch...
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #101
@Picco: Vorverkleinern und Öl sind zwei Paar Schuh. Wie Michse sagte bricht das Öl – genauer gesagt das Fett an sich, das ist ja auch an Fleisch und Fisch – nicht die Zellwände, sondern transportiert die fettlöslichen Nährstoffe lediglich. Wobei man mit dem Zerkleinern gar nicht so auf die Zellwände pochen braucht, eine richtige Quelle mit Erklärung dazu hab ich tatsächlich noch nie gesehen... Rein logisch betrachtet ist das Problem folgendes: Dem Hund fehlen Zähne zum Zermahlen und seine Enzyme sind größtenteils auf das Zerlegen von Fleisch ausgelegt, sein Darm ist auch entsprechend kurz. Will heißen: Zerkleinerst nicht du das Gemüse, kann der Hund es selbst nicht und es wandert unverdaut durch den kurzen Darm. Logischer Weise wird es also eher verdaut, je feiner es zerkleinert wird und je weniger der Hund dran arbeiten muss. Wobei geraspeltes Gemüse zwei oder drei Mal die Woche durchaus gut für die Verdauung ist, es wird nur nicht vollständig verwertet (ist in dem Fall Sinn der Sache).

Wegen der Knochen: Versuch mal welche, die außen mehr Fleisch haben, Brustbein o.ä.. Vll sagt ihm das mehr zu?
Wegen dem Mixer muss ich auf der Schachtel nachschauen, meiner war einer der günstigsten mit Glasbecher und hebt schon ewig ;).

@Ivy: Unfair, ich brauch nen kleineren Hund :lol:.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #102
Ist es eigentlich ok, wenn ich meinem Hund abends mal ein Rinderherz o.ä. gebe? So als Leckerchen statt einer Mahlzeit Trofu? Oder verträgt sich das nicht?
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #103
Ich würde es einfach mal ausprobieren. Wenn sie es verträgt und es nicht über 20% der Tagesration kommt, ist das ok. Nur würde ich wegen des enthaltenen Taurins nicht stetig Herz geben. Ein Knochen bspw. wäre auch was, das wäre auch gut für die Zähne. Ich würde mit Geflügel oder Knorpel anfangen und die Verträglichkeit testen und dann auf fleischige Knochen umsteigen.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #104
Dann werde ich auf dem Markt Putenhälse besorgen. Die hatte sie schonmal. Hat sie gut vertragen. Danke dir :)
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #105
Hallo Mischling,Hut ab,du hast das Thema gut zusammengestellt und erklärt.Wir barfen seit 15 Jahren und sind gut damit gefahren.Vieleicht erreichst du damit andere Hunde und Katzenhalter die von dem meist grottenschlechtem Fertigfutter dann wegkommen.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #106
Ich hätte da nochmal eine Frage. Meine Hündin wird jetzt komplett gebarft nach Plänen von Swanie Simon. Die Gute hat ja Pläne in ihren Broschüren, nach denen man sich richten kann. Dort steht einmal in der Woche Kehlkopf. Jetzt hab ich aber gehört, dass man Kehlkopf höchstens einmal im Monat geben soll. Und in einem anderen Barfrechner steht, dass Pansen und Blättermagen 20% des Tagesbedarf aus machen, ich füttere aber nach dem Plan recht viel Pansen. Was meint ihr dazu?
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #107
Grüß dich,

Es kommt sehr auf den Kehlkopf drauf an. Wenn dieser noch die Schilddrüse bzw. Reste davon enthält, rät man dazu, ihn sehr selten zu füttern, weil man davon ausgeht, das die Schilddrüse des Schlachtttieres aufgrund der Hormone Auswirkungen auf den Hund hat und sich dadurch auch in Form von Schilddrüse-Problemen beim Hund auswirken oder plötzlich werden Symptome von Hyperthyreose gezeigt.

Wie fütterst du den Pansen denn? Weißt oder grün? Der grüne, nicht gewaschene Pansen enthält dank der Verdauung sehr viele und durchaus sehr wichtige Nährstoffe für den Hund, den kann man meiner Meinung nach doch auch öfter füttern. Es gibt ja auch die Barf-Möglichkeit, auf sämtliches Grünzeug zu verzichten und nur über Pansen zu arbeiten.

