Stellen: Vereinfacht gesagt "ziehst" du an der Zügelseite (linke bzw. rechte Zügelhälfte, gelle?) - ziehst also den Kopf auf der Seite zu dir hin. Ist natürlich Unfug, ich kann's nur nicht besser beschreiben.
Naja, nicht ganz.
"Stellen" bedeutet, dass das Pferd sich im Genick biegt. "Biegen" betrifft das ganze Pferd und "Stellen" eben nur das Genick
Und ich würde die Hilfen für Schenkelweichen allgemein etwas anders beschreiben:
Bleiben wir mal beim Weichen vom rechten Schenkel (linke Hand, Schenkelweichen nach außen an die Bande).
Zuerst stellst du das Pferd, wie Schlange schon gesagt hat, nach rechts. Dann gibst du eine halbe Parade (d.h. du bremst das Pferd ganz leicht und bereitest es darauf vor, dass jetzt etwas Neues kommt). Sobald das Pferd auf die Parade reagiert, treibst du mit dem rechten Bein. Das linke liegt verwahrend etwas weiter hinten. Dann müsste das Pferd schon die ersten Seitwärtstritte machen.
Um eine längere Strecke Schenkelweichen zu reiten, musst du je nach Bedarf Paraden geben und mit dem rechten Bein treiben.
Wichtig ist, dass du immer wieder am rechten Zügel nachgibst und den linken anstehen lässt.
Mit dem linken Zügel und Bein kontrollierst du, dass das Pferd mit der Kruppe nicht zu weit in die Bahnmitte kommt (es sollte in keinem größeren Winkel als 45° zur Bande stehen).
Später kannst du auch ohne Bande Schenkelweichen, aber am Anfang ist es mit Bande einfacher.
Bitte lasse dir zumindest bei den ersten paar Malen von einem erfahrenen Reiter zuschauen, der dich ein wenig korregieren kann. Es ist weder dir noch dem Pferd geholfen, wenn du die Lektion völlig falsch reitest.
Der Hauptunterschied zwischen Schulterherein und Schenkelweichen ist, dass das Pferd beim Schulterherein gebogen und beim Schenkelweichen nur gestellt wird.