Hallo

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meine Frage wäre ob man immer Calzium zum Fleisch geben muß oder wie macht ihr das ?
Kalzium nimmt der Hund über Knochen und Eierschalenpulver zu sich.
Wie viel ein Hund braucht kann man mittels des Gewichts ausrechnen:
50mg Kalzium pro kg Körpergewicht pro Tag sind der ungefähre Bedarf.
Knochen:
Der Kalziumgehalt von Knochen ist nicht genau bestimmt, aber Rind, Pferd und Co. haben in etwa den gleichen Kalziumgehalt, Huhn weniger. Außerdem ist bei jungen Tieren weniger Kalzium in den Knochen enthalten als bei alten. Man geht aber bei Rind & Co. von etwa 14.000mg Kalzium pro 100g aus (reiner Knochen, ohne Fleisch gerechnet). Beim Huhn (Karkassen, Schenkel, Gerippe) sind es etwa 7.000mg pro 100g, bei Flügel und Hals etwa 1.000-1.500mg pro 100g.
Das wären also bei 5kg Hund 250mg pro Tag, sprich 1750mg pro Woche und 7000mg pro Monat, also genau ein 100g schwerer Hühnerschenkel.
Eierschale:
100g Eierschalenpulver enthalten 33.000-35.000mg Kalzium. Ein Teelöffel fasst in etwa 5g Pulver, das wären dann 1.600-1.800mg Kalzium. Ein Hund mit 10kg Gewicht bräuchte also, sofern er keine Knochen bekommt, 1/4 Teelöffel Pulver pro Tag.
Das sind aber alles nur Richtwerte. Man geht allgemein einfach davon aus, dass 10% der Gesamtfleischration in Form von Knochen genügen. Zu viel sollte man aber auch nicht füttern, sonst droht eine Hyperkalzämie. Ich gebe bei meinem (knapp 40kg) ein Ei mit Schale pro Woche, wie das bei so kleinen Hunden ist kann ich dir daher leider nicht genau sagen. Ich würde vielleicht einmal alle zwei Wochen ein Ei mit Schale geben.
Über Phosphor brauchst du dir keine Gedanken zu machen, das ist in den meisten Fällen eher zu viel als zu wenig. Es ist in jedem Fleisch, aber auch in Knochen und Innereien enthalten und von daher ist ein Hund damit so gut wie nie unterversorgt. Meist ist eher der Kalziumgehalt im Verhältnis zum Phosphorgehalt zu hoch.
Wenn du unsicher bist, kannst du eine Blutuntersuchung machen lassen, wenn du mal 6-12 Monate ausschließlich und vollwertig gebarft hast. Man kann Phosphate im Blut, aber auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium und Eisen bestimmen lassen.
Hast du dich denn bisher mit einem Buch in das Thema eingelesen? Ich kann dir nur "Natural Dog Food" von Susanne Reinerth empfehlen, da steht eigentlich alles wissenswerte zur Fütterung, zum Nährstoffgehalt und zum Stoffwechsel des Hundes drin, samt einer Liste von Fleisch und Beilagen.