Ich persönlich bin ein großer Freund davon, so abwechslungsreich wie möglich zu füttern. Pansen und auch Kehlkopf gibt es bei uns recht häufig. Zum einen werden Kehlköpfe heiß geliebt, zum anderen gibt es oftmals super Aktionen, wo man Pansen gleich als 15kg Ware bekommt. Der wird dann meistens in ca. 2 Wochen verfüttert.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #108
Ich füttere grünen Pansen. Swanie sagt auch das er sehr gesund ist, deswegen bin ich jetzt etwas verwirrt. Irgendwie gibt es da doch viele verschiedene Informationen. Ein anderer Rechner sagt, dass man nicht zuviel Kopffleisch geben soll, man soll ungefähr die Menge eines Beutetieres nach geben. Also mehr Muskelfleisch, weniger Pansen und ganz wenig Kopffleisch. Aber zum Beispiel Wölfe in der freien Wildbahn fressen doch nicht nur ein Beutetier im Monat. Also klingt das für mich persönlich nicht sehr logisch.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #109
Grüß dich,

Eben weil es so viele verschiedene Erfahrungswerte in diesem Bereich gibt, bin ich kein Fan davon nach einem bestimmten Konzept zu füttern. Kann dir daher auch nicht wirklich was dazu sagen was jetzt "richtiger" oder "besser" wäre.
Wichtig ist nur, das es für deinen Hund stimmt und das kannst du am besten selbst kontrollieren indem du ihn beobachtest und regelmäßig das Blut untersuchen lässt um Mangelerscheinung vorzubeugen.

Das man zu viel Muskelfleisch füttert, ist bei der Rohfütterung im Grunde ein Fehler. Durch die Fütterung von "nur" Muskelfleisch gibt es einen Proteinüberschuss, der auf Dauer ungesund ist und diverse Krankheitsbilder mit sich zieht. Deshalb ist es wichtig, andere Dinge mitzufüttern, welche kein Muskelfleisch sind wie eben Kehlkopf, Pansen,...damit sich das Ganze wieder ausgleicht.

Hier mal was dazu:
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #110
Ich werd nächste Woche mal beim Tierarzt einen Termin machen und das BB mal testen lassen. Dann hab ich wenigstens mal einen Richtwert. Gute Idee. Danke für den Link, da sind auch gute Erklärungen. Erleuchtet mich wieder etwas :D
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #111
Hey ihr lieben,
@Foss: wie lange Barfst du denn schon und wie oft lässt du ein BB machen ?
Mausi ist ja auch mein erster Hund der voll gebarft wird, ich fütter denke ich sehr abwechslungsreich. Dennnoch hat ja wohl jeder Anfänger so seine bedenken alles richtig zu machen.
Ich habe über ein BB schon oft nachgedacht habe aber immermal wieder gelesen, dass es eigentlich quatsch ist da man Mangelerscheinungen erst bei langer fehl Ernährung im Blut nachweisen kann.
Daher interessiert es mich in welchen Abständen du Blut abnehmen lässt und was alles untersucht wird.
Lg
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #112
Grüß dich,

Ja, das stimmt. Man kann Fehl-Ernährung erst nach längerer Zeit fest stellen, weshalb ich mit meinen beiden bisher noch nie ein Blutbild habe anfertigen lassen. Ich empfehle es einfach nur, weil es halt bei vielen Barfern Gang und Gebe ist - auch wenn es im Grunde eine Fehlernährung sehr spät aufzeigt.
Erst als der weiße Schäferhund im Frühling in die Klinik kam wegen Krankheit wurde das Blut mal untersucht.
Der Weiße wurde von Welpe an gebarft, derzeit gibt es aber bei uns Trockenfutter, da er es endlich mal frisst.

