Füttert man deswegen große Mengen an Rinderleber riskiert man aber eine Hypervitaminose, gibt man größere Mengen an Ei dann bekommen viele Hunde unschöne Blähungen.
Bierhefe enthält nochmal mehr Biotin als Rinderleber oder Hühnerei, es kann nicht überdosiert werden und schmeckt vielen Hunden sogar recht gut. Es spricht also wirklich nichts dagegen Bierhefe zuzufüttern.
Nur zwei kleine Ergänzungen: Bei der Hypervitaminose ist Vitamin A das gefährliche, eines der wenigen Vitamine, das tatsächlich in der Praxis überdosiert werden kann. Davon enthält Leber nämlich auch sehr viel, eigentlich schon zu viel, folgt man manchen Barfrechnungen.
Beim Ei kommt noch dazu – sollte man es nicht abtrennen – dass auch eine recht große Menge Eiweiß zugefüttert wird, was den Rohproteingehalt, der eigentlich mit der normalen Barfrechnung ausgewogen sein sollte, nach oben treibt. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis zum Energiegehalt, was eigentlich einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat, aber wieder zu Übergewicht führen dürfte. Kurzum: Ein, zwei Eier die Woche (je nach Größe des Hundes) sind durchaus empfehlenswert, aber als tägliche Kur eignet sich das schlicht nicht.
Überdosierung von Bierhefe ist schwierig, denn die Tabletten enthalten meist auch Zink (zusätzlich zu dem, was in der Bierhefe drin ist). Dazu kommt, dass auch Bierhefe Vitamin A enthält. Wer also meint, tütchenweise Pillen verfüttern zu müssen, könnte theoretisch durchaus überdosieren. Hält man sich an die Packung (und hat nicht gerade einen Kleinsthund) dürfte das aber recht unwahrscheinlich sein.
Ich persönlich nehme übrigens Bierhefeflocken. Regelmäßig gebe ich sie nicht, Leo hat auch so ein schönes Fell. Im Fellwechsel allerdings gibt es immer mal ein paar Tage was drüber.
Hilft bierhefe eig auch etwas gegen das unglaubliche abhaaren?
Nein. Bierhefe ist wegen des Gehaltes an Biotin und Zink wertvoll. Beides wirkt sich (unter anderem) positiv auf die Talgproduktion der Haut aus, was ein gesundes Hautmilieu – nicht zu trocken, nicht zu fettig – zur Folge hat. Deswegen kommt es bei einem Mangel auch zuerst zu schlechter Haut und schlechtem Fell. Das Fell wird durch den Talg nämlich auch schöner (glänzender und weicher). Mit dem Haarzyklus hat das jedoch nichts zu tun. Der hängt in erster Linie von Wetter/Jahreszeit und Allgemeinzustand des Hundes ab.