Huhu Nicole,
daher meine Frage, was tu ich, wie stell ich um!
Kennt der Kleine schon Frisches in irgendeiner Form?
Da er dann gerade erst bei euch einzieht würde ich die ersten zwei Wochen etwa noch das Futter vom Züchter weiter füttern. Ein Umzug ist eine große Umstellung für so einen Wurm, darum wartet man lieber mit der Futterumstellung etwas, bis der Kleine sich eingelebt hat. Viele Hunde bekommen allein schon vom Umzugsstress Durchfall, da muss ein neues Futter nicht auch noch sein

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Ich würde dann einfach erst eine Mahlzeit täglich, dann zwei, dann drei usw. Barf geben, den Rest das gewohnte Futter weiter. Wenn er das eine zwei/drei Tage gut verträgt kannst du erhöhen.
Anfangen würde ich mit Rind und je nur einer Beilage, für den Anfang auch leicht verdaulich (kein Kohl zum Beispiel), mit einem kleinen Schuss Öl. Hühnerhälse oder Karkassen eignen sich gut für den Knocheneinstieg. Da würde ich nur drauf achten, dass er einen Schuss Öl und eine Beilage mit Vitamin D bekommt, damit er das Kalzium auch richtig aufnehmen kann und auch keinen Knochenkot bekommt.
Wenn du dann mal bei allen Mahlzeiten ausschließlich Barf bist und der Kleine das verträgt würde ich mal zwei oder drei Gemüsesorten auf einmal geben, auch mal ein anderes Fleisch usw.. Eben langsam immer etwas mehr und immer schauen, wie er es verträgt. Auch würde ich recht früh gleich mal ein Ei und vll etwas Hüttenkäse geben, damit du siehst, wie ihm das bekommt. Wenn dann mal Zähne und Kiefer so weit sind würde ich es für den Anfang mit Hühnerschenkeln als ganze Knochen versuchen, später dann Kalb, Rind, Pferd usw..
Manche verzichten auch auf halb Fertig halb Barf (wohl gemerkt in verschiedenen Mahlzeiten) und füttern gleich komplett frisch. Ob und wie das vertragen wird hängt vom Hund ab. Ich hab bei meinem nach einer Testmahlzeit auch gleich ganz umgestellt, allerdings kannte er frisches Obst, Gemüse, Milchprodukte und Co. bereits.
welche Fleischsorten ihr nun füttert? und ob ihr mit Getreide oder ohne füttert?
Zum Fleisch: Quer Beet alles :lol:. Den Grundstock bildet bei mir Rind, einmal die Woche gibts noch Geflügel, zwei Mal Fisch und einmal was "anderes", also Wild, Kaninchen, Pferd, Lamm o.ä..
Getreide füttere ich keines. Zum einen halte ich es nicht für nötig, zum anderen bekommt es meinem Hund auch schlicht nicht.
Hast du denn eine gute Rechnung/ein gutes Buch für Welpen und Junghunde gefunden?
Die Rechnung bei Welpen und Junghunden ist etwas anderes als beim adulten Hund (zum Beispiel 4-5% des Körpergewichtes statt 2-3%).
Als allgemeine Lektüre kann ich dir die beiden empfehlen:
http://www.amazon.de/BARF-Biologisch-Artgerechtes-Rohes-Futter/dp/3939522007/ref=sr_1_1 und
http://www.amazon.de/Natural-Dog-Food-Rohf%C3%BCtterung-praktischer/dp/383343063X/ref=sr_1_6
Für Welpen gibt es aber auch einiges:
http://www.amazon.de/Biologisch-Artgerechtes-Futter-tr%C3%A4chtige-H%C3%BCndinnen/dp/3939522015/ref=sr_1_2
Einfach mal bei Amazon nach Barf suchen

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EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Die Seite kenne ich, die ist recht gut, aber in manchen Ansichten etwas mir Vorsicht zu genießen. Dort liest man auch gerne mal, dass Fertigfutter Bauchspeicheldrüsenentzündungen verursacht, zumindest durch die Blume.
So eine Aufstellung an Zusätzen gibt es auch in den meisten Büchern, das ist mehr so ein "diese Möglichkeiten/Zusätze gibt es" und heißt nicht, dass man sie braucht. Oft steht auch direkt dabei, was die Zusätze bewirken sollen, ob man sie als Kur oder dauerhaft geben muss usw.. So kann man bei Gelenkserkrankungen zum Beispiel Teufelskralle und Grünlippmuschelkalk geben, bei Magenproblemen Propolis, bei Hautproblemen Hefe usw.. Da gibt es für jedes Wehwehchen etwas, wie bei uns Menschen auch. Ohne Grund würde ich aber nichts davon wirklich füttern. Die einzigen "Zusätze", die ich füttere, sind Knoblauch und Kokosraspeln, schlicht weil mein Hund es mag, Knoblauch gut für den Kreislauf ist und die geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass es gegen Parasiten hilft *hust*. Nur wegen letzterem würde ich es allerdings nicht füttern. Außerdem gibt es hier noch Algen vom Tierarzt in Pulverform wegen der Zähne - wir neigen leider zu Zahnstein :roll:.
Die Unterschiede in den verschiedenen Ansätzen haben gutes und schlechtes. In manchen Dingen verliert man vielleicht erst einmal den Überblick, andererseits zeigt es Möglichkeiten auf, denn der gravierende Vorteil beim Barf ist: Ich mache das Futter selbst, individuell auf meinen Hund zugeschnitten. Aber auch da muss man aufpassen, denn nicht alles, was man liest, ist automatisch eine "vertretbare Alternative"

. Darum würde ich dir zusätzlich zu den Internetseiten noch ein oder zwei Bücher empfehlen, auch wenn auch da nicht alles superdupertoll ist, aber man lernt auch etwas mehr über das "was funktioniert wie und warum und was braucht der Hund von was", zum Beispiel in Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe, das wird auf den meisten Internetseiten etwas vernachlässigt.