Dieses Ausrechnen von irgendwas, finde ich auch total "bescheuert".
Genau das tut aber auch ein Fachmann

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Und wieso sollte ich nicht können was der kann, wenn ich mich entsprechend informiere?
Ich bin nicht wirklich ein Freund von Fachmännern oder fertigen Plänen (auch die im Internet zum Beispiel), ich mag aber auch Fertigbarfmischungen und Pulver nicht.
Ich bin gerne flexibel was den Plan meines Hundes angeht und passe mich gerne an, wenn wir zum Beispiel mal mehr oder weniger Sport machen, wenn ihm gerade was im Magen rumgeht usw..
Dafür muss ich aber wissen, wie der Plan funktioniert und warum er so aufgebaut ist, sonst kann ich auch nichts daran ändern

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Ich möchte auch nicht bei jeder Kleinigkeit gleich zu einem Fachmann rennen müssen, außerdem kenne ich die Gefahren des Barfens gerne selbst (Hyperkalzämie, Vitamin-A-Vergiftung usw.). Ich kenne auch viele Studien gegen das Barfen - manche sinnvoll, manche nicht - achte aber auf das, was dort gesagt wird, um die Fehler nicht zu wiederholen. Zum Beispiel gibt es eine Studie, die besagt, dass alle Barfhunde nach rund 2-3 Jahren einen erhöhten Kreatininwert haben. Ich habe mir also überlegt, woher das kommen kann und fand die Antwort in manchen Barfrechnungen: Innereienanteil zu 2/3 Leber, Blättermagen und Pansen noch extra drauf, einmal die Woche Niere. Bei so viel gefütterten Entgiftungsorganen (zumal Leber zur Vitamin-A-Vergiftung führt) wundert mich nicht, dass der Wert steigt, zumal beim Barfen meist zusätzlich auch noch mehr Rohprotein zugeführt wird als über Trockenfutter. Aus diesem Grund lasse ich - wenn ich sowieso beim TA bin - einen Nierenschnelltest machen und die Werte checken.
Bei mir läuft das mehr nach dem Motto "selbst ist die Frau".
Für mich ist es aber nicht nur wichtig, verschiedene Meinungen und Rechnungen zu kennen, sondern auch zu verstehen, wieso so gerechnet wird. Vielleicht ist da auch bei manchen der Knackpunkt.
Denn wenn ich weiß, wie Verdauung und Stoffwechsel meines Hundes funktionieren kann ich selbst beurteilen, ob eine Rechnung sinnvoll ist oder nicht, dann ist das ganze auch gar nicht mehr so verwirrend

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Aber was sind denn die Grundregeln.....genau da ist doch schon das Problem....Fleisch ? Fleisch und Gemüse ? Fleisch Gemüse und Obst ? da fängt es doch schon an das sich da die Tierfreunde nicht einig sind weil überall was anderes steht leider....dann die frage Zusätze ja oder nein auch da gehen die Meinungen auseinander....was ist mit Calzium habe ich zu viel oder zu wenig....was ist mit Jod Minneralien usw usw.
Das ist aber alles bekannt und kann man ausrechnen

. Natürlich wird man nie den auf fünf Stellen hinter dem Komma genauen Wert bekommen, aber so genau braucht man den auch nicht. Ein Richtwert genügt meiner Meinung nach schon und mehr sind die ganzen Bücher auch nicht - sie zeigen Richtwerte auf, die ich, wenn ich die Materie entsprechend verstanden habe, an meinen Hund anpasse.
Und deine Fragen sind auch einfach zu beantworten: Optimal sind Fleisch (Muskelfleisch, Innereien, Knochen), Gemüse und Obst. Verweigert der Hund Obst völlig kann mit entsprechender Gemüsefütterung ausgeglichen werden, aber da sind wir schon wieder bei einem Sonderfall und nicht mehr bei den Grundregeln.
Und Zusätze sind nicht nötig. Man kann mit dem oben genannten eine vollwertige Ernährung zusammen stellen.
Die anderen Zusätze werden empfohlen. Ich gebe sie, weil schaden werden sie nicht. Wieviel man davon füttert steht auf den Verpackungen. Grünlippmuschelkalk wird in "Kuren" gegeben. Mindestens zwei Monate aber mit Pause, also nicht durchgehend. Wie erwähnt, ich mache es, weil es nicht schadet. Ob es schadet, wenn man es nicht gibt, weiß ich nichts. Ich möchte da aber nicht Versuchskaninchen spielen.
Das ist aber auch so eine Sache... Natürlich kann man Grünlippmuschelkalk geben und es schadet vermutlich auch nicht, aber wo hört das auf?
Ich kenne jemanden, der irgendwo aus den USA oder was weiß ich spezielle Kräutermischungen zum zufüttern bestellt hat. Braucht der Hund das denn wirklich?
Wobei hier m.E. auch ein Fehler liegt: Wieso wird die Grünlippmuschel als Kur gegeben? Das Präparat stärkt Knochen und Gelenke und wird daher gerne bei Arthrose/HD gegeben, aber als Kur finde ich das jetzt nicht sonderlich sinnvoll :eusa_think:. Entweder immer, oder gar nicht - zumindest meine Meinung.
Ich komme vollständig ohne Pulver aus. Und wer sich unsicher ist kann immer noch einen Blutcheck machen lassen

. Habe ich auch getan und es hat mich ungemein beruhigt :angel:.