LG Foss
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #113
Woran merkt man denn ob der Hund einen Mangel hat?
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #114
Wir barfen seit 15 Jahren,unsere Hunde( Schäferhunde,sehr aktiv und Mantrailer) bekommen alles bunt gemixt. Die Faustregel ist 50% Muskelfleisch,der Rest verteilt auf Innereien und Pansen und ganz wichtig Knochen.Den bekommen sie jeden Abend. Außerdem gibt es zu jeder Mahlzeit püriertes Gemüse.Drei bis vier mal im Jahr eine Kräuterkur. Ein BB mußt du meiner Meinung nur machen lassen wenn du Fertigfutter fütterst,das ist deutlich schlechter als Frischfutter.Mache Dir keinen Stress und lasse ihn Dir vor allen Dingen nicht von der Tierfutterindustrie machen,die wollen auf Kosten unserer Tiere nur Geld verdienen,gebauso wie einige Tierärtze auch.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #115
Woran merkt man denn ob der Hund einen Mangel hat?
Kommt drauf an was für einen ;). Ganz allgemein würde ich aber sagen: Schlechtes Fell, trockene, schuppige Haut, Verdauungsprobleme, Nebenraus-Fressen (Kot, Erde, etc.), brüchige Krallen, Schlappheit. Wenn es weiter geht wird das Allgemeinbefinden schlechter, eventuell stellen sich die ersten, wirklich gesundheitlich relevanten Probleme ein (Knochen, Wachstum, Organe betreffend).
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #116
Hm, also doch sehr ernsthaft. Seufz.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #117
Naaa, da reden wir aber von größeren Mängel über mindestens mehrere Wochen, nicht von einem fehlenden Milligramm Kalzium am Montag und einem mehr am Dienstag ;).
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #118
Also wie gesagt, als Anfänger macht man sich schon einige Gedanken aber ich bin überhaupt nicht der Typ Panickmacher. Ich denke wenn man sein Tier kennt merkt man früh genug wenn etwas nicht stimmt und kann dann immer noch ein Blittest machen lassen. Aber für mich persönlich halte ich es als Vorsorge nicht für notwendig.
Lieben Dank für eure Erfahrungen.
Lg
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #119
Bluttests bringt bei den allermeisten Mängeln überhaupt nichts. Wenn ein Calciummangel im Blut auftaucht, werden die Tiere schon eingeliefert mit Krämpfen.
Letzte gesehene Mangelerkrankungen bei gebarften Hunden: Spontanfrakturen bei Welpen und Fressunlust aufgrund eines Rubber jaws (Calciumauslösung aus dem Knochen) bei einem adulten Hund. Der Welpe hatte sogar erhöhte Calciumwerte im Blut, so viel zum Thema Bluttest.
Es gibt durchaus frühe Indikatortests, aber die sind für die Praxis viel zu teuer, werden deswegen nicht gemacht.

Einziger Bluttest bzw. Haartest, der Sinn macht: bei langandauernder Zink und Kupferunterversorgung ist die im Blut nachweisbar bzw. in den Haaren.
Jodmangel/überschuss kann im Urin nachgewiesen werden.
Vitaminprobleme fallen auch erst klinisch auf, dann im Blut.
 
  • Infothread zum Thema Barf Beitrag #120
Hallo Leute,wer barfen möchte ist meiner Meinung gut davor. Mein alter Tierarzt hatte mich vor vielen Jahren mal gefragt ob ich weiß warum die Hofhunde alle alt wurden.Schlachtabfall,Hoden von kastrierten Ferkel und alles was auf dem Misthaufen landet.Noch schön ein paar Pferdeäpfel und Reste vom Tisch.Meine Hunde sind gut damit gefahren.Bei den letzten 2 Welpen wollten wir das ganz gut machen,haben das vom Züchter empfohlene Futter gegeben, Ende vom Lied,beide zu schnell gewachsen,haben Gelenkprobleme.Ich werde nie nie!!!!! wieder Fertigfutter geben.Ihr könnt Zink und nochwas berechnen,geht die Vitamintabellen durch oder eßt selber gesund,und das kann dann auch der Hund bekommen.Wenn ihr eure Hunde krank haben wollt vertraut der Futtermittelindustrie.Die schmeißen alles rein was weg muß.
 